
Erinnert ihr euch noch an die guten, alten Tage des Teenager-Daseins (oder verweilt ihr gerade noch in diesen)? Liebe und Sex waren ein noch mit unzähligen Erwartungen verhangenes Neuland, während im alten Kinderzimmer die Poster der Lieblingsbands die Tapete überwucherten. Man wusste kaum, was man da tat, aber man tat es mit größtmöglicher, ja bisweilen naiver Leidenschaft – von Hausaufgaben vielleicht einmal abgesehen. Victoria Legrand und Alex Scally alias Beach House aus Baltimore haben nun ein ganzes Album in der Reminiszens an diese seltsame Zeit aufgenommen.
Nachdem ihr Zweitling Devotion der Band die Türen so größeren Publikumsschichten auf der ganzen Welt eröffnet hatte, haben sich Beach House von eben jener wieder zurückgezogen und sich für guten einen Monat in einer Konvertitenkirche im Staat New York eingeschlossen, um ihr neues Werk aufzunehmen. Das Ergebnis ist Teen Dream, eines der wohl schönsten Alben anno 2010, bei dem ‘Norway‘ – der Song der vor kurzem die gesamte Blogosphäre in Entzücken versetzte – nur die Spitze des Eisbergs ist.
Als wir uns im Spätherbst in Berlin treffen, erspannt sich der Mikrokosmos des Albums und seiner Band dann auch dem entsprechend vom Internet und Twitter zum Unterschied zwischen Sex und Herumrummachen; von Handschriften, Sternzeichen und Telepathie zu Leaks und der Plattenindustrie und von frühmorgentlichen Bettgesprächen über MJs “Beat Video” zu Zebras. Ein Gespräch mit einer eindrucksvollen Sängerin und Hobby-Handleserin und ihrem männlichen Gegenüber, der entweder eine Banane mit einer Metallschere traktiert oder mir selbige anbietet, führt zielstrebig zur Reizüberflutung, zumal sich Alex anscheinend auch mindestens alle zwei Stunden um, weshalb es wohl sein Koffer ist, den er zurücklässt als er den Raum wieder betritt (und zu dem er nach dem Interview auch wieder zurückkehren wird).
ALEX: [kommt wieder herein] Hi! Entschuldige, uns hat der Jet-Lag etwas erwischt.
Ja, weiß ich schon. Habe es bei Twitter gelesen.
VICTORIA: Twitter? Twitterrific!
ALEX: [spielt mit einer Metallschere an einer Banane herum] Willst du diese Banane haben?
Nein, aber danke! Und jetzt seid ihr also herübergeflogen, um die Leute hier vom Kauf des neuen Albums zu überzeugen.
ALEX: Um sie dafür zu begeistern.
Das sind sie bereits. “Norway” wurde in so ziemlich jeden Blog dieser Erde gepostet.
VICTORIA: Das ist cool.
ALEX: Es ist wirklich cool zu sehen, wieviele Leute im Internet unseren Song mögen. Aber ich frage mich, ob die Leute wirklich Blogs lesen?
Die großen werden von tausenden Leuten pro Tag gelesen. Welchen liest du denn am liebsten?
VICTORIA: Hast du überhaupt einen Lieblingsblog?!
ALEX: Ich lese sie einfach. Ich habe vor kurzem entschieden, dass ich das Internet liebe und jetzt surfe ich einfach umher und lese alles.
Du hast dich vor kurzem dazu entschlossen, dass Internet zu lieben?
ALEX: Vor zwei Monaten.
Ziemlich spät.
VICTORIA: Ach komm schon, das ist gut so! Wir haben drei Alben und tauchen gerade erst in das Internet ein. Allerdings denke ich, es ist ungesund, im Internet zu sein. Letztendlich ist es so gut wie es schädlich ist.
Aber für Beach House ist es letztendlich gut?
ALEX: Wir waren ja schon immer eine Internet-Band. Wir waren nie im Radio oder Fernsehen präsent. Unsere gesamte kleine Karriere basiert darauf. [auf mein Moleskine schauend] Das sind aus wie meine Handschrift…
VICTORIA: Was ist dein Sternzeichen? Bist du ein Löwe?
Nein, ein Widder. Was bedeutet das eurer Meinung nach?
VICTORIA: Ich habe keine Ahnung. Da ihr die selbe Handschrift habt, dachte ich ihre wäret gleich, aber das seid ihr nicht!
ALEX: Möchtest du jetzt eine Banane haben?
Danke noch einmal, aber nein. Vielleicht ist das ja Telepathie. Ich mach das Notizbuch jetzt mal zu und du stellst meine nächste Frage selbst.
ALEX: Was bedeutet der Titel “Teen Dream”?
Nein, du enttäuschst mich gerade ein wenig. Aber wie wäre es mit: Wovon habt ihr als Jugendliche geträumt?
VICTORIA: Ich wollte jemanden, der sich in mich verliebt. Ich glaubte nicht daran, dass es passieren würde, aber ich hoffte darauf. Ich bin immer noch irgendwie unglücklich.
Warum?
VICTORIA: Ach, ich mach nur Spaß.
ALEX: She’s undateable.
VICTORIA: Zurück zu den Teenager-Träumen…
ALEX: Jugendliche wissen einfach nicht wirklich, was sie tun. Sie sind wie verrückt verwirrt von all ihren Gefühlen.
Und während man als Kind noch davon träumte ein Astronaut oder Feuerwehrmann zu werden, weiß man dann plötzlich nicht, was aus einem werden soll.
VICTORIA: Wenn du ein Kind bist, willst du ein Astronaut werden, aber während du ein Jugendlicher wirst, erkennst du, dass einfach im Universum verloren bist. Du bist in dich selbst verliebt und weißt es noch nicht einmal, weil du immer noch ein Kinder-Ego hast. Und dann verstehst du, dass du dich für die nächsten 15 Jahre nicht einmal mehr selbst kennen wirst. Ich fange gerade erst an mich selbst zu verstehen und das mit 28.
ALEX: Ein Teenager zu sein ist etwas sehr Intensives. Zum Beispiel wie man Dinge lieben kann; diese tiefe, leidenschaftliche, bedingungslose Liebe für einen bestimmten Künstler, ein Shirt oder für Dinge wie Poster oder Skateboards.
VICTORIA: Aber du kannst nicht wirklich Sex haben.
ALEX: Dafür macht ihr aber sehr heftig miteinander rum.
Das hat sich allerdings mit der Zeit etwas verändert.
VICTORIA: Nein, wenn du ein Erwachsener bist, hast du einfach Sex; du machst nicht mehr rum.
ALEX: Hör nicht damit auf!
VICTORIA: Man sollte wieder mehr miteinander rummachen! Also haben wir dieses Album gemacht.
ALEX: Es ist ein Rummach’-Album geworden und eines um sich aneinander zu reiben.
Sollten wir drei also gleich damit anfangen, da wir ja alle drei das Album bereits gehört haben?
VICTORIA: Du solltest mit was auch immer dir gefällt rummachen.
ALEX: Hier ist die Banane!
Wie nett von dir. Ich vermute, dass es das Verlangen nach dieser jugendlichen Leidenschaft war, das euch auf die abstruse Idee gebracht, sich für einen kompletten Monat selbst in einer Konvertitengemeinde einzuschließen, um dort ein Album aufzunehmen.
ALEX: Absolut. Das mit-sich-Alleinsein war sicherlich eines der Gefühle, die wir durch die Aufnahmen gefördert haben. Man kann ja dieses Gefühl: Du bist auf einer wilden Party und jeder ist super gut drauf. Auf einmal kommt diese eine bestimmte Person herein und alles ist vorbei; dieses Gefühl, dass du komplett und wunderbar in etwas aufgehst und es doch von jedem anderen zerstört werden kann. Diesem Gefühl sind wir über die Dauer des Schreibens und Aufnehmen immer weiter nachgegangen. Es war eine lange Zeit und da waren nur ich und sie mit ihrem Schlagzeuger.
Und euer Produzent Chris Coady.
ALEX: Er ist sozusagen unser Produzent, aber eigentlich sind wir irgendwie unsere eigenen Produzenten.
VICTORIA: Chris ist auf jeden Fall unser Produzent. Er hat uns bei diesem Album mit so vielen Dingen geholfen.
ALEX: Jedenfalls waren die Isolation und das Verschwinden zwei sehr wichtige Themen.
Die neuen Stücke sind noch intensiver als die früheren. “Teen Dream” klingt, wie sich ein nächtlicher Tauchgang durch ein Korallenriff mit nur einer kleinen Taschenlampe ausgestattet anfühlen muss – düster, schwer und bedrängend, aber zugleich auch ausgesprochen schön. Wie lange hat es gedauert diese Lieder zu machen?
ALEX: Vom ersten Ansatz eines Songs bis zu seiner Vollendung dauerte es mal zwei Wochen, mal sechs Monate. Wenn wir einen Song anfangen zu fühlen – und das ist immer ein sehr intensives Gefühl -, müssen wir ihn aufblasen ohne das Gefühl abzutöten. Manchmal braucht das sehr lange und man muss es beiseite packen und später dazu zurückkehren. “Norway” etwa entwickelt sich erst zu dieser komplett anderen Version nachdem wir es vollkommen zerrissen hatten, weil es sich einfach nicht richtig anfühlte.
VICTORIA: Das wahre Gefühl basiert hauptsächlich auf dem Fühlen selbst. Gott etwa fühlt sich nicht echt an.
ALEX: Wir nahmen “Norway” erstmals auf, als wir es akustisch in einem Zug vortrugen und spürten dabei all diese magischen Emotionen. Wir wollten das in eine elektronische Version übertragen, aber es geriet zu düster. Nach einiger Zeit fanden wir aber heraus, wie wir mit einer anderen Akkordfolge aber derselben Melodie die Energie erhalten konnten.
VICTORIA: Ich glaube, die Melodie war definitiv der zentrale Bestandteil.
ALEX: Das ist sie immer.
Also geht es am Ende doch nicht nur ausschließlich um Gefühle?
VICTORIA: Zu 80 Prozent schon, aber es ist auch viel Überlegung dabei.
ALEX: Es geht um Gedanken, aber sie dürfen niemals der Ausgangspunkt sein.
Dabei sind Gefühle doch sehr unstetig. Ein Song fühlt sich morgens anders an, als abends.
VICTORIA: Wir reden hier mehr von Intuition.
ALEX: Ich habe gerade diesen ziemlichen verrückten Gedanken: Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass ich die Morgenseite der Band bin und du die Nachtseite. Ich glaube, die Leute achten eher auf die Musik tagsüber und mehr auf die Texte während der Nacht.
VICTORIA: Nein, das ist doch lächerlich!
ALEX: Ich glaube ich bin gerade high auf Kaffee. Das ist meine siebte Tasse heute.
Wann bist du heute aufgestanden?
VICTORIA: Zuerst um 5.
ALEX: Wir hatten diese tolle Unterhaltung von 5 Uhr bis halb sechs. Ich sagte: “Ich habe dein Geräusch gehört. Bist du wach?”
VICTORIA: Nein, ich habe das zuerst gesagt. Es war wie bei Teenagern.
ALEX: Wir haben über diesen neuen Song gesprochen, an dem wir gerade schreiben, und sie sagte: “Dieser Teil erinnert mich an die Szene, wenn die Gangs in ‘Beat It‘ aufeinander treffen.” Ich meinte nur: “Worüber redest du überhaupt?”
Victorias Stimme kann Beach House wie eine größere Band klingen lassen. Wie ist es für dich mit ihr zu arbeiten, Alex?
VICTORIA: Du meinst meine Stimme wäre wandelbar? Cool.
ALEX: Ich bin einfach nur glücklich. Ich bin besessen von Stimmen; ich wünschte ich hätte eine schöne. Stimmen sind das Wichtigste und ich glaube, ich habe sie dazu bewegt, eine bessere Sängerin zu werden. Indem ich ihr zugehört habe und…
VICTORIA: Er ist unterstützend.
Dein liebster Kritiker also?
VICTORIA: Er kritisiert nicht.
ALEX: Ich bin eher ein Superfan.
VICTORIA: Wenn wir zusammen schreiben und ich etwas singe, von dem ich viel halte, ist es sehr wahrscheinlich, dass es Alex auch gefällt. Aber wenn es sich nicht richtig anfühlt, sagen wir uns das auch so.
ALEX: Das passiert aber nicht oft. Einer der Gründe, warum ich so glücklich bin, ist, dass es sehr selten ist, dass Victoria etwas mag und ich nicht.
Zusammenfassend habt ihr demnach ein telepathisches, aber dennoch diskursives Verhältnis zueinander.
VICTORIA: Wir überanalysieren nicht.
ALEX: Wir sagen uns nicht, was wir mögen und was nicht. Es geht mehr um fehlende Dinge wie: “Findest du nicht, da fehlt noch etwas, um es schneller zu machen?”
VICTORIA: Man kann etwas töten, wenn man zuviel darüber redet. Aber wir versuchen vieles. Bei diesem Album mussten wir uns später von vielen Arrangements wieder trennen. Bei jedem Song… [auf mein Moleskine tippend] Entschuldige, kann ich das hier als ‘Album’ benutzen?
Natürlich, fahre fort.
VICTORIA: Wir haben dafür gesorgt, dass sich nichts auf dem Album befindet, an das wir nicht glauben.
ALEX: Das ist die erste Platte, mit der ich zufrieden bin.
Du meinst rückblickend zufrieden oder zufrieden im Moment der Fertigstellung?
ALEX: Im Moment der Fertigstellung. Bei den anderen dachte ich noch: “Naja, der Song funktioniert nicht. [seine Bandparterin fängt an zu lachen] Der Song klingt scheiße.Oh man, das war eine schlechte Aufname!” [das Lachen wird lauter]
VICTORIA: Entschuldige, dass ich so sehr lache, aber das ist gerade wirklich lustig.
Da drängt sich die Frage auf, wie es denn ist, mit ihm zu arbeiten.
VICTORIA: “Whatever, let’s do it.” Nein, es ist gut. Wir gleichen uns gegenseitig sehr gut aus.
ALEX: Wir haben noch immer kein Geld bzw. das war das erste Album, für das wir etwas hatten.
VICTORIA: Warum bringt du jetzt das Geld ins Spiel?
ALEX: Weil wir es bei diesem Album richtig machen konnten. Bei den anderen hatten wir nur eine Woche im Studio für die Aufnahmen.
VICTORIA: Geld erkauft Zeit. Wir hatten mehr Zeit und auch Erfahrung diesmal. Tief in uns wussten wir, dass wir jene Alben brauchten, um dieses zu machen. Man lernt soviel durch devotion [Hingabe, nicht umsonst der Titel ihrer zweiten LP]. Am Ende zählen Erfahrung und Geld.

Man muss eine schlechte Beziehung gehabt haben, um eine gute wirklich genießen zu können.
ALEX: Man muss die Banane schneiden, bevor man sie essen kann.
VICTORIA: Ich denke, man muss einander hassen um zu lieben. Du brauchst die Armut um Kunst zu schaffen.
Damit wären wir bei einer der meist diskutiersten Thesen des Musikgeschäfts. Es wird immer Leute geben, die dir sagen, dass U2 etwa auch als Millionäre noch gute Alben machen können.
VICTORIA: Nun, ich glaube, das kann man tatsächlich schaffen, aber die eigentliche Frage dabei ist, ob man das Geld einem Genüge tun lässt.
ALEX: Es gibt eine Menge Künstler, die erfolgreich wurden und sehr gute Künstler blieben.
VICTORIA: Diese letzten echten Rockstars. Niemand, der heutzutage Musik macht, ist noch davon besessen, ein Rockstar zu werden. Es liegt an dir: Geld kann dich träge machen, wie es auch Beziehungen oder Essen tun. Im Grunde verwandelt dich alles, was dir Freude bereitet, in eine schreckliche Person. Es geht also nicht um Besitz, sondern um Vergnügung.
Wie fühlt es sich nun an, sein geliebtes Kind auf den kalten Markt zu werfen?
ALEX: OH, es [das Album] ist vor drei Wochen geleaked. Es fühlt sich jedenfalls großartig an. Wir sind uns ständig verändernde Künstler und wollen nach da draußen gehen, nicht einfach weiter machen. Wir sind glücklich darüber, dass die Leute jetzt über das Album reden können. Es geht voran. Nun können wir mit dem Touren und der Arbeit am nächsten Album beginnen.
VICTORIA: Für einen Moment tut es weh, wenn dein Album leaked, weil du soviel hineingesteckt hast und dann ist es auf einmal weg. Aber dieses Gefühl dauert nur für einen Tag an und dann akzeptierst du es und siehst die guten Seiten.
ALEX: Das passiert mittlerweile bei jedem Album und für uns ist das eigentlich nur gut, da wir schon immer eine Internetband waren. Jetzt reden die Leute dort über uns und kommen hoffentlich zu unseren Konzerten.
Was im Internet nur halb so gut wirkt, ist das Cover von Teen Dream. Beinahe eine komplett weiße Fläche, kann man darin doch das Wasserzeichen eines Zebras erkennen. Was war die Idee dahinter?
VICTORIA: Die Idee war es, ein minimales, geheimes Konzept zu verwenden, sodass das Artwork nicht die Musik erdrückt.
ALEX: Das wird wohl auch dämlich klingen, aber wenn man etwas von weit weg betrachtet, wird man nichts sehen. Und wenn man näher herangeht, erkennt man das Muster des faszinierendsten Tieres, das jemals existierte.
VICTORIA: Der Zauber der Täuschung.
ALEX: Ich bin besessen von Musik, in die man mit jedem Hören tiefer und tiefer hineintaucht. Alle meine Lieblingssong haben sich erst vollständig für mich entfaltet, nachdem ich sie zehn- bis fünfzehnmal gehört hatte. Es ist wohl unser Traum, dass Leute die selbe Erfahrung mit unserer Musik machen; dass sich ihnen bei jedem weiterem Mal Hören eine weitere Zeile, ein weiteres kleines Stück Musik erschließt bis sie irgendwann davon bessen sind. Pop funktionierte früher genauso, aber heutzutage will man, dass man es schon beim ersten oder vielleicht noch zweiten Hören versteht.
VICTORIA: Und dann erschließt es sich einem schon beim ersten Mal und danach gibt es einem nichts Weiteres mehr. Im Klub gehst du darauf ab, aber wenn du es danach hörst, fühlt es sich nach Bier und Zigaretten an.
Wie fühlt es sich dann an, als easy listening kategorisiert zu werden?
ALEX: Wer tut das?
VICTORIA: Wir wurden als easy listening eingeordnet?
Die Pressekopien des Albums waren es und, soweit ich weiß, auch anfangs ‘Norway’ bei iTunes*.
ALEX: Du erlaubst dir einen verdammten Scherz! Das müssen wir ändern, das ist wirklich blöd. [geht an seinen Laptop]
VICTORIA: Dafür wird jemand gefeuert.
Was ist es stattdessen?
ALEX: Es ist Poprock.
VICTORIA: Noch nicht einmal Rock! Es ist einfach Pop, wirklich. Eine Lektion, die wir durch dieses Album gelernt haben: Du kannst niemanden vertrauen! Das ist einfach faul. Wir sind nicht mal akustische Folkmusiker, dazu ist es zu schwer.
ALEX: Es ist challenging listening.
Tut mir leid, dass unser Interview jetzt so enden musste. Warum sprechen wir nicht über etwas Schönes zum Schluss? Wie wäre es mit der Liebe?
VICTORIA: Liebe? Das einzige interessante an ihr ist es, Liebe zu machen.
ALEX: Ich glaube sie ist um einiges komplexer als zurückgeblieben. Sie ist eine harte und sehr schmerzhafte Angelegenheit, aber nicht schön.
VICTORIA: Dafür kann man viele Leute zur selben Zeit lieben, wenn auch auf unterschiedliche Weise.
Beach House “Teen Dream” wird am 19. Februar 2010 bei Bella Union / Cooperative Music / Universal erscheinen; Rezension folgt. Die Band wird Ende Februar, Anfang März für mehrere Konzerte nach Deutschland kommen.
*Derzeit wird “Alternative” als Genre des Songs angegeben.
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