Archive for the ‘Aktuelle Konzerttipps’ Category

Splash! Festival 2012

10:12

Wenn im Sommer wieder die Festival-Saison ansteht, dann ist für viele deutsch Hip Hop-Fans ein Termin schon fest eingeplant: das Splash Festival. Hier zu Lande gibt es wohl kaum eine Rap-Veranstaltung die in Sachen Popularität und Bekanntheit mit dem Event in Gräfenhainichen konkurrieren kann. Da dass Splash dieses Jahr sein 15. Jubiläum feiert, wurde angekündigt, dass man diesmal ein besonders qualitatives Line-Up aufstellen wollte. Nun, da die meisten Acts bereits bereits angekündigt wurden, kann man den Organisatoren durchaus zum Gelingen dieses Vorhaben gratulieren. So wurden für das Wochenende vom 6. bis zum 8. Juli eine ganze Reihe interessante Künstler gebucht, die den Gästen vor den Bühnen und in den Zelten durchaus Freude bereiten dürften.

Der wahrscheinlich renommierteste Name, der Ferropolis zu dieser Zeit einen Besuch abstatten wird, ist Nas. Ein ganz unbelastetes Verhältnis zum Festival hat er zwar nicht, vielen ist noch die äußerst kurzfristige Absage von 2005 im Gedächtnis, jedoch trat er 2010 erfolgreich mit Damian Marley auf, so dass man drauf hoffen kann, den für Klassiker wie Illmatic verantwortlichen MC auch dieses Jahr mit einer guten Show erleben zu können. Bei dieser dürfte er dann auch weitere Einblicke in sein neues Album Life Is Good geben, welches diesen Sommer endlich erscheinen soll.

Natürlich treten nicht nur alte Idole auf, sondern auch die Helden der neuen Generation. Zur Speerspitze dieser gehört dank des einschlagenden Erfolgs seines Mixtapes LiveLoveA$ap auch A$AP Rocky. Seine einzigartige Mixtur aus Trill Shit made in the Dirty South, klassischem Harlem-Gepose, Marke Dipset, seinem Faible für Betäubungsmittel aller Art und die verträumten und gleichzeitig klanggewaltigen Beats von Produzenten wie Clams Casino, bescherte ihm einen der größten Hypes der letzten Saison. Nun darf der selbsternannte “Pretty Motherfucker” beweisen, ob er auch live den Vorschusslorbeeren und seinem Major-Deal gerecht wird.

Auch die Pittsburgher Wiz Khalifa und Mac Miller konnten in letzter Zeit durch ihre erfolgreichen Debütalben, zahlreiche Mixtapes und ihre unüberhörbaren Hit-Singles Black & Yellow bzw. Donald Trump für Furore sorgen. Neben der selben Heimat, teilen sie sich auch ähnliche Themen für ihre Songs, nämlich reichlich Gras, schöne Frauen und wilde Partys. Das tuen die beiden aber auf ihre jeweilige eigene und so sympathische Art, so dass man für ein Festival im Sommer kaum passendere Acts finden konnte.

Abseits dieser Rapper werden aus den Vereinigten Staaten aber auch noch weitere mehr oder weniger junge Herren die Fans beglücken. So darf man sich u.a. auf den, den Country Shit a la UGK und Outkast zurückbringenden Big K.R.I.T., der sich bisher sowohl in punkto Lyrics als auch Beats äußerst talentiert gezeigt hat. Auch die Oldschool-Legenden De La Soul und der stets maskierte MF Doom werden die Bühnen beehren.

Mit letzterem hat der aktuell gehypteste Deutschrap-Act ein Detail gemeinsam, eine Maske. Während sich Doom mit Metallgesicht präsentiert, ziert den vorderen Teil des Schädels von Cro ein Panda. Das hinderte ihn jedoch nicht im letzten Herbst das Video zum Hit Easy zu veröffentlichen, welches mittlerweile fast die 16 Millionengrenze geknackt hat.

Ähnlich erfolgreich, auch ohne Internet, waren es ihrer Zeit die Beginner. Nachdem die gemeinsame Arbeit die letzten Jahre auf Eis ruhte, gaben sie 2011 auf dem Berlin Festival ihren Comeback-Auftritt. Dieser zeigte, dass die Herren immer noch in der Lage sind, die Massen zu begeistern, so dass man auch beim Splash auf eine gute Show hoffen kann.

Für alle die es etwas schräger und abwegiger mögen, steht Deutschlands Marsianer Nummer 1, Marsimoto zur Verfügung. Auch er versteht es live zu überzeugen und dürfte das Gelände wieder in alle vereinendes Grün hüllen. Die deutsche Abteilung des Line-Ups ergänzen weiterhin Künstler wie der inoffzielle “Everybody’s Darling” der hiesigen Rap-Szene Motrip, die Selfmade-Label-Partner Kollegah und Favorite und als besonderes Schmankerl der Urvater des Sprechgesangs in unserer Sprache: Torch.

Wer nun nicht das ganze Wochenende Rap hören möchte, dürfte Gefallen an den Beat-Bastlern des Hi-Hat Clubs, dem Dubstep-Produzenten Skream oder dem Diplo-Switch-Gespann Major Lazer finden.

Insgesamt verspricht das Splash Festival eine musikalisch äußerst gelungen Veranstaltung zu werden, die so gut wie alle aktuell relevanten Facetten der Subkultur präsentiert. Man darf somit voller Vorfreude auf das Wochenende vom 6. bis zum 8. Juli blicken.

Das gesamte Programm findet sich hier, Karten können hier erworben werden. Nachfolgend ein paar Videos zur Einstimmung:

Köln: Electronic Beats Festival 2012

10:29

Bereits in den letzten drei Jahren hat das Electronic Beats Festival eine attraktive Mischung aus Indie und elektronischer Musik präsentiert. Nachdem unter anderem Fever Ray, Phoenix und Gossip oder Animal Collective und Planningtorock fulminante Auftritte im Kölner E-Werk darboten, werden am 24. Mai freilich keine weniger bedeutenden Bands auf der Bühne stehen.

So darf man sich – neben The Hundred In The Hands und Citizens! – auf das immer stilvoll gekleidete britische Rockduo The Kills (Foto) freuen, dessen viertes Album Blood Pressures im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Des Weiteren werden die drei Schweden der Gruppe Miike Snow, die 2009 den Hit Black & Blue herausbrachten, ins E-Werk geladen sowie Austra, welche den Abend mit gefühlvoll, leicht düsteren Synthie-Tönen versorgen werden. Das Debütalbum Feel It Break des kanadischen Trios zählte zu den Überraschungserfolgen des vergangenen Jahres.

Da die Domstadt auch einen populären Entstehungsort für Electro und Techno-Produktionen markiert, kommt das Electronic Beats Festival nicht daran vorbei, die in Köln beheimateten Georg Conrad und Marius Bubat von COMA einzuladen. Diese sind neben auf dem lokalen Label Kompakt unter Vertrag und werden dem Festival einen guten Abschluss mit Technopop verleihen.

Der Vorverkauf findet sich hier.


The Kills Baby Says (Video)

Leipzig : Jägermeister Wirtshaus Tour : Verlosung

13:33

1986: Ein Collegeboy verunglückt in einer verregneten Nacht mit seinem heiß geliebten Ferrari Testarossa tödlich. 20 Jahre später feiert er seine Wiederauferstehung als zombiehafter französischer House-DJ und mit im Gepäck hat er nicht nur seinen roten Flitzer, sondern auch eine 12-Inch namens Teddy Boy. Mitgebracht hat Kavinsky aus den 80ern auch seine Vorliebe für Synthie-Sounds á la Knight Rider, die sich, kombiniert mit druckvollen Housebässen, ihren Weg durch die Nacht bahnen. Schier unaufhaltsam und ohne Rast treibt es Kavinsky so durch die Clubs und schließlich mit Daft Punk auf eine gemeinsame Tour. Neben Ed Bangers SebastiAn wird so auch CSS-Sängerin Lovefoxxx auf ihn aufmerksam und besteigt zu einem rasant-knisternden Duett Kavinskys Ferrari, um auf ewig in der Dunkelheit von Nightcall zu verschwinden.

Weniger mysteriös ist die Entstehungsgeschichte von Slagsmålsklubben. Als eines Tages The Solbrillers, aus dem schwedischen Norrköping, ohne ihren Sänger im Probenraum standen versuchten sich die übrigen Bandmitglieder an Spielzeug-Synthesizern und so war eben jener Sänger bald darauf ohne Job und eine neue Band gegründet. Wenig später wurde aus dem Trio ein Sextett und es folgte 2003 ihr Debütalbum Den Svenske Disco. Mit einer musikalischen Bandbreite zwischen einem aufgedreht-bunten Ecstasy-Trip und Game Boy-Sounds stürmten sie die Tanzflächen Schwedens und Europas. Neue Inspiration versprachen sich die Schweden in Berlin, wo sie bis zu diesem Jahr lebten. Zur Arbeit an ihrem vierten Album zog es die Jungs aus dem „Fight Club“ allerdings wieder zurück ins heimatliche Stockholm.

Am 6. Oktober werden in Leipzig Spielzeug-Synthies und Zombies vereint. Denn die Jägermeister Wirtshaus Tour hat es nicht nur geschafft Slagsmålsklubben in das Wirtshaus am Monarchenhügel zu locken, sondern auch den umtriebigen Kavinsky einzufangen, um ihn für eine Nacht zu bändigen.

Wer sich dieses elektronische Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte nachfolgend einen Kommentar hinterlassen und auf sein Losglück hoffen! Denn wir verlosen 1×2 Gästelistenplätze für die Veranstaltung. Weitere Informationen (und Plätze) gibt es auf das-wirthaus.de und der Tour-Facebook-Seite.


Kavinsky : Nightcall


Kavinsky : Pacific Coast Highway

Slagsmålsklubben : “Sponsored by Destiny

 

 

Bochum : Jägermeister Wirtshaus Tour : Verlosung

21:48

2007 lernte die alternative Szene, die Generation Indie, plötzlich (wieder) zu harter Elektronik zu tanzen. Die Debütalben von Justice und Idealism von Digitalism erscheinen ebenso wie die Kitsuné Maison Compilation 4 und 5. Unter französischer Führerschaft brandet eine internationale Welle gleichsam von Techno wie von Rock- und Wave-Musik sozialisierter Künstler in den Clubs. Im Treibgut funkelnd: “Reaktor” vom britischen Duo autoKratz und “Happy Rabbit” von Breakbot.  Das eine ebenfalls ein Kitsuné-Export, das andere von Ed Banger herausgebracht. Von den euphorisierenden Livequalitäten der Ersteren lassen wir uns in den nächsten Jahren gleich mehrfach überzeugen.

Im letzten Sommer gelingt Thibaut Berland (Foto oben) dann gemeinsam mit dem Sänger Irfane ein Überraschungserfolg: “Baby I’m Yours” ist eines der besten Popstücke des Jahres, eingängig, funky, natürlich ein Millionentreffer bei Yotube. David Cox und Russell Crank haben da schon mit Animal samt den Hitauskoppelungen “Always More” und “Stay The  Same” ein erstes, komplettes Album bei Kitsuné vorgelegt und arbeiten längst schon am Nachfolger. Für Self Help for Beginners brechen sie dann im Juni 2011 mit dem französischen Trendlabel, begeben sich in den Schatten des Aufmerksamkeitsverdrängungswettbewerbs,  gründen selbst Bad Life und begrüßen den New-Order-Bassisten Peter Hook für das Stück “Becoming the Wraith” im Studio, covern als Randnotiz noch “Tempations” aus der Feder des Vorbilds und seiner Kollegen. Breakbot schickt derweil die neue Single “Fantasy” an den Start.

Diesen Donnerstag kann man beide nun in der Bochumer Traditionskneipe Tauffenbach erleben. Die Jägermeister Wirtshaus Tour wagt sich nämlich nach der entrückten Hamburger Sause erstmals in den westdeutschen Pott und pfercht Briten wie Franzosen auf die kleine Kneipebühne unter den Augen des goldenen Hirschen. Es bleibt also zu ergründen, wie viel Substanz vom Hype übrig geblieben ist.

Wir mutmaßen: Allerhand!, und verlosen deshalb noch 1×2 Gästelistenplätze für die Veranstaltung. Zur Teilnahme bitte nachfolgend einfach einen Kommentar hinterlassen und auf euer Losglück hoffen! Weitere Informationen (und Plätze) gibt es auf das-wirthaus.de und der Tour-Facebook-Seite.

[youtube 6okxuiiHx2w nolink]
Breakbot : Baby I’m Yours (Video)

[youtube QQeYmDlNeHc nolink]
autoKratz ft. Peter Hook : Becoming the Wraith (Video)

[youtube Ef-twWN0CO4 nolink]
autoKratz : Stay the Same (Video)


autoKratz : Temptation (New Order Cover) (Stream)

CSS auf Tour : Karten für Hamburg zu gewinnen!

09:58

Ihre Befreiung, La Liberación, zelebrierte die brasilianische Band CSS (Cansei de Ser Sexy) vor kurzem auf ihrem gleichnamigen neuen und dritten Album (in Deutschland bei Cooperative Music erschienen). Der Abschied von Sub Pop als Label wird damit wohl nicht gemeint sein, vielmehr die Heimkehr in das heimatliche São Paulo, die kreative Ideen nicht nur bei der energetischen Sängerin Lovefoxxx freisetzte. Allen voran die Auskoppelung “Hit Me Like A Rock” demonstriert die wiedergewonnene Spielfreude, wenn auch auf reduzierterem, entspanntem Tempo. Bobby Gillespie von Primal Scream ließ sich jedenfalls zu einem Duett hinreißen. Auch Ratatat sind auf La Liberación zu hören. Mittlerweile sind CSS aber längst wieder in der Welt unterwegs und spielen dieser Tage vier Konzerte in Deutschland, einschließlich eines Auftritts beim Berlin Festival.

Wir verlosen 2×2 Karten für das morgige Konzert im Knust, Hamburg, unter allen Kommentaren auf Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com).

CSS live:
04.09. Hamburg, Knust
07.09. Köln, Gebäude 9
09.09. Berlin Festival
10.09. München, 59:!

aufgemischt! präsentiert : Nordic By Nature Night

20:30

Berlin steht die nächste Woche über ganz im Zeichen der Berlin Music Week. Berlin Festival, Popkomm und zahlreiche andere Veranstaltungen werden die Hauptstadt für ein paar Tage rastlos machen. Ein ganz besonderer Abend findet direkt am Mittwoch im Magnet Club statt, wenn die Damen von Nordic by Nature insgesamt elf(!) unterschiedliche Bands und DJs aus Skandinavien zusammenbringen, um die Vielfalt des Nordens voll zur Geltung kommen lassen. Soviel Diversität, Geschmack (und auch Mut) an einem Abend war zuletzt selten zu erleben!

Wir verlosen 2×2 Karten unter allen Kommentaren auf Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com) und stellen nachfolgend die wichtigsten Künstler kurz vor.

IKONS sind die vielleicht beste skandinavische Rockband und Dauergast auf dieser Seite. Optisch können die sieben Schweden -wie oben zu sehen- Brusthaar in allen Dichtestufen plus wahrlich galaktischer Visualisierungen bieten, musikalisch sind sie das wummernde Echo fremder Galaxien; ein wärmendes Rauschen im Raum-Zeit-Kontinuum, ein Feuerstrahl, der sich durch die Welten bricht. Es sei zum besseren Verständnis an ihre Videos “Africa” und “Slow Light” erinnert.

Marcus Price ist ein hervorragender Botschafter des Schwedischen und gehört sicherlich zur Crème de la Crème der hiesigen Hip-Hop-Szene. Mit seinem Jugendprojekt Fattaru heimste er noch als Minderjähriger gleich zwei schwedische Grammies, mittlerweile beherrscht er die komplette Clubklaviatur, beweist Humor (siehe das Video “Bubblegum“) oder schürft tief im Bassgrund (man höre “Mat Bira Kvinnor Weed“). Seine Beats sind in jedem Fall hoch infiziös. U.a. zählt er Diplo zu seinen Fans.

Sleep Party People: Hallo Donnie Darko! Brian Batz und seine fünf Mitstreiter kommen sehenswerter Weise in Hasenkostümen auf die Bühne und präsentieren hörenswerter Weise bisweilen tieftrauigen Weirdopop in Slow Motion, der vor allem reichlich Gefühlschaos evoziert. Made in Denmark.

Die Neue Mythologen (DJ) sind eigentlich ein Nebenprodukt der Pistol Disco, in Wahrheit aber ein entfesseltes Naturgewalt. Ihre Remixe, egal ob von R’n’B- und Hip-Hop-Größen wie Soulja BoyMissy Elliot und R. Kelly oder von Service-Labelkollegen wie Ikons und Embassy, pflügen direkt durch die menschlichen Glieder. Man höre “Deutsch-Afrikanische Freundschaft“.

Außerdem mit dabei – live: die schwedische Piano-Pop-Nachwuchshoffnung Edda Magnason, Zebra and Snake aus Finnland, die Norweger von Tôg, Dänemarks Chimes and Bells, sowie als DJs: die umtriebigen This Is Head, die Techno-House-Connaisseure von Am Track, die Lokalmatadore von Get Wavey, der Karrera Klub und natürlich Nordic by Nature persönlich, deren neuestes Mixtape nachfolgend zu hören ist.

Nordic by Nature – Berlin, Alles Ist Möglich (Sept mix) by Nordicbynature on Mixcloud

Verlosung : Apparat & Dancing Pigeons in Berlin

16:31

Am Freitag beginnt in Berlin die IFA, die Messe für Unterhaltungselektronik und dergleichen. Für die kulturelle Unterfütterung sorgt dabei u.a. das Konzertvideodokumentationsportal Noisey. Von uns bereits mehrfach vorgestellt und eine der ersten Anlaufstellen im Netz, wenn man von jungen neuen Bands aus aller Welt gleich alles erfahren, hören und sehen möchte, verknüpft die Seite doch überwiegend hochwertige Konzertmitschnitte mit umfangreichen Hintergrundberichten.

Für das Konzert am Samstag an (vorerst) geheimer Stelle wurden mit Apparat durchaus ungewöhnliche Gäste gewonnen, versucht sich Sascha Ring samt neu gewonnen Kollegen doch auf dem neuen Album The Devil’s Walk (Veröffentlichung am 23. September bei Mute) an der Entfernung vom Laptopsound und der Auflösung klassisch elektronischer Strukturen im vollen Bandgewand. Wie sich das anhört und wie Liberty Wilson sich die dazu passende Visualisierung vorstellt, demonstriert das Video zu “Black Water” (unten zu sehen). Ausgewählte DJs und die Kathedralelektropopper Dancing Pigeons, erst vor kurzem famose Überraschungsgäste beim Berliner Konzert von Crocodiles und Comanechi, komplettieren das Programm.

Wir werden in den nächsten Tagen noch einiges zu Apparat bieten können (ein Interview und exklusive Streams), für heute bzw. Samstag haben wir aber erstmal 2×2 Karten für das Konzert. Hinterlasst uns einfach einen Kommentar auf Facebook (Alternative eine E-mail mit Betreff “Apparat” an verlosung@aufgemischt.com) und hofft auf euer Losglück (welches wir euch natürlich von Herzen wünschen)!

[vimeo 27726160 nolink]

Berlin Festival 2011 : Jetzt noch Tickets gewinnen

10:36

Nach Sicherheitsproblemen und daraus resultierenden Programmverkürzungen fiel das Fazit zum Berlin Festival im letzten Jahr -trotz zahlreicher guter Auftritte- durchmischt aus, eine Zugabeveranstaltung musste die Gemüter besänftigen. Nun steht für den 9. und 10. September das Berlin Festival 2011 -wie immer- auf dem wundervollen Flughafen Tempelhof an und Punkt-für-Punkt erarbeiten wir, warum sich ein Besuch lohnt und verlosen auch noch kurzfristig zwei Karten.

  • Dicker Fisch: Die Beginner (Foto oben) spielen ihren ersten regulären Auftritt seit 2004(!)* nicht etwa bei der Hip-Hop-Bastion Splash! Festival oder ähnlichen Aushängeschildern, sondern in Berlin. Dafür gibt es natürlich einen Headlinerslot. Mit Public Enemy einerseits und Kraftklub und Casper andererseits, gibt es darüberhinaus namenhafte Genreunterstützung von Spitze und Basis der Alterspyramide (und Geschmacksskala). Die zunächst noch angekündigte Odd Future Wolf Gang bleibt leider doch daheim.
  • Zeitreise: Primal Scream kommen nach Berlin, um ihr tatsächlich epochales Album Scremadelica in voller Länge und Lautstärke aufzuführen. Suede hingegen suchen ohne Bernard Butler das “Animal Nitrate” vergangener Tage. HEALTH, Waters und The Black Angels schürfen wiederum nach der musikalischen Urgewalt des Rock, alle auf ihre Weise, alle unglaublich gut dabei.
  • Konstanz: Auf Gang of Four anno 2010 folgen die nicht minder anspruchsvollen und noch immer hochdynamischen Wire, auf Robyn Santigold und auf Fatboy Slim LFO. Das hohe Gut der Diversität bleibt in allen Nuancen erhalten.
  • DJ Hell, Diplo (mit dem wir bei der neulichen Mercedes Benz FW noch stundenlang im Berliner Sommerregen feierten), Mount Kimbie, Boys Noize, Hercules and Love Affair (sowie Andy Butler solo), Kruder & Dorfmeister, Bag Raiders Jimmy Edgar, Pantha Du Prince… Elektronisch ist so ziemlich jede Richtung vertreten, Bands wie Battles und The Rapture sollten einem ebenfalls in die Glieder fahren. Mit James Blake beginnt das Festival am Freitagnachmittag um 14 Uhr obendrein zünftig.
  • Einmal um die Welt: CSS und vor allem Buraka Som Sistema bieten musikalische Einblicke und Anreize außerhalb des westlichen Duktuses. Zach Condon’s Beirut tragen gleich die ganze Erdkugel in ihren Instrumentenkasten.
  • Das Sicherheits- und Bühnenkonzept wurde überarbeitet, statt um die Ecke in die begrenzte Hangarhalle gedrängt, kann sich das Publikum nun frei auf die Flughafenfläche verteilen und bleibt durch das große Dach fast komplett trocken (und wir hoffen, dass an den Dachkanten entsprechend vorgesorgt wird). Der Eingang erfolgt zudem über den U-Bahnhof Paradestraße.
  • Statt über einen Zeltplatz kann man in diesem Jahr des Nächtens gen Kreuzberg streifen, auf dem Arena-Gelände geht die Party mit den vier Lokalitäten des Club XBerg‘s weiter. Das Berlin Festival orientiert sich somit an anderen großen europäischen (Innen-) Stadtfestivals. (Achtung, für das Festival Programm und den Club gibt es sowohl Kombi- als auch Einzelkarten!)

 

Das gesamte Line-up (mit allen unseren Empfehlungen als fette Hervorhebung) findet ihr unten (Bitte beachtet, dass alle kursiv hervorgehobenen Acts nur im Club XBerg spielen!), ebenso den Festival-Trailer. Eine Playlist mit 30 KünstlerInnen gibt es bei simfy, weitere Informationen auf berlinfestival.de. Blieben noch die 1×2 zu verlosenden Gästelistenplätze! Wir bitten dafür um einen Kommentar bei Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com), am Ende entscheidet das Los – viel Glück! Die Plätze sind leider, leider schon weg! In den Kommentaren finden sich Links zu unseren weiteren aktuellen Verlosungen.

[vimeo 27253702 nolink]

Line-up:
A-Trak, Alex Winston, Aloe Blacc, Apparat Band, Austra, Bag RaidersBattles, Beginner, Beirut, Berlin BatteryThe Black Angels, The Bloody Beetroots Death Crew 77, Boy George & Marc Vedo DJ-Set, Boys Noize, Boysnoize Records Special, Brodinski, Andy Butler DJ-Set, Buraka Som Sistema, Casper, Clap Your Hands Say Yeah, CSS, Daniel WangdEUS, Diplo, Discodromo, The Drums, Dry the River, FeadzFirefox AKFlorrie, Gesaffelstein (live), G.I. Disco, Greco-Roman Special, Headman pres. Relish Special, HEALTH, DJ Hell, Hercules And Love Affair, Housse de Racket, James Blake, Jimmy Edgar, Kraftklub, Kruder & Dorfmeister, Last Days of 1984, LFO, Mogwai, Mount Kimbie, Mr. Oizo, The Naked And Famous , Oh Land, Pantha Du Prince, Public EnemyPrimal Scream present Screamadelica, Rainbow Arabia, The Rapture, Relish Recordings Special, Remmidemmi, Retro Stefson, Santigold, Skrillex, Suede, Tune-Yards, WatersWire, Yelle, Yuksek

*Dazwischen gab es in sieben Jahren nur vier Konzerte zu besonderen (karitativen) Anlässen.

Verlosung : The Hidden Cameras in Berlin

20:49

Mit einem großen Konzert im Berliner Heimathafen Neukölln feiern The Hidden Cameras am Samstag, den 3. September, ihr zehnjähriges Bestehen. Wir empfehlen zu erscheinen und verlosen passender Weise Plätze.

Am Anfang war das Debüt Ecco Homo, am Ende ein Remix von den Pet Shop Boys und irgendwo dazwischen der Auftritt vor Münchener Fußballkulisse beim Abschiedsspiel von Mehmet Scholl. Seit einer Dekade bringen Joel Gibb und seine The Hidden Cameras nun queeren Spaß und Sex sowie allerlei Zwischentöne an die denkbarsten und undenkbarsten Orte für selbige. Nun beschließen sie in Gibbs Teilzeitheimat Berlin die Tour zu ihrem fünften und aktuellem Album Origin:Orphan. Das Ende ist dabei keinesfalls in Sicht und mit dem Remixadelung von “Colour of a Man” durch die Pet Shop Boys (unten zu hören, via Electronic Beats) ist längst noch nicht alles gesagt, es erwarten die Gäste zahlreiche Überraschungen, neues Material und ein Joel Gibb, der mit jedem Jahr besser aussieht, mag er im aktuellen Video zu “Do I Belong?” (Videostill oben, unten zu sehen) auch noch so oft herumgeschubst werden.

Empfehlenswert ist zudem das Vorabprogramm: Michelle Gurevich, Tochter russischer Exilanten aus dem kanadischen Toronto, neuerdings Wahlberlinerin, und zu jeder Zeit Kopf von Chinawoman. Während sich vor dem geistigen Auge ein Weltkarte entfaltet, dringt diese Stimme in das Ohr; desillusioniert und gereizt wie keine zweite, verloren im Nichts klassisch-dualistischer Geschlechtszuordnungen und sicherlich Michelles größte Stärke. Fast erdrückt sie die kaum weniger eindringlichen Kompositionen der eigenständig veröffentlichten Alben, die wie Konzentrat den Blues alter Meister zwischen Cohan und Doors in das 21. Jahrhundert herüberretten. Laut Tourbeschreibung handelt es sich bei Michelle wiederum um eine Seeking Russian Bride, die Stil in Berlin zum Interview getroffen hat.

Moutique lädt also zum Konzert von The Hidden Cameras und Chinawoman – wir verlosen noch (per Los) 2×2 Gästelistenplätzen unter allen Kommentaren. Kurz getippt und viel Glück!

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[youtube 68u9VwKnl8Q nolink]


The Hidden Cameras : Colour of a Man (Pet Shop Boys organic mix)

Berlin : Wochenendplaner : Weggeblitzt

15:43

Das geht ja gut los, dieses Wochenende! Nämlich heute, am Donnerstag, vorgezogen zusagen, und als ob die Feiergöttinnen ihr Füllhorn über der Spree ausgeleert haben. Rein ins Getümmel!

Donnerstag: Für das heutige Konzert Teleport im Rahmen des Krake Festivals sind unsere Verlosungsplätze leider schon weg. Für The Field, Emika, Three Trapped Tigers u.w. lohnt es sich aber auch den nicht allzu großen Eintritt im Festsaal Kreuzberg zu zahlen.

Ein Hort der Kreativen ist bekanntlich das Berghain. Nun wurde dort ein weiterer Raum des alten Heizkraftwerks erschlossen: Das Erdgeschoss Kubus des bietet bis zum 26. August der Gruppenaustellung ALLE -Worker’s Pearls Raum. Heute beginnt bei um 19 Uhr die Vernissage, ab 22 Uhr geht es bei freiem Eintritt (bis Mitternacht, danach 5€) mit einer Party in der Panoramabar weiter. U.a. werden Rummelsnuff, Shambhu & The True Love und Brett Knacksen zugegen sein.

Ebenfalls gratis gelangt man heute zu einem gemeinsamen Konzert der gleichsam fantastischen Hundreds und When Saints Go Machine. Allerdings gilt beim Finale des Levi’s Print Workshop in der Alten Münze: first come, first serve.

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Hundreds : Let’s Write The Streets (Video, live)

Freitag: Eine neue Ausgabe von Introducing steht an. Aus Knoxville, Tennessee, reisen dafür Royal Bangs an. Vor mehr als anderthalb Jahren noch im Westgermany zu sehen, nehmen sie nun mit ihrem zweiten Album Flux Outside die Bühne des Magnet Clubs. Die fesselnde Verschmelzung von Noiserock und Electronica wird begleitet von Auftritten der Wolf People, Freedom or Death’s und DJ-Sets.

Das skandinavische Wochenendprogramm bieten hingegen die Stockholmer Discopopper Montauk bei der Scandinavian Disco im Roten Salon der Volksbühne.

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Royal Bangs : War Bells (Video)

Samstag: Kleine Rückblende in das Vorjahr: Glass Eights, das Debütalbum von John Roberts (Foto), war einer der Platten des Jahres im Sektor ‘Deep House’. Plötzlich war dieser wieder wirklich deep, simpel wie flamboyant zugleich, konnte sowohl zärtlich als auch kräftig sein. Heute legt der in Berlin lebende US-Amerikaner und Dial-Records-Künstler mit seinen Labelkollegen Pawel und CNX im Horst KRZBRG auf.

Wer lieber einschneidende Gitarrenerfahrungen präferiert, wird kaum am Festsaal Kreuzberg vorbeikommen: Hier spielen u.a. Crocodiles und Comanechi eine sicherlich brodelnde Show. Das Sizarr Soundsystem bittet außerdem zum Tanz. Und wir verlosen ja auch noch Karten dafür.

Außerdem verabschiedet man sich im Backyard mit u.a. Salto Mortale von Christina Aguilera (Partylink), währenden die empfehlenswerten Thieves Like Us im Picknick aufspielen. Und unsere Freunde von Acid Washed lassen einmal kurz die Arbeiten an ihrem neuem Material ruhen, um euch zu Grillen und Musik ins Bravo (Auguststraße 69) einzuladen.

Das nachmittägliche Warm-up besorgt das Über Lebenskunst Festival an der Spree: Auf dem Dach des HKW findet bei freiem Eintritt die Fahrraddisko (“Vom Hedonisten zum Hometrainer”) mit Pilocka Krach, Sven Dohse (es regt sich Bar25-Gefühl…), den Gebrüdern Teichmann u.a. statt. Klingt doch spaßig, oder?

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John Roberts : Glas Eights (Track)