The XX live im Berliner Astra

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Obgleich der NME The XX zum Ende des vorletzten Jahres schon als eine der „bands to watch out for next year“ betrachtete, konnte niemand den raketenhaften Aufsteig der Londoner Minimalisten anno 2009 vorausahnen.

Jetzt, im Januar 2010, trieb es die – nunmehr – drei Freunde bereits zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres nach Berlin. Doch dieser Abend sollte ein besonderer werden, denn The XX spielten gleich zwei Konzerte im ausverkauften Astra. Die Eröffnung bestritten Trailer Trash Tracys, welche ebenso pragmatisch, doch deutlich weniger charmant ihre Songs präsentierten. Das wohlgesonnene Publikum wartete sowieso nur auf die Band des Abends.

Ganz in Understatement gekleidet betraten die erst 19-jährigen Jungspunde die Bühne. Nach einem kurzen Moment des Innehaltens durchfluteten sie mit ihrem eingängigen „Intro“ und dem folgenden „Crystalized“ den Raum mit einer ergreifenden Wärme. Das Publikum erstarrte in Emotionen und Verletzlichkeit und wurde auch bis zum Ende nur einige Male, von härteren, aber gut platzierten Beats, aus dieser Traumwelt entführt. Nichts schien die Harmonie zwischen Romy, Oliver und Jamie stören zu können. Mit gewohnt blindem Verständnis wandelten sie durch ihre Songs. Die einzige Zugabe des doch recht kurz geratenen Konzerts bestand  aus „Stars“ und dem begleitenden Sternenhimmel, der sich hinter der Bühne auftat.

Innerlich um mehre Grad erwärmt entließen The XX daraufhin das Publikum in die eiskalte Berliner Nacht, um sich auf den zweiten Teil ihres Konzertabends vorzubereiten.

Noch bis heute Abend, 21 Uhr, kann man sich die Klangskulptur der Band im Berliner .HBC anschauen, allerdings fällt die Präsentation recht spartanisch und lieblos aus und sollte am besten nach Sonnenuntergang besucht werden.

FOTOS: Christoph Paul

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