Interview: Monarchy

monarchyKaum jemand hat uns in letzter Zeit derart fasziniert wie Britanniens aufsehneregendes, aber geheimes Popdou Monarchy, die uns mit fantastischen Popsongs der großen Gesten und dem süßlich-berauschenden Beigeschmack des Geheimnisumwobenen für sich gewannen. Eigentlich sollten sie heute auch ihren ersten Auftritt überhaupt in der Hoxton Square Bar & Kitchen in London spielen, doch statt in Ost-London aufzuschlagen, flog die Band in die USA, um ihren Pressemanager James Penycate zu zitieren: “They’ve been flown out to states to work with a couple of megastars.”

Da steht also noch größeres bevor. Bis dahin gibt es aber erstmal ihre Debütsingle Black The Colour Of My Heart / Gold In the Fire als 7″ beim ohnehin geschätzten Neon Gold Label, die für den 1. Februar ansteht (Vorbestellung sind via Pure Groove hier möglich). Wir wiederum haben deshalb unser Raumschiff mit ein paar Fragen beladen und in die unbekannte Galaxie* geschickt, in der solch kosmische Musik gemacht wird. Das kam zurück:

Was hat euch dazu inspiriert, Monarchy zu gründen?
Wir haben uns nicht wirklich dazu entschieden, Monarchy zu starten. Es erwählte uns einfach nach einer Reihe willkürlicher Zufälle. Vielleicht ist es unser Geburtsrecht oder Schiksal, oder vielleicht eine angeborene Krankheit oder die Konstellation der Sterne – wie auch immer es passierte, am Ende haben wir ohne bewussten Gedanken angefangen als Monarchy Musik zu machen.

Was ist eure höchste moralische Maxime?
Sich selbst treu zu Bleiben. Wenn du dir selbst und deinen tiefsten Gefühlen gegenüber ehrlich bist, nimmt alles andere seinen Lauf.

Wer ist eure historische Lieblingsperson?
Dschingis Khan.

Was ist euer liebstes InstrumentWas ist euer liebstes Instrument / eure liebste Anwendung?
Protools. Es ist zugleich auch unser unliebste Anwendung. Mikrophone kommen uns auch ganz gelegen.

Was ist euer Lieblingsgeräusch?
Der Klang von implodierenden Galaxien einige Millionen Lichtjahre entfernt, bei dem sich das Strahlenspektrum in hörbare Frequenzen transponiert wird. Das klingt abgefahren. Weißes Rauschen kommt dem sehr nahe.

Was war die erste Musik, die ihr jemals gehört habt?
Der Klang der in der Dunkelheit pulsierenden Gebärmutter unserer Mutter, die uns warm hielt und nährte. Seitdem war alles nur noch ein Kampf.

Was seht ihr, wenn ihr euch gegenseitig in die Augen blickt?
Uns selbst.

Als Experten des Verborgenen, was sind eure liebsten Halloween-/Faschingskostüme?
Wir tragen keine Kostüme.

Seit ihr als Band demokratisch organisiert oder ist einer des anderen Sonnenkönig?
Wir haben unsere eigene Form der Demokratie beruhend auf unseren Persönlichkeiten und der Art, wie wir miteinander umgehen.

Wenn MONARCHY die Welt beherrschen würden, was würde sich im Vergleich zu jetzt ändern?
Weniger Apathie, weniger Bürokratie, höhere Bildung und individuelle Erkenntnis und Freiheit. Die heutige Demokratie ist eine Farce, sie ist tot, eine Fassade von Gleichheit, die seit Jahrzehnten ausgehöhlt wurde bis nur noch die Hülle übrigblieb.

Welchen Song eines anderen Künstlers hättet ihr gerne geschrieben?
Da gibt es so viele, aber “I’m Not In Love” von 10CC fällt mir gerade ein.

Nach einer Dekade, in der vielfältige Musikgenre koexistierten; welche Musik wird nun die 2010er Jahre dominieren?
Ich vermute kostenlose Musik wird sehr beliebt sein.

…und werden die Briten jemals aufhören ihre Monarchie zu lieben?
Ja, zur selben Zeit, in der Frieden auf der Erde herrscht.

*Wir wissen, dass einige Leute bereits das frühere Projekt der Band aufgedeckt haben, aber warum sollte man ein solches Konzept hier schon jetzt einreißen?

spielen dort Britanniens aufsehneregende, aber geheime Popband Monarchy

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