MS MR – Pop am Abgrund

Juni 8th, 2012

Sie trifft ihn, er trifft sie, es funkt. Und weil allein schon diese wenigen Informationen das Kopfkino befeuern, Geheimnisse bekanntlich die Fantasie anregen, bleibt es bei MS MR aus New York (vorerst) auch bei dieser spärlichen Erzählung. Namen? Gesichter? Biografien? Alles Fehlanzeige! Nur drei Fotos auf ihrem Myspace-Profil belegen, dass es sich bei MS MR um ein Duo handelt. Dessen weiblicher Part hat scheinbar ein Faible für Flakons, sein männliches Pendant eins für das Schachspiel. Offensichtlich handelt es sich um eine young miss bzw. young mister. Allerdings, dort endet die gedachte Romanze bereits, denn in den Liedern von MS MR sind Selbstzweifel und Verbitterung die bestimmenden Themen.

“These are hard times for dreamers / and lovers, believers”, heißt es da in Bones, dem ersten Song der im Herbst eingestellten EP Ghost City USA. Wie es der post-apokalyptische Titel schon andeutet: Die namensgebenden Knochen sind natürlich kalte, kalkweiße Gebeine; der verbundenen Seele soll die Isolation gewährt werden, die Uhr zeigt Mitternacht. Ein weiteres Stück, Ash Tree Lane, wurde höchstwahrscheinlich von Mark Z. Danielewskis hintergründiger Horroerzählung House of Leaves (in Deutschland: Das Haus) inspiriert.

Dennoch handelt es sich bei MS MR nicht um eine Gothic-Formation. Eher ist ihre Musik schwermütiger bis dramatischer Synthpop mit Schlagzeugunterstützung, gesprengelt von kleineren Noisesamples. Die Stimme der unbekannten Sängerin erscheint zunächst leicht unterkühlt, packt den Hörer schließlich aber raumgreifend in den Griff von Sentiment und Melancholie.

Solche Klangentwürfe waren zuletzt vor allem in Großbritannien zu hören, bei Florence and the Machine etwa (An Welchs Stimme erinnert jene der MS MR-Sängerin in ihrer Eindringlichkeit auch.) oder bei Patrick Wolf. Dessen Abschiedsode Time Of My Life hat sich die Band angeeignet. Und sie wirkt ihnen wie auf den Leib geschneidert, wenngleich sich Songstruktur und Arrangement stark am Original orientieren.

Inhaltlich knüpft nun Hurricane, MS MR’s neuestes, gerade veröffentlichtes und bislang bestes Lied, an die Beziehungsaufarbeitung an. Auch hier bleibt die Protagonistin allein zurück, das Schicksal wurde allerdings notgedrungen selbst gewählt. Eine empfangene Liebe kann nicht erwidert, aus Angst vor den eigenen Dämonen wird das Herz verschlossen. Ein angenehm schwerer Kopfnickbeat und dezente Streicher lassen dabei jedoch nicht allzu Melancholie aufkommen – Pop von Format! Für 2012 sollte MS MR der Durchbruch ins Haus stehen, und siehe da: Im Vorprogramm von Marina and the Diamonds gilt es demnächst, die allerersten Liveauftritte zu absolvieren.

Dies ist ein durch Myspace Deutschland vermittelter Eintrag.

Splash! Festival 2012

Juni 4th, 2012

Wenn im Sommer wieder die Festival-Saison ansteht, dann ist für viele deutsch Hip Hop-Fans ein Termin schon fest eingeplant: das Splash Festival. Hier zu Lande gibt es wohl kaum eine Rap-Veranstaltung die in Sachen Popularität und Bekanntheit mit dem Event in Gräfenhainichen konkurrieren kann. Da dass Splash dieses Jahr sein 15. Jubiläum feiert, wurde angekündigt, dass man diesmal ein besonders qualitatives Line-Up aufstellen wollte. Nun, da die meisten Acts bereits bereits angekündigt wurden, kann man den Organisatoren durchaus zum Gelingen dieses Vorhaben gratulieren. So wurden für das Wochenende vom 6. bis zum 8. Juli eine ganze Reihe interessante Künstler gebucht, die den Gästen vor den Bühnen und in den Zelten durchaus Freude bereiten dürften.

Der wahrscheinlich renommierteste Name, der Ferropolis zu dieser Zeit einen Besuch abstatten wird, ist Nas. Ein ganz unbelastetes Verhältnis zum Festival hat er zwar nicht, vielen ist noch die äußerst kurzfristige Absage von 2005 im Gedächtnis, jedoch trat er 2010 erfolgreich mit Damian Marley auf, so dass man drauf hoffen kann, den für Klassiker wie Illmatic verantwortlichen MC auch dieses Jahr mit einer guten Show erleben zu können. Bei dieser dürfte er dann auch weitere Einblicke in sein neues Album Life Is Good geben, welches diesen Sommer endlich erscheinen soll.

Natürlich treten nicht nur alte Idole auf, sondern auch die Helden der neuen Generation. Zur Speerspitze dieser gehört dank des einschlagenden Erfolgs seines Mixtapes LiveLoveA$ap auch A$AP Rocky. Seine einzigartige Mixtur aus Trill Shit made in the Dirty South, klassischem Harlem-Gepose, Marke Dipset, seinem Faible für Betäubungsmittel aller Art und die verträumten und gleichzeitig klanggewaltigen Beats von Produzenten wie Clams Casino, bescherte ihm einen der größten Hypes der letzten Saison. Nun darf der selbsternannte “Pretty Motherfucker” beweisen, ob er auch live den Vorschusslorbeeren und seinem Major-Deal gerecht wird.

Auch die Pittsburgher Wiz Khalifa und Mac Miller konnten in letzter Zeit durch ihre erfolgreichen Debütalben, zahlreiche Mixtapes und ihre unüberhörbaren Hit-Singles Black & Yellow bzw. Donald Trump für Furore sorgen. Neben der selben Heimat, teilen sie sich auch ähnliche Themen für ihre Songs, nämlich reichlich Gras, schöne Frauen und wilde Partys. Das tuen die beiden aber auf ihre jeweilige eigene und so sympathische Art, so dass man für ein Festival im Sommer kaum passendere Acts finden konnte.

Abseits dieser Rapper werden aus den Vereinigten Staaten aber auch noch weitere mehr oder weniger junge Herren die Fans beglücken. So darf man sich u.a. auf den, den Country Shit a la UGK und Outkast zurückbringenden Big K.R.I.T., der sich bisher sowohl in punkto Lyrics als auch Beats äußerst talentiert gezeigt hat. Auch die Oldschool-Legenden De La Soul und der stets maskierte MF Doom werden die Bühnen beehren.

Mit letzterem hat der aktuell gehypteste Deutschrap-Act ein Detail gemeinsam, eine Maske. Während sich Doom mit Metallgesicht präsentiert, ziert den vorderen Teil des Schädels von Cro ein Panda. Das hinderte ihn jedoch nicht im letzten Herbst das Video zum Hit Easy zu veröffentlichen, welches mittlerweile fast die 16 Millionengrenze geknackt hat.

Ähnlich erfolgreich, auch ohne Internet, waren es ihrer Zeit die Beginner. Nachdem die gemeinsame Arbeit die letzten Jahre auf Eis ruhte, gaben sie 2011 auf dem Berlin Festival ihren Comeback-Auftritt. Dieser zeigte, dass die Herren immer noch in der Lage sind, die Massen zu begeistern, so dass man auch beim Splash auf eine gute Show hoffen kann.

Für alle die es etwas schräger und abwegiger mögen, steht Deutschlands Marsianer Nummer 1, Marsimoto zur Verfügung. Auch er versteht es live zu überzeugen und dürfte das Gelände wieder in alle vereinendes Grün hüllen. Die deutsche Abteilung des Line-Ups ergänzen weiterhin Künstler wie der inoffzielle “Everybody’s Darling” der hiesigen Rap-Szene Motrip, die Selfmade-Label-Partner Kollegah und Favorite und als besonderes Schmankerl der Urvater des Sprechgesangs in unserer Sprache: Torch.

Wer nun nicht das ganze Wochenende Rap hören möchte, dürfte Gefallen an den Beat-Bastlern des Hi-Hat Clubs, dem Dubstep-Produzenten Skream oder dem Diplo-Switch-Gespann Major Lazer finden.

Insgesamt verspricht das Splash Festival eine musikalisch äußerst gelungen Veranstaltung zu werden, die so gut wie alle aktuell relevanten Facetten der Subkultur präsentiert. Man darf somit voller Vorfreude auf das Wochenende vom 6. bis zum 8. Juli blicken.

Das gesamte Programm findet sich hier, Karten können hier erworben werden. Nachfolgend ein paar Videos zur Einstimmung:

Köln: Electronic Beats Festival 2012

Mai 18th, 2012

Bereits in den letzten drei Jahren hat das Electronic Beats Festival eine attraktive Mischung aus Indie und elektronischer Musik präsentiert. Nachdem unter anderem Fever Ray, Phoenix und Gossip oder Animal Collective und Planningtorock fulminante Auftritte im Kölner E-Werk darboten, werden am 24. Mai freilich keine weniger bedeutenden Bands auf der Bühne stehen.

So darf man sich – neben The Hundred In The Hands und Citizens! – auf das immer stilvoll gekleidete britische Rockduo The Kills (Foto) freuen, dessen viertes Album Blood Pressures im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Des Weiteren werden die drei Schweden der Gruppe Miike Snow, die 2009 den Hit Black & Blue herausbrachten, ins E-Werk geladen sowie Austra, welche den Abend mit gefühlvoll, leicht düsteren Synthie-Tönen versorgen werden. Das Debütalbum Feel It Break des kanadischen Trios zählte zu den Überraschungserfolgen des vergangenen Jahres.

Da die Domstadt auch einen populären Entstehungsort für Electro und Techno-Produktionen markiert, kommt das Electronic Beats Festival nicht daran vorbei, die in Köln beheimateten Georg Conrad und Marius Bubat von COMA einzuladen. Diese sind neben auf dem lokalen Label Kompakt unter Vertrag und werden dem Festival einen guten Abschluss mit Technopop verleihen.

Der Vorverkauf findet sich hier.


The Kills Baby Says (Video)

Eugene McGuinness : Lion

Oktober 20th, 2011

[youtube zYuwmoFNH4g]

Vier Jahre ist es her, dass Eugene McGuinness dicke Sympathiepunkte sammelte, in dem er vor dem Computer verbrachte Nächte, unerledigte Aufgaben und seine Monsters Under The Bed besang. Ein sympathisch kreativer Slacker zum Knuddeln. Die Fenster aus denen wir blickten waren noch andere, die Straßenlaternen auch und die Bildschirme sowieso.

Der Brite veröffentlichte anschließend zwei Alben, dann kehrte Ruhe ein. Bis jetzt. Seine neues Lied Lion dürfte uns vielleicht einmal auf den Lippen liegen, wenn wir nun einmal des werktägigen Nächtens aus einer Bar stolpern. Das obige Video, vom namenhaften Pulse-Films-Duo ThirtyTwo (Dylan Southern und Will Lovelace) gedreht, wird dazu allerdings nicht vor dem geistigen Auge laufen. Zu vermeintlich künstlerisch, zu halb ironisch, zuviel unausgegoren ausgestellte Attitüde. Schade.

Das 2012 kommende EM-Album bei Domino landet aber im Hinterkopf. Lion gibt es für eine E-mail auf eugenemcguinness.net.

Leipzig : Jägermeister Wirtshaus Tour : Verlosung

September 26th, 2011

1986: Ein Collegeboy verunglückt in einer verregneten Nacht mit seinem heiß geliebten Ferrari Testarossa tödlich. 20 Jahre später feiert er seine Wiederauferstehung als zombiehafter französischer House-DJ und mit im Gepäck hat er nicht nur seinen roten Flitzer, sondern auch eine 12-Inch namens Teddy Boy. Mitgebracht hat Kavinsky aus den 80ern auch seine Vorliebe für Synthie-Sounds á la Knight Rider, die sich, kombiniert mit druckvollen Housebässen, ihren Weg durch die Nacht bahnen. Schier unaufhaltsam und ohne Rast treibt es Kavinsky so durch die Clubs und schließlich mit Daft Punk auf eine gemeinsame Tour. Neben Ed Bangers SebastiAn wird so auch CSS-Sängerin Lovefoxxx auf ihn aufmerksam und besteigt zu einem rasant-knisternden Duett Kavinskys Ferrari, um auf ewig in der Dunkelheit von Nightcall zu verschwinden.

Weniger mysteriös ist die Entstehungsgeschichte von Slagsmålsklubben. Als eines Tages The Solbrillers, aus dem schwedischen Norrköping, ohne ihren Sänger im Probenraum standen versuchten sich die übrigen Bandmitglieder an Spielzeug-Synthesizern und so war eben jener Sänger bald darauf ohne Job und eine neue Band gegründet. Wenig später wurde aus dem Trio ein Sextett und es folgte 2003 ihr Debütalbum Den Svenske Disco. Mit einer musikalischen Bandbreite zwischen einem aufgedreht-bunten Ecstasy-Trip und Game Boy-Sounds stürmten sie die Tanzflächen Schwedens und Europas. Neue Inspiration versprachen sich die Schweden in Berlin, wo sie bis zu diesem Jahr lebten. Zur Arbeit an ihrem vierten Album zog es die Jungs aus dem „Fight Club“ allerdings wieder zurück ins heimatliche Stockholm.

Am 6. Oktober werden in Leipzig Spielzeug-Synthies und Zombies vereint. Denn die Jägermeister Wirtshaus Tour hat es nicht nur geschafft Slagsmålsklubben in das Wirtshaus am Monarchenhügel zu locken, sondern auch den umtriebigen Kavinsky einzufangen, um ihn für eine Nacht zu bändigen.

Wer sich dieses elektronische Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte nachfolgend einen Kommentar hinterlassen und auf sein Losglück hoffen! Denn wir verlosen 1×2 Gästelistenplätze für die Veranstaltung. Weitere Informationen (und Plätze) gibt es auf das-wirthaus.de und der Tour-Facebook-Seite.


Kavinsky : Nightcall


Kavinsky : Pacific Coast Highway

Slagsmålsklubben : “Sponsored by Destiny

 

 

Bochum : Jägermeister Wirtshaus Tour : Verlosung

September 19th, 2011

2007 lernte die alternative Szene, die Generation Indie, plötzlich (wieder) zu harter Elektronik zu tanzen. Die Debütalben von Justice und Idealism von Digitalism erscheinen ebenso wie die Kitsuné Maison Compilation 4 und 5. Unter französischer Führerschaft brandet eine internationale Welle gleichsam von Techno wie von Rock- und Wave-Musik sozialisierter Künstler in den Clubs. Im Treibgut funkelnd: “Reaktor” vom britischen Duo autoKratz und “Happy Rabbit” von Breakbot.  Das eine ebenfalls ein Kitsuné-Export, das andere von Ed Banger herausgebracht. Von den euphorisierenden Livequalitäten der Ersteren lassen wir uns in den nächsten Jahren gleich mehrfach überzeugen.

Im letzten Sommer gelingt Thibaut Berland (Foto oben) dann gemeinsam mit dem Sänger Irfane ein Überraschungserfolg: “Baby I’m Yours” ist eines der besten Popstücke des Jahres, eingängig, funky, natürlich ein Millionentreffer bei Yotube. David Cox und Russell Crank haben da schon mit Animal samt den Hitauskoppelungen “Always More” und “Stay The  Same” ein erstes, komplettes Album bei Kitsuné vorgelegt und arbeiten längst schon am Nachfolger. Für Self Help for Beginners brechen sie dann im Juni 2011 mit dem französischen Trendlabel, begeben sich in den Schatten des Aufmerksamkeitsverdrängungswettbewerbs,  gründen selbst Bad Life und begrüßen den New-Order-Bassisten Peter Hook für das Stück “Becoming the Wraith” im Studio, covern als Randnotiz noch “Tempations” aus der Feder des Vorbilds und seiner Kollegen. Breakbot schickt derweil die neue Single “Fantasy” an den Start.

Diesen Donnerstag kann man beide nun in der Bochumer Traditionskneipe Tauffenbach erleben. Die Jägermeister Wirtshaus Tour wagt sich nämlich nach der entrückten Hamburger Sause erstmals in den westdeutschen Pott und pfercht Briten wie Franzosen auf die kleine Kneipebühne unter den Augen des goldenen Hirschen. Es bleibt also zu ergründen, wie viel Substanz vom Hype übrig geblieben ist.

Wir mutmaßen: Allerhand!, und verlosen deshalb noch 1×2 Gästelistenplätze für die Veranstaltung. Zur Teilnahme bitte nachfolgend einfach einen Kommentar hinterlassen und auf euer Losglück hoffen! Weitere Informationen (und Plätze) gibt es auf das-wirthaus.de und der Tour-Facebook-Seite.

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Breakbot : Baby I’m Yours (Video)

[youtube QQeYmDlNeHc nolink]
autoKratz ft. Peter Hook : Becoming the Wraith (Video)

[youtube Ef-twWN0CO4 nolink]
autoKratz : Stay the Same (Video)


autoKratz : Temptation (New Order Cover) (Stream)

Le Corps Mince de Françoise : Heute live im Magnet und Album zu gewinnen

September 16th, 2011

Le Corps Mince de Françoise, oder kurz: LCMDF, sind zwei junge Finninnen und Neu-Berliner Szenekennerinnen mit dem richtigen Händchen für guten elektronischen Pop. “Take Me To The Mountains”, “Future Me” oder “Gandhi” (Video unten) sind schnittige Hits für das heißgehörte Ohr. Die Fieberkurven ihrer Konzerte zeigen stets steil nach oben, Hipsterjungs schwitzen sich dort in der ersten Reihe glücklich. Noisey hat Emma und Mia kürzlich bei einem solchen gefilmt (siehe oben), heute Abend wartet nun der nächste Auftritt, gemeinsam mit den sehr empfehlenswerten Jungs von MIT und Fuck Art Let’s Dance, beim Introducing im Magnet Club, Berlin.

Zur Wochenendversüßung verlosen wir dazu passend noch einmal eine Ausgabe des aktuellen LCMDF-Albums Love and Nature. Wer seinem Losglück vertraut, sendet einfach eine E-mail mit Betreff “LCMDF” an verlosung@aufgemischt.com – viel Glück!

[vimeo 24833638 nolink]
LCMDF : Gandhi (Video)

Apparat : The Devil’s Walk : Albumstream

September 16th, 2011

Zuletzt waren Apparat bei der Noisey Party und auf dem Berlin Festival zu erleben, so langsam dürfte aber in gespannter Erwartungmit dem Füßen  gescharrt werden, steht die Veröffentlichung des neuen Apparat-Werks doch noch aus. Gemeinsam mit Simfy und ihrem Label Mute, wo The Devil’s Walk am 23. September erscheint, können wir euch nun fünf Stücke des Albums im Vorabstream präsentieren. Neben dem bereits bekannten “Song of Los” und “Black Water” sind das Eröffnungstück “Sweet Unrest”, “Goodbye” und “Candil de la Calle” ganz neu zu hören. Es handelt sich somit um die komplette A-Seite des Albums. Dazu gibt es das aktuelle Video zu “Black Water” zu sehen.



[vimeo 27726160 nolink]
Apparat : Black Water (Video)

HEALTH played a new song at IncubateHEALTH spielten ein neues Lied beim Incubate

September 14th, 2011

HEALTH toured Europe once again in the recent days, playing festival shows at Berlin Festival on Friday, among others. At yesterday’s final show at Dutch Incubate Festival a premier took place: the noise-electronic-rock act performed a new, yet unnamed song (watch the video below). Suddenly, there’s a melody not getting corroded or deconstructed. If you remember, that the other three members of the band didn’t even understand what singer Jake Duzsik was singing about, when their debut album was recorded in 2007, you might, but really only might, consider this track as “pop”, in the context of the previous HEALTH workings of course. Musically the new piece definitely tied to “USA Boys“. The excitement bar for their third and upcoming album,  the successor of Get Color does rise anyway.

Recently, HEALTH put out a cover of Pictureplane’s “Goth Star”:


HEALTH : GOTH STAR (Pictureplane Cover)

HEALTH sind derzeit auf Europatournee, spielten u.a. auch am Freitag beim Berlin Festival. Auf ihrer finalen Station beim niederländischen Incubate Festival gab es dann gestern aber eine Premiere: Die Noiseelektroniker spielen zum Ende ein neues, bislang namenloses Lied (oben im Video zu sehen). Plötzlich ist da eine Melodie, die nicht zerfressen bzw. dekonstruiert wird. Wenn wir bedenken, dass die restlichen drei Bandmitglieder Sänger Jake Duzsiks Texte noch nicht einmal verstanden, als 2007 ihr Debütalbum aufgenommen wurde, ist das hier fast, aber eben auch nur fast, “Pop”, im HEALTH-Kontext gesehen. Musikalisch knüpft das Lied vor allem an “USA Boys” an. Die Spannung auf das dritte Album, den Nachfolger von Get Color, hebt sich jedenfalls.

Zuletzt hatten HEALTH Pictureplanes “Goth Star” gecovert:


HEALTH : GOTH STAR (Pictureplane Cover)

Rückblick : Jägermeister WHT in Hamburg

September 7th, 2011


Die spannendsten Geschichten ereignen sich oftmals am Rande des eigentlichen Großen. Auch bei der Jägermeister Wirtshaus Tour in Hamburg war das nicht unähnlich. Während drinnen, in der Reiterkneipe (von außen spektakulär im Bauch einer Rennbahntribüne, von drinnen Schülerdiskoatmosphäre) das überwiegend junge Publikum sogar auf die Heizkörper geklettert war, um im prall gefüllten Raum Skrillex abzufeiern, erzählte uns ein Tourbandmitglied von The Toxic Avenger, wie aus Sonny Moore, dem ehemaligen Sänger der Hardcoreband From First To Last, Skrillex wurde: Simon Delacroix von der Band war bereits zuvor mit Moore befreundet, als dieser ihn beim einem USA-Besuch Delacroix’s von seinem Wunsch berichtete, ein Elektro-DJ zu werden. Der Franzose gab ihm die ersten Lehrstunden und ein halbes Jahr später war ein Monster geboren, das Hamburg anno 2011 an eine verschwitzte Grenzerfahrung führte. Die hier gezeigten Fotos sprechen für sich.

Einen genaueren Einblick wollte sich davon auch H.P. Baxxter, stets blondierter Sänger von Scooter, verschaffen. Weniger aufgeregend, aber dennoch gut war zuvor der Auftritt von Toxic Avenger geraten, die auf der Bühne aber noch einmal zulegen mussten, nachdem sie ein vorangegangenes Minigolftunier gegen ein BloggerInnenteam aus IsaNike, SaraJanos, Marcel und Thang nur knapp gewinnen konnten. Es war dennoch für alle ein ausgesprochen schöner Tag und der vielleicht intensivste Tourstop überhaupt. Danke Hamburg, Charlotte, Nele und Alex!

Am 29. September geht es mit Breakbot, autoKratz und vielleicht auch den netten Herren von der Theke (siehe Video ganz unten) in Bochum weiter.

Fotos: This Is Jane Wayne, Dragstripgirl, Electru, Sebastian Gabsch