Archive for the ‘Berlin’ Category

aufgemischt! präsentiert : Nordic By Nature Night

20:30

Berlin steht die nächste Woche über ganz im Zeichen der Berlin Music Week. Berlin Festival, Popkomm und zahlreiche andere Veranstaltungen werden die Hauptstadt für ein paar Tage rastlos machen. Ein ganz besonderer Abend findet direkt am Mittwoch im Magnet Club statt, wenn die Damen von Nordic by Nature insgesamt elf(!) unterschiedliche Bands und DJs aus Skandinavien zusammenbringen, um die Vielfalt des Nordens voll zur Geltung kommen lassen. Soviel Diversität, Geschmack (und auch Mut) an einem Abend war zuletzt selten zu erleben!

Wir verlosen 2×2 Karten unter allen Kommentaren auf Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com) und stellen nachfolgend die wichtigsten Künstler kurz vor.

IKONS sind die vielleicht beste skandinavische Rockband und Dauergast auf dieser Seite. Optisch können die sieben Schweden -wie oben zu sehen- Brusthaar in allen Dichtestufen plus wahrlich galaktischer Visualisierungen bieten, musikalisch sind sie das wummernde Echo fremder Galaxien; ein wärmendes Rauschen im Raum-Zeit-Kontinuum, ein Feuerstrahl, der sich durch die Welten bricht. Es sei zum besseren Verständnis an ihre Videos “Africa” und “Slow Light” erinnert.

Marcus Price ist ein hervorragender Botschafter des Schwedischen und gehört sicherlich zur Crème de la Crème der hiesigen Hip-Hop-Szene. Mit seinem Jugendprojekt Fattaru heimste er noch als Minderjähriger gleich zwei schwedische Grammies, mittlerweile beherrscht er die komplette Clubklaviatur, beweist Humor (siehe das Video “Bubblegum“) oder schürft tief im Bassgrund (man höre “Mat Bira Kvinnor Weed“). Seine Beats sind in jedem Fall hoch infiziös. U.a. zählt er Diplo zu seinen Fans.

Sleep Party People: Hallo Donnie Darko! Brian Batz und seine fünf Mitstreiter kommen sehenswerter Weise in Hasenkostümen auf die Bühne und präsentieren hörenswerter Weise bisweilen tieftrauigen Weirdopop in Slow Motion, der vor allem reichlich Gefühlschaos evoziert. Made in Denmark.

Die Neue Mythologen (DJ) sind eigentlich ein Nebenprodukt der Pistol Disco, in Wahrheit aber ein entfesseltes Naturgewalt. Ihre Remixe, egal ob von R’n’B- und Hip-Hop-Größen wie Soulja BoyMissy Elliot und R. Kelly oder von Service-Labelkollegen wie Ikons und Embassy, pflügen direkt durch die menschlichen Glieder. Man höre “Deutsch-Afrikanische Freundschaft“.

Außerdem mit dabei – live: die schwedische Piano-Pop-Nachwuchshoffnung Edda Magnason, Zebra and Snake aus Finnland, die Norweger von Tôg, Dänemarks Chimes and Bells, sowie als DJs: die umtriebigen This Is Head, die Techno-House-Connaisseure von Am Track, die Lokalmatadore von Get Wavey, der Karrera Klub und natürlich Nordic by Nature persönlich, deren neuestes Mixtape nachfolgend zu hören ist.

Nordic by Nature – Berlin, Alles Ist Möglich (Sept mix) by Nordicbynature on Mixcloud

Verlosung : Apparat & Dancing Pigeons in Berlin

16:31

Am Freitag beginnt in Berlin die IFA, die Messe für Unterhaltungselektronik und dergleichen. Für die kulturelle Unterfütterung sorgt dabei u.a. das Konzertvideodokumentationsportal Noisey. Von uns bereits mehrfach vorgestellt und eine der ersten Anlaufstellen im Netz, wenn man von jungen neuen Bands aus aller Welt gleich alles erfahren, hören und sehen möchte, verknüpft die Seite doch überwiegend hochwertige Konzertmitschnitte mit umfangreichen Hintergrundberichten.

Für das Konzert am Samstag an (vorerst) geheimer Stelle wurden mit Apparat durchaus ungewöhnliche Gäste gewonnen, versucht sich Sascha Ring samt neu gewonnen Kollegen doch auf dem neuen Album The Devil’s Walk (Veröffentlichung am 23. September bei Mute) an der Entfernung vom Laptopsound und der Auflösung klassisch elektronischer Strukturen im vollen Bandgewand. Wie sich das anhört und wie Liberty Wilson sich die dazu passende Visualisierung vorstellt, demonstriert das Video zu “Black Water” (unten zu sehen). Ausgewählte DJs und die Kathedralelektropopper Dancing Pigeons, erst vor kurzem famose Überraschungsgäste beim Berliner Konzert von Crocodiles und Comanechi, komplettieren das Programm.

Wir werden in den nächsten Tagen noch einiges zu Apparat bieten können (ein Interview und exklusive Streams), für heute bzw. Samstag haben wir aber erstmal 2×2 Karten für das Konzert. Hinterlasst uns einfach einen Kommentar auf Facebook (Alternative eine E-mail mit Betreff “Apparat” an verlosung@aufgemischt.com) und hofft auf euer Losglück (welches wir euch natürlich von Herzen wünschen)!

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Berlin Festival 2011 : Jetzt noch Tickets gewinnen

10:36

Nach Sicherheitsproblemen und daraus resultierenden Programmverkürzungen fiel das Fazit zum Berlin Festival im letzten Jahr -trotz zahlreicher guter Auftritte- durchmischt aus, eine Zugabeveranstaltung musste die Gemüter besänftigen. Nun steht für den 9. und 10. September das Berlin Festival 2011 -wie immer- auf dem wundervollen Flughafen Tempelhof an und Punkt-für-Punkt erarbeiten wir, warum sich ein Besuch lohnt und verlosen auch noch kurzfristig zwei Karten.

  • Dicker Fisch: Die Beginner (Foto oben) spielen ihren ersten regulären Auftritt seit 2004(!)* nicht etwa bei der Hip-Hop-Bastion Splash! Festival oder ähnlichen Aushängeschildern, sondern in Berlin. Dafür gibt es natürlich einen Headlinerslot. Mit Public Enemy einerseits und Kraftklub und Casper andererseits, gibt es darüberhinaus namenhafte Genreunterstützung von Spitze und Basis der Alterspyramide (und Geschmacksskala). Die zunächst noch angekündigte Odd Future Wolf Gang bleibt leider doch daheim.
  • Zeitreise: Primal Scream kommen nach Berlin, um ihr tatsächlich epochales Album Scremadelica in voller Länge und Lautstärke aufzuführen. Suede hingegen suchen ohne Bernard Butler das “Animal Nitrate” vergangener Tage. HEALTH, Waters und The Black Angels schürfen wiederum nach der musikalischen Urgewalt des Rock, alle auf ihre Weise, alle unglaublich gut dabei.
  • Konstanz: Auf Gang of Four anno 2010 folgen die nicht minder anspruchsvollen und noch immer hochdynamischen Wire, auf Robyn Santigold und auf Fatboy Slim LFO. Das hohe Gut der Diversität bleibt in allen Nuancen erhalten.
  • DJ Hell, Diplo (mit dem wir bei der neulichen Mercedes Benz FW noch stundenlang im Berliner Sommerregen feierten), Mount Kimbie, Boys Noize, Hercules and Love Affair (sowie Andy Butler solo), Kruder & Dorfmeister, Bag Raiders Jimmy Edgar, Pantha Du Prince… Elektronisch ist so ziemlich jede Richtung vertreten, Bands wie Battles und The Rapture sollten einem ebenfalls in die Glieder fahren. Mit James Blake beginnt das Festival am Freitagnachmittag um 14 Uhr obendrein zünftig.
  • Einmal um die Welt: CSS und vor allem Buraka Som Sistema bieten musikalische Einblicke und Anreize außerhalb des westlichen Duktuses. Zach Condon’s Beirut tragen gleich die ganze Erdkugel in ihren Instrumentenkasten.
  • Das Sicherheits- und Bühnenkonzept wurde überarbeitet, statt um die Ecke in die begrenzte Hangarhalle gedrängt, kann sich das Publikum nun frei auf die Flughafenfläche verteilen und bleibt durch das große Dach fast komplett trocken (und wir hoffen, dass an den Dachkanten entsprechend vorgesorgt wird). Der Eingang erfolgt zudem über den U-Bahnhof Paradestraße.
  • Statt über einen Zeltplatz kann man in diesem Jahr des Nächtens gen Kreuzberg streifen, auf dem Arena-Gelände geht die Party mit den vier Lokalitäten des Club XBerg‘s weiter. Das Berlin Festival orientiert sich somit an anderen großen europäischen (Innen-) Stadtfestivals. (Achtung, für das Festival Programm und den Club gibt es sowohl Kombi- als auch Einzelkarten!)

 

Das gesamte Line-up (mit allen unseren Empfehlungen als fette Hervorhebung) findet ihr unten (Bitte beachtet, dass alle kursiv hervorgehobenen Acts nur im Club XBerg spielen!), ebenso den Festival-Trailer. Eine Playlist mit 30 KünstlerInnen gibt es bei simfy, weitere Informationen auf berlinfestival.de. Blieben noch die 1×2 zu verlosenden Gästelistenplätze! Wir bitten dafür um einen Kommentar bei Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com), am Ende entscheidet das Los – viel Glück! Die Plätze sind leider, leider schon weg! In den Kommentaren finden sich Links zu unseren weiteren aktuellen Verlosungen.

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Line-up:
A-Trak, Alex Winston, Aloe Blacc, Apparat Band, Austra, Bag RaidersBattles, Beginner, Beirut, Berlin BatteryThe Black Angels, The Bloody Beetroots Death Crew 77, Boy George & Marc Vedo DJ-Set, Boys Noize, Boysnoize Records Special, Brodinski, Andy Butler DJ-Set, Buraka Som Sistema, Casper, Clap Your Hands Say Yeah, CSS, Daniel WangdEUS, Diplo, Discodromo, The Drums, Dry the River, FeadzFirefox AKFlorrie, Gesaffelstein (live), G.I. Disco, Greco-Roman Special, Headman pres. Relish Special, HEALTH, DJ Hell, Hercules And Love Affair, Housse de Racket, James Blake, Jimmy Edgar, Kraftklub, Kruder & Dorfmeister, Last Days of 1984, LFO, Mogwai, Mount Kimbie, Mr. Oizo, The Naked And Famous , Oh Land, Pantha Du Prince, Public EnemyPrimal Scream present Screamadelica, Rainbow Arabia, The Rapture, Relish Recordings Special, Remmidemmi, Retro Stefson, Santigold, Skrillex, Suede, Tune-Yards, WatersWire, Yelle, Yuksek

*Dazwischen gab es in sieben Jahren nur vier Konzerte zu besonderen (karitativen) Anlässen.

Verlosung : The Hidden Cameras in Berlin

20:49

Mit einem großen Konzert im Berliner Heimathafen Neukölln feiern The Hidden Cameras am Samstag, den 3. September, ihr zehnjähriges Bestehen. Wir empfehlen zu erscheinen und verlosen passender Weise Plätze.

Am Anfang war das Debüt Ecco Homo, am Ende ein Remix von den Pet Shop Boys und irgendwo dazwischen der Auftritt vor Münchener Fußballkulisse beim Abschiedsspiel von Mehmet Scholl. Seit einer Dekade bringen Joel Gibb und seine The Hidden Cameras nun queeren Spaß und Sex sowie allerlei Zwischentöne an die denkbarsten und undenkbarsten Orte für selbige. Nun beschließen sie in Gibbs Teilzeitheimat Berlin die Tour zu ihrem fünften und aktuellem Album Origin:Orphan. Das Ende ist dabei keinesfalls in Sicht und mit dem Remixadelung von “Colour of a Man” durch die Pet Shop Boys (unten zu hören, via Electronic Beats) ist längst noch nicht alles gesagt, es erwarten die Gäste zahlreiche Überraschungen, neues Material und ein Joel Gibb, der mit jedem Jahr besser aussieht, mag er im aktuellen Video zu “Do I Belong?” (Videostill oben, unten zu sehen) auch noch so oft herumgeschubst werden.

Empfehlenswert ist zudem das Vorabprogramm: Michelle Gurevich, Tochter russischer Exilanten aus dem kanadischen Toronto, neuerdings Wahlberlinerin, und zu jeder Zeit Kopf von Chinawoman. Während sich vor dem geistigen Auge ein Weltkarte entfaltet, dringt diese Stimme in das Ohr; desillusioniert und gereizt wie keine zweite, verloren im Nichts klassisch-dualistischer Geschlechtszuordnungen und sicherlich Michelles größte Stärke. Fast erdrückt sie die kaum weniger eindringlichen Kompositionen der eigenständig veröffentlichten Alben, die wie Konzentrat den Blues alter Meister zwischen Cohan und Doors in das 21. Jahrhundert herüberretten. Laut Tourbeschreibung handelt es sich bei Michelle wiederum um eine Seeking Russian Bride, die Stil in Berlin zum Interview getroffen hat.

Moutique lädt also zum Konzert von The Hidden Cameras und Chinawoman – wir verlosen noch (per Los) 2×2 Gästelistenplätzen unter allen Kommentaren. Kurz getippt und viel Glück!

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The Hidden Cameras : Colour of a Man (Pet Shop Boys organic mix)

Berlin : Wochenendplaner : Weggeblitzt

15:43

Das geht ja gut los, dieses Wochenende! Nämlich heute, am Donnerstag, vorgezogen zusagen, und als ob die Feiergöttinnen ihr Füllhorn über der Spree ausgeleert haben. Rein ins Getümmel!

Donnerstag: Für das heutige Konzert Teleport im Rahmen des Krake Festivals sind unsere Verlosungsplätze leider schon weg. Für The Field, Emika, Three Trapped Tigers u.w. lohnt es sich aber auch den nicht allzu großen Eintritt im Festsaal Kreuzberg zu zahlen.

Ein Hort der Kreativen ist bekanntlich das Berghain. Nun wurde dort ein weiterer Raum des alten Heizkraftwerks erschlossen: Das Erdgeschoss Kubus des bietet bis zum 26. August der Gruppenaustellung ALLE -Worker’s Pearls Raum. Heute beginnt bei um 19 Uhr die Vernissage, ab 22 Uhr geht es bei freiem Eintritt (bis Mitternacht, danach 5€) mit einer Party in der Panoramabar weiter. U.a. werden Rummelsnuff, Shambhu & The True Love und Brett Knacksen zugegen sein.

Ebenfalls gratis gelangt man heute zu einem gemeinsamen Konzert der gleichsam fantastischen Hundreds und When Saints Go Machine. Allerdings gilt beim Finale des Levi’s Print Workshop in der Alten Münze: first come, first serve.

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Hundreds : Let’s Write The Streets (Video, live)

Freitag: Eine neue Ausgabe von Introducing steht an. Aus Knoxville, Tennessee, reisen dafür Royal Bangs an. Vor mehr als anderthalb Jahren noch im Westgermany zu sehen, nehmen sie nun mit ihrem zweiten Album Flux Outside die Bühne des Magnet Clubs. Die fesselnde Verschmelzung von Noiserock und Electronica wird begleitet von Auftritten der Wolf People, Freedom or Death’s und DJ-Sets.

Das skandinavische Wochenendprogramm bieten hingegen die Stockholmer Discopopper Montauk bei der Scandinavian Disco im Roten Salon der Volksbühne.

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Royal Bangs : War Bells (Video)

Samstag: Kleine Rückblende in das Vorjahr: Glass Eights, das Debütalbum von John Roberts (Foto), war einer der Platten des Jahres im Sektor ‘Deep House’. Plötzlich war dieser wieder wirklich deep, simpel wie flamboyant zugleich, konnte sowohl zärtlich als auch kräftig sein. Heute legt der in Berlin lebende US-Amerikaner und Dial-Records-Künstler mit seinen Labelkollegen Pawel und CNX im Horst KRZBRG auf.

Wer lieber einschneidende Gitarrenerfahrungen präferiert, wird kaum am Festsaal Kreuzberg vorbeikommen: Hier spielen u.a. Crocodiles und Comanechi eine sicherlich brodelnde Show. Das Sizarr Soundsystem bittet außerdem zum Tanz. Und wir verlosen ja auch noch Karten dafür.

Außerdem verabschiedet man sich im Backyard mit u.a. Salto Mortale von Christina Aguilera (Partylink), währenden die empfehlenswerten Thieves Like Us im Picknick aufspielen. Und unsere Freunde von Acid Washed lassen einmal kurz die Arbeiten an ihrem neuem Material ruhen, um euch zu Grillen und Musik ins Bravo (Auguststraße 69) einzuladen.

Das nachmittägliche Warm-up besorgt das Über Lebenskunst Festival an der Spree: Auf dem Dach des HKW findet bei freiem Eintritt die Fahrraddisko (“Vom Hedonisten zum Hometrainer”) mit Pilocka Krach, Sven Dohse (es regt sich Bar25-Gefühl…), den Gebrüdern Teichmann u.a. statt. Klingt doch spaßig, oder?

[youtube yvujuGLI23Y nolink]
John Roberts : Glas Eights (Track)

Berlin : Krake Festival 2011 (Verlosung)

14:28

Der hauptstädtische Festivalreigen reißt nicht ab, in dieser Woche bittet u.a. das Krake Festival, eine Veranstaltung für experimentelle Tanzmusik, von Montag bis Sonntag zu ingesamt sechs Nächten in unterschiedlichen Clubs und Konzerträumen Berlins. Unter den zahlreichen KünstlerInnen finden sich Kreative wie der Glitch-Vorreiter Oval, der Neuzeitfunker Jimmy Edgar, I.D.M.-Legende Chris Douglas alias O.S.T. alias Dalglish und der kompromisslos raue Berliner-Dubstep von HECQ.

Die vielleicht interessanteste Festivalveranstaltung findet aber am Donnerstag unter dem Namen Teleport im Festsaal Kreuzberg statt. Den Vorsitz übernimmt dabei der Schwede Axel Willner alias The Field, der vielleicht schon Stücke seines gerade angekündigten neuen Albums Looping State of Mind (24. Oktober via Kompakt). Aufgenommen hat der Ambient-Techno-Riese das Werk in Köln im verheißungsvollen Bestreben, einen noch breiteren und kontrastreicheren Sound zu entwickeln. Das dürfte sehr gut zu den Klangbauten der Three Trapped Tigers passen. Die Londoner Robotroniker gehören zum derzeit Besten der Noise-Math-Rock-Zunft und bieten der Öffentlichkeit mit schön gestalteten Videos immer auch wieder auch ansehnliche optische Anreize (das neue, von Garth+Ginny dirigierte Werk “Noise Trade” gibt es unten zu sehen).

Ebenfalls geborene Britin, ist Emika mittlerweile nach Berlin übergesiedelt, wo sie mit annähernd 4 GB Field-Recordings aus dem Berghain das akustische Fundament für die Ostgut-Ton-Kompilation Fünf legte. Zuvor war die Single Drop the Other bei Ninja Tune erschienen, wo am 30. September auch ihr Debütalbum folgt. (Der Vorbote “Count Backwards” ist vielversprechend und deshalb unten zu sehen.) Die weiteren Gäste sind der japanische 8-Bit-Künstler Shigeru Isihara alias DJ Scotch Egg und der Neu-Berliner Weirdo-Popper Rudi Zygadlo, dessen neue Picture-Music-EP Achtung! mit dem Stück”Variously Made Men” heute vorab online gestellt wurde (siehe unten). Dazu bieten die DJs der (erneut) im Berghain beheimateten Reihe Leisure System (ebenfalls ein Label) einen Einblick in ihre Musikarchive. Teleport ist im Übrigen ein Showcase der Bookingagentur LittleBig.

Wir verlosen 1×2 Gästelistenplätze für den Abend unter allen Kommentaren, die ihr uns nachfolgend hinterlasst. Viel Glück!

Montag, Roter Salon: Oval (live), Klaus Beyer (live), Alexander Spree (live), Adam Weishaupt (DJ)

Mittwoch, Dromoscope Berghain Kantine: Dadub (DJ), ØE (live), Maesia (live), MDF (live), Plaster + Lasal (live), Orgon (Visualisierungen)

Donnerstag, Festsaal Kreuzberg: The Field (live), Emika (live), Three Trapped Tigers (live), Rudy Zygadlo (live), DJ Scotch Egg, Leisure System DJs

Freitag, Suicide Circus: Mika Vainio (live), Legowelt (live), Global Goon (live), EOD (live), Ultra Feep Field (live), Mixmaster Morris (DJ), Headnoaks (DJ), Egoshooter (DJ), Missaw (DJ), DJ Flush, Krake Boys (DJ)

Samstag, Suicide Circus: Jimmy Edgar (live), Redshape (DJ), Bola (live), Bill Youngman (live), Hubble (DJ), Bleed (DJ), Area Boy (DJ), Feelaz (DJ), Transforma (Visualisierungen)

Sonntag, Chez Jackie: Hecq (live), Badun (live), Dalglish (live), Sofus Forsberg (live), Lars From Mars (live), Huron (live), Axiom (DJ), Sarge Grafx (Visualisierungen)

[youtube N5nmP5xv0lE nolink]
Three Trapped Tigers : Noise Trade (Video)

[youtube VTyrPr1z5BI nolink]

Emika : Count Backwards (Video)


Rudi Zygadlo : Variously Made Men


Jimmy Edgar : Hot, Raw, Sex

Berlin : Michelberger Music Mystery Festival

06:00

Gestern vor zwei Jahren eröffnete an der Friedrichshainer Warschauer Straße das Michelberger Hotel. Gut angebunden und zudem unweit eines großen Labelhauses gelegen, ist man in Berlin schnell zur wohl beliebtesten Adresse für internationale und nationale KünstlerInnen auf der Durchreise geworden. In schöner Regelmäßigkeit treten die illusteren Gäste und Einheimische auch im Innenhof oder akustisch im -Café auf. Retro Stefson etwa baten zur Gruppengymnastik, Norman Palm setzte sich ans Piano. Und schon vor seiner Eröffnung hatte das Gebäude mit bunt besetzten Baustellenparties (hier eine Galerie von damals) in das (Szene-) Leben gefunden.

An diesem Wochenende wollen die HotelmacherInnen da anknüpfen. Drei Tage lang lockt das Michelberger Music Mystery Festival in den Osten. Karten gibt es bereits zu kaufen, ein schönes Maskottchen namens Biggus Hairus gibt es auch, einzig und allein das Programm bleibt der Öffentlichkeit bis zum Schluss und dem Veranstaltungsnamen entsprechend vorenthalten. Da hilft nur Vertrauen.

Berlin : Fin de Siècle x Gatto Fritto, Toby Tobias

14:47

Kosmisch, Italo, nordisch: Die heutige bzw. morgige Veranstaltung Fin de Siècle im :// about blank macht Berlin für einen Tag zum Mekka für sämtliche Disco-Spielarten. Während wir noch im Unklaren darüber sind, welche Zeitrechnung hier eigentlich dekadent zelebriert und vollendet wird, verspricht eine Labelauswahl von renommierten Namen wie Full Pupp, International Feel und Smalltown Supersound Großes. Verantwortlich für die geschmackvolle Zusammenstellung sind Paramida und Katovl Menovsky.

Neben Lokalmatadoren wie Grizzly, Emil Doesn’t Drive, The Rimshooters, Franz Underwear und 22Rockets (aus der unweit gelegenen Renate) bitten sie etwa Gatto Fritto zum Katerfrühstück ans Ostkreuz. Der Brite hatte im Frühling sein namenloses Debütalbum veröffentlicht und schon damals waren wir hin und weg angesichts dieses hypnotischen Weltraumtraums. Ihm zur Seite steht die Landsmänner Toby Tobias und Edit-Spezialist Psychemagik. Dazu gesellt sich eine größtenteils nach Berlin übergesiedelte skandinavische Phalanx, bestehend aus Chmmr, Telephones von Prins Thomas’ Label Full Pupp und, allen voran, Rune Lindbæk, einer der Speerspitzen von Smalltown Supersound.

Die nachfolgende Musikauswahl sollte eure Geschmacksknospen endgültig erweichen. Crystalmafia sorgen ebenfalls wieder für eine aufregende Performance.

[youtube sUDMJsOJeMQ nolink]

[youtube iTuYF0h1XLM nolink]


Chmmr : Kanke Faux Alt Du Peker Paa (Telephones Remix)


Paula Cole : Feelin’ Love (Psychemagik Reem Mix)


Toby Tobias : Rough and Ready Mix Jan 2011 (Download)


Grizzly : Edits From Outer Space (Mix)


Franz Underwear : Ganzo Mix IV (Download)


PARAMIDA vs. KATOVL MENOVSKY PROMO MIX 2011 (Download)

Verlosung : Berlin : Crocodiles & Comanechi

12:38

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Eine ganz besondere Konzertpaarung erwartet die geneigten BerlinerInnen am 20. August im Festsaal Kreuzberg, wenn zwei hierzulande (zu Unrecht) eher unbeachtete Bands aufeinander treffen. Die Crocodiles spielten zumindest im Juli beim Melt! (Foto: Christoph Paul) (und beim Montreux Jazz Festival, aber das liegt ja nicht in Deutschland). Auf ihren zwei Fat-Possum-Alben amalgamieren sie gekonnt Shoegazer- mit Punker-Posen, ernste Minen mit Alan-Vega-Sehnsuchtsphantasien. Und wäre der Hall, kein akustischer Effekt, sondern ein Accessoire, würde ihn der modische Sänger Brandon Welchez sich wohl am Körper festnähen wollen. Das sieht also ganz gut aus insgesamt und hört sich noch viel besser an.

Aus London stoßen Akiko Matsuura und Simon Petrovitch alias Comanechi dazu. Der Bandname ist im Gegensatz zu Akiko nicht wirklich japanisch, stattdessen musste eine erfolgreiche rumänische Kunstturnerin leicht abgewandelt dafür herhalten. Daheim in Großbritannien waren Comanechi in so ziemlich allen großen Magazinen vertreten (und ausnahmsweise können wir dem ehemals hyperventilierenden NME für seine 9/10-Albumbewertung mal keine Übergeschnapptheit attestieren) und wir fühlten uns selten so jung und aufgekratzt, wie an jenem Tag, als wir die Vorabauskoppelung “Mesmerisings Fingers” aus dem Debütalbum Crime of Love bei Merok (Klaxons, SALEM, Blondes) besprachen. Damals war Akiko bereits Schlagzeugerin von The Big Pink, Mitglied bei PRE und Nacktmodell für Richard Kern. Neuerdings erklärte sie MTV Canada auch die kürzlichen Londoner Unruhen (bei denen auch Merok über 2.000 Tonträger im abgebrannten Sony/PIAS-Lager verlor) und sprang bei A Grave With No Name ein. In Berlin dürfte sie hingegen von der Bühne springen und den Saal mit männlichen Pheromonausdüstungen füllen. Auch schön.

Zudem lässt DJ Marles Chanson aus dem Vice-Team seine Platten rotieren (bzw. Mp3s erglühen).

Einen Link zum Kartenerwerb für die Veranstaltung findet ihr unten (wie gesagt, gerade nach London könnten die Bands und Labels das Geld durchaus brauchen …), mit etwas Losglück könnt ihr aber auch je eines von zwei Kartenpaaren (2×2) gewinnen, in dem ihr uns nachfolgend einen Kommentar hinterlässt. Viel Glück!

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Wochenendplaner : Berlin : Allerlei

18:57

Wer nicht beim Secret Island Nation Festival in Schweden oder beim Jenseits von Millionen weilt oder sich aus Angst vor dem erneut eingekehrten Regen zuhause zwischen Spandau und Köpenick vergräbt, der mag vielleicht an diesem Wochenende etwas erleben. Tanzen, Geist und Geld befreien, sich als BloggerIn ausgeben und Eindruck schinden etc. Hier das gewährende Programm dazu. Bitte, Danke.

Donnerstag: Wie bereits erwähnt, beginnt heute das Puschenfest im Festsaal mit Washed Out, Yacht und Star Slinger. Ersterer hat nun einen Mix zur Verfügung gestellt, der vielleicht auch noch die letzten Zögerlichen umstimmen könnte – unten zu hören.

Gleichzeitig eröffnet aber auch das ebenfalls zweitägige Endorcism Festival im King Kong Klub. Das dortige Line-up umfasst C V L T SDream Boat und Jef Barbara sowie DJ-Sets von u.a. xorzyzt, eine insgesamt also etwas düstere Abendgestaltung.

Freitag: Die Festivals vom Vortag gehen in Runde zwei, die Lokalitäten bleiben die selben, nur diesmal spielen Polvo, Chad VanGaalen, Oneida und Suuns bzw. Light AsylumMushy und Drugs For Drunks auf. Ideal also für alle die LA vor kurzem noch im Chez Jacki verpasst hatten.

Der anschließende Höhepunkt wird dann am Alex präsentiert: The Magician legt im What?! mit viel- bzw. behändiger Unterstützung auf. Wir verlosen noch immer Karten für die Veranstaltung.

In der Kreuzberger Soju Bar ist DJ Alex vom Voices Collective mit Johnny Chingas zugegen; Londoner Untergrunddisco deluxe im japanischen Ambiente also.

Samstag: Eine ganz feine Melange hat sich da im Picknick zusammengetan. Auf der einen Seite Matias Aguayo und sein Label Cómeme aus Chile, auf der anderen Greco-Roman, unser liebstes Label zwischen London und Berlin. Unterm Strich bedeutet das ein Liveauftritt von Aguayo (mittlerweile zum globalen Star gereift) selbst, den allerersten Deutschlandabstecher des britischen Soundtüftler Dam Mantles (aktuelles Video “Not A Word” unter zu sehen) überhaupt, ein exklusives DJ Set von niemand geringerem als Gold Panda und weitere von u.a. den südamerikanischen House-Frontfiguren Ana Helder und Diegors. Unser Tagestipp, der zwischen Melancholie und Euphorie in ihren jeweils schönsten Ausprägungen schwelgen sollte.

Eher deftiger wird es da im Backyard zugehen. Curry Rotweiss heißt eine hiesige neue Veranstaltungsreihe, den basslastigen Lokalkolorit präsentieren zunächst Cinthie, bekannt von ihren verschwitzten Sets in der Villa, Brax Moody von unseren Local-Suicide-Freunden und schließlich Sven Weizenegger, besser bekannt als Heldenbrand (Stichwort: U-Bahn-Spontanparties). Das sich selbst unter den drei DJs sogenannte Zugezogene finden, werten wir als Wink mit dem ironischen Zaunpfahl, trotz Berliner-Rabatts an der Tür. Und es wird tatsächlich auch Currywurst angeboten.

Wer es verpasst hat, Traxx am letzten Samstag zu seinem 40. zu gratulieren, kann es jetzt zumindest nachtragen: Der Sir legt mit Hunee bei dessen eigener Nacht in der Soju Bar auf. Für Traxx wird es der vorerst letzte Auftritt anno 2011 sein.

[youtube 67iTTv24cik nolink]


Local Suicide : FRIEDRICHSKREUZ MENSA – LIVE AT BERGHAIN KANTINE (DJ SET 06/2011) (Download)

(Foto: “Confetti” ADoseOfShipBoy, CC)