Desire & Glass Candy in Berlin

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Vor ein paar Tagen, genauer am Donnerstag vor Halloween, erfreute sich Berlin eines “italienischen” Besuchs aus dem fernen Amerika. Italians Do It Better! Labelgründer und DJ Mike Simonetti war mit den Bands Desire und Glass Candy in der Stadt. Leider spielten sie aber kein öffentliches Konzert, sondern landeteten am Ende bei einer Mediaparty eines bekannten Bierproduzenten, rein kam nur, wer eingeladen wurde. Glass Candy war das leider erst kurz vor dem Auftritt bewusst geworden, woraufhin sie noch schnell ein paar Fans über Myspace einluden.

Wir waren mit von der Partie und fanden uns im Haus am Köllnischen Park wieder, wo die Künstler auf der Bühne am unteren Ende eines Konferenz-/Vorführungsaales vor ein paar Kunstinstallationen, die irgendwie an ein IKEA Entwurfsstudio erinnerten, spielen sollten.

Nach einem kurzen Set von Mike, einschließlich meines aktuellen Lieblingsremixes - Cut Copy’s Jackmaster Remix von “Back Down” von Munk -, kamen Desire mit Sängerin Megan Louise, Schlagzeuger Beats Natty und Bandkopf und Synthesizerspieler Johnny Jewel auf die Bühne. Obwohl die Umgebung bzw. Szenerie nicht so wirklich zu ihren zarten, verträumten englisch-französischen Disconummern passen wollte, war es am Ende doch ein sehr intimes, bereichendes Konzert, dass ich aber gerne nochmal in meinem kleinen, richtigen Klub erleben möchte.

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Nachdem Desire die Bühne verlassen hatten, kam Johnny wenig später wieder auf die selbige, um Ida No als Glass Candy, seiner ersten Band,  zu spielen. Was folgte, war schlicht und einfach der beste Auftritt, den die Band hier je gespielt hat. Diesmal vollführte Ida nicht nur ihre typischen Aerobic-Übungen auf der Bühne, sondern kramte auch die alten Punkrockposen aus den Anfangstagen der Band, damals in den 1990ern als sie noch keine Discomusik machten, hervor. Die Verbindung zum Publikum vor der Bühne hätte auch kaum besser sein können: Ida überließ der ersten Reihe für eine Minute das Mikro und bekam dafür rotes, herzförmiges Konfetti zum Tausch.

Mit Stücken wie “Candy Castle”, “Miss Broadway” und “Beatific” bewiesen Glass Candy sowieso, dass sie eine der besten, wenn nicht sogar die beste Discoband unserer Zeit sind, was zu einem gewissen Anteil auch daran liegen tut, dass hier alles echt ist und Johnny live noch jeden Beat von Hand spielt. Wie bereits gesagt, es war ein großartiges Konzert.

An dem Abend hat mir Ida auch verraten, dass Glass Candy sehr, sehr bald, nämlich schon im Februar, wieder auf Tour gehen werden, diesmal auch mit “richtigen” Konzerten und, was noch viel besser ist, einem neuen Album im Gepäck!

Schaut euch bitte einmal Mikes Italians Do It Better! Blog und ebenso den schönen Tour-Foto-Blog von Desire an. IDIB hat verkurzen auch einen neue 12″ rausgebracht und zwar vom Labelneuling T&K, hinter dem sich der Berliner DJ Kaos und der portugiesische Produzent Tiago verstecken. Wie auch die bisherigen Veröffentlichungen ist es ein super Werk geworden, alle Infos dazu hier. Und falls ihr Mike Simonettis Überarbeitung von Whitney Houstons aktueller Single, die wir hier vor einiger Zeit vorgestellt haben, noch nicht gehört haben solltet, holt es schnell nach. Es folgt eine Galerie vom Konzert:

PHOTOS: Elsa Thorp

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