EB Festival: Köln im Phoenix-Fever

Am Mittwoch noch im inoffiziellen neuen Berliner Dom, dem Berghain, gespielt, am Samstag, dann schon wieder im E-Werk in Köln beim Electronic Beats Festival. Die französische Band Phoenix war es, die die Bühnen rockte und den Electronic Beats den richtigen Schwung zum Feiern gab.

Die Zuschauer: Reserviert sieht anders aus

Die Zuschauer: Reserviert sieht anders aus

Vor ihnen konnten sich die Festival-Besucher jedoch erst mal mit den Filthy Dukes und Junior Boys beglücken, die ihre neuen Platten vorstellten (nur der Kölner Verkehr spielte nicht so ganz mit, leider verpasst. Soll aber gut gewesen sein). Anschließend dann Fever Ray. Sängerin Karin Dreijer Andersson, die Frontfrau des Duos The Knife, stach bei diesem Event noch mehr raus, als später Beth Ditto von Gossip. Denn ihr atmosphärischer, düsterer Stil zwischen Electronica und Gothic-Anleihen ist live schon eine Sache für sich. So kam es schon mal zu einer Gänsehaut – so düster war das Bühnenbild mit den 80er-Jahre-Lampenschirmen, die abwechselnd im Dunkeln leuchteten, sowie die vom Nebel umhüllte Karin.

Fever Ray, v.r.n.l.: Mitmusiker, Lampenschirm, Karin Dreijer

Fever Ray, v.r.n.l.: Mitmusiker, Lampenschirm, Karin Dreijer

Danach dann endlich: Bam bam! Das genaue Gegenteil von Fever Rays Auftritt und Musik: Phoenix! Eine gute Entscheidung war es, die zwei Hits „Lisztomania“ und „1901“ des neu erschienenden Albums „Wolfgang Amadeus Phoenix“ schon am Anfang zu spielen – so wurde die euphorische Stimmung des Publikums noch intensiver und hielt bis zum Schluss des Konzerts an. Eine gute Stimmung hat man auch bei dem Quartett aus Versaille selbst bemerkt, die sympathisch von der Bühne in die Menge blickten und sich mehrmals bei der Audienz bedankten, es sei doch so schön. War’s auch!

Phoenix: Volles Engagement

Phoenix: Volles Engagement

Kurz vor Ende der Show entschloss sich Sänger Thomas Mars, seiner Audienz noch einen Besuch abzustatten. Er sprang von der Bühne in die Masse und ging langsam hinein. Die Reaktion erinnerte einen dann an die Schlussszene von Patrick Süskinds „Parfum“ – jeder wollte ihn anfassen und ein Stück von ihm kosten.
Na ja, so krass war es dann doch nicht und Thomas ging unverletzt wieder auf die Bühne und brillierte weiter mit seinen Kollegen. Mit langem Applaus der Zuschauer, einem Lächeln und „Thank you! Merci beaucoup“ der Phoenix-Musiker, ging dieses gewohnt wunderbare Konzert zuende.

Von der Party-Stimmung, die bei Phoenix herrschte, rüber zu Gossip: Dort präsentierte sich Sängerin Beth Ditto lebhaft-energisch mit ebenfalls neuen Songs. Keine Scham, mit hautenger Kleidung aufzutreten; keine Scham, das Mikro ins Publikum zu werfen – so wünscht man sich das.

Gossips Beth Ditto: Eine tolle Sängerin, eine tolle Frau

Gossips Beth Ditto: Eine tolle Sängerin, eine tolle Frau

Kaum zu glauben, aber das Hochgefühl ging dann nach kurzem, entspanntem Aufenthalt im Biergarten noch weiter. Denn Simian Mobile Disco waren ja noch am Start. Und, wie immer: Toll! Wir können den September kaum abwarten, da erscheint nämlich ihre neue Platte. (Das Video zur Vorabsingle „10.000 Horses Can’t Be Wrong“ gibt es allerdings schon zu sehen.)
Fazit: Electronic Beats said: Party! And we said: Yeah! Schön war’s.

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Alle Fotos (c)Electronic Beats Festival.

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