Archive for the ‘London’ Category

Berlin : Guerre : heute live

00:34

Zwischen Toronto und Sydney liegt nicht nur allerhand Land, sondern vor allem die unendlichen Azurweiten des Pazifik, des Stillen Ozeans. Der Musiker Lavurn Lee bewegt sich in der großen Spanne und fast scheint es, als habe er irgendwo auf den Flügen zwischen seinen beiden Heimstätten (aufgewachsen ist er in Kanada, wohnhaft in Australien) für sich ein tief verborgenes Geheimnis, einen Schatz unter der Wasseroberfläche gefunden. So klingt zumindest seine aktuelle EP als Guerre, Darker My Love, die er in beiden Städten aufgenommen hat. (Stream unten)

Seine Stimme verschmilzt hier mit angenehm ruhiger und reduzierter Bedroomelectronica und weckt in ihrer eigenen Geschmeidigkeit (und der ihrer Melodien) Assoziationen zum R’n’B. Gerne kann man Guerre also in die selbe Ecke stellen bzw. Position erheben, in der auch schon The Weekend und How To Dress Well warten, handelt es sich hierbei ja schließlich um einen Perspektivwechsel, um eine Neupositionierung für das durch Billboardglanz und Kommerz ausgehöhlte Genre. Wobei uns Lee im Unklaren lässt, ob er daran bewusst partizipiert.  Maskerade betreibt er in keinem Fall, zu gefühlvoll sind seine Auftritte. Die reine Seele, der Soul wird ihm jedenfalls eher gerecht. Und schön ist seine Musik allemal.

Derzeit ist Guerre auf Europatournee und spielt heute Abend im Berliner Bis Aufs Messer Recordstore. (Details unten) Sein bisheriges Zwischenfazit: “The tour has been absolutely amazing.” Wir hoffen auf eine Fortsetzung.


Guerre : River Hymnal (Video)

Guerre Konzerttermine:
11.07. Bis Aufs Messer Record Store, Berlin
12.07. House Show, Berlin
13.07. Rundgang Art School, Kassel
14.07. The Old Blue Last, London
15.07. The Jam, Brighton

Foto: Jacob Ring

Mount Kimbie : Live

13:11

“Niemand [sollte] dieses diffuse, aber doch harmonische und deshalb so großartige Zusammenspiel aus vorrangig Dubstep- und Ambientbeats jeglicher Couleur mit bruchstückhaften Gitarren- und Gesangssampels verpassen”, schrieben wir bereits im August zur letzten Tour von Mount Kimbie. Für die neuen Termine im April und Mai des Duo wäre damit schon eigentlich alles gesagt, gäbe es da nicht Ruth Saxelbys DUMMY-Rückblick auf ihr Konzert beim SXSW – Zitat:  “[It] felt like witnessing two artists getting inside their art, […] something very specific has clearly clicked.” Die ohnehin beeindruckende Band nochmal einmal gleich einen ganzen Deut besser? Wir sind gespannt. Derweil wird bereits an neuem Material gearbeitet.

Mount Kimbie live:
21.04. Stereo, Glasgow
22.04. Bongo Club, Edinburgh
23.04. Norwich Arts Centre, Norwich
24.04. Le Warr Pavilion (Small room), Bexhill-on-Sea
26.04. Audio, Brighton
27.04. Thekla, Bristol
28.04. Heaven, London
29.04. Deaf Institute, Manchester
30.04. Bergen Fest, Bergen
05.05. Nu Spirit, Bratislava
06.05. Donaufestiaval, Krems
11.05. AB Club, Brüssel
12.05. Ekko, Utrecht
13.05. Simplon, Gronigen
14.05. Music Box, Lissabon
19.05. Social Club, Paris
20.05. Kraftfeld, Winterthur
21.05. MeetFactory, Prag
22.05. K4, Nürnberg
23.05. Sinkkasten, Frankfurt
24.05. Conne Island, Leipzig
25.05. Mondial Club, Hamburg
26.05. Icon, Berlin

Cut Copy

10:53

Rundumschlag in Sachen Cut Copy: Seitdem wir über den ersten Vorgeschmack “Where I’m Going” der drei Australier zu ihrem neuen, dritten Album schrieben, hat sich so einiges angesammelt: Albumtitel (in doppelter Hinsicht), -Cover, -Veröffentlichungstermin, -Dokumentation, Tourdaten sowie eine neue Single samt – soviel sei vorweggenommen – famosem Remix. Aber der Reihe nach:

Zonoscope, der Nachfolger des mitreißenden Zweitwerks In Ghost Colours, wird im Mutterland am 4. Februar von Modular veröffentlicht und 7. bzw. 8. des Monats folgen dann Europa und Nordamerika. Zieren wird das Werk eine nahezu epische Photomontage des 2008 verstorbenen japanischen Künstlers Tsunehisa Kimura, der in seinem Zirkel Visual Scandals 1979, sprich: ganz ohne Photoshop, die New Yorker Skyline zwischen riesigen Wasserfällen halb verschwinden, halb emporragen ließ und somit jüngere Katastrophenfilme wie The Day After Tomorrow (2004) optisch vorwegnahm. Bereits auf dem 1984er Album Red Sails in the Sunset der ebenfalls australischen Midnight Oil war ein von Kimura in eine Kraterlandschaft versetztes Sydney zu sehen.

Zu hören sein werden auf Zonoscope insgesamt elf Stücke (Liste am Artikelende), allesamt von Cut Copys Dan Whitford selbst produziert. Sein Kollege Tim Hoey umschrieb gegenüber SPIN.com die neue Richtung: “We certainly are using all sorts of electronic instruments, more synthesizers, computers, all of that, but contrasted with more organic sounds, more organic percussion.”

Neben einer neu abgemischten Version von “Where I’m Going” (Hoey: “[It’s] more chant-y, kind of tribal, and probably less pop than the version that came out a couple of months ago.”) befindet sich auf dem Album auch die erste, bereits veröffentlichte Single “Take Me Over”, die exemplarisch für die musikalische Entwicklung steht und nicht nur dank gefälligem Gitarrenintro das noch florierende Popgespür des Trio unterstreicht, die damit anno 2010 auch einen erfrischenden Kontrastpunkt zum Pathos von HURTS setzen. Und Tim Goldsworthy, der das Debütalbum noch produziert hatte und Anfang des Jahres mehr oder weniger das Produktionsteam des New Yorker DFA Labels verließ, steuert diesmal als Thee Loving Hand noch einen raumgreifenden, zehneinhalbminütigen Remix des Stücks (Cut Copy: “[It’s] designed for a new futuristic main room that fits over the top of the old main room.”) bei, der alle Verheißungen des Titels schon vorab im Clubformat einlöst.


Cut Copy : Take Me Over (Thee Loving Hand Remix) (Download)


Cut Copy : Take Me Over (Albumversion; alternativ: Radio Edit)

Jetzt genießen sie noch den australischen Sommer, aber schon im europäischen Frühling sind Cut Copy auf dem alten Kontinent live zugegen. Die dabei zunächst noch ausgesparten Länder Polen, Spanien und Irland sollen später folgen. Alle Termine am Ende.

Wer sich bis dahin nicht gedulden mag, kann sich zudem noch die dreiteilige Videodokumentation “Skies of the Ape” über die Aufnahmen von Zonoscope anschauen, die das australische Musikvideofilmerduo Krozm gestaltet hat. Den ersten Teil gibt es nachfolgend zu sehen, Teil 2 und 3 hier bzw. hier. Eine “Artificial Interpreter” genannte Langfassung mit weiterem Material wird der Deluxe-Edition des Albums beiliegen. Krozm hatten zuletzt Miami Horrors “Holidays” realisiert, drehten aber auch schon für und mit u.a. Jet, Midnight Juggernauts und eben Cut Copy.

Cut Copy Zonoscope:
1. Need You Now
2. Take Me Over
3. Where I’m Going
4. Pharaohs & Pyramids
5. Blink and You’ll Miss a Revolution
6. Strange Nostalgia for the Future
7. This is All We’ve Got
8. Alisa
9. Hanging Onto Every Heartbeat
10. Corner of the Sky
11. Sun God

Cut Copy live 2011:
03.03. Glasgow, Death Disco Special
05.03. Manchester, Now Wave @ Quay House
06.03. London, The Forum
08.03. Oslo, Rockerfeller
09.03. Malmo, KB
10.03. Copenhagen, VEGA
11.03. Stockholm, The Strand
12.03. Helsinki, House of Culture
14.03. Tallin, Rock Café
16.03. Berlin, Lido
17.03. Cologne, Gebaeude 9
18.03. Amsterdam, Melkweg
19.03. Paris, Casino Nouveau
23.03. Lisbon, Coliseum

Junip x Jóse González (Solo) : Neue Termine

08:02

junip2

Update: Wie zahlreiche andere Konzerte beider Tourneen ist auch der Auftritt von Junip in Berlin am 20.02. bereits ausverkauft. Allerdings gibt es nun eine zusätzliche Matinée-Show um 15:30 Uhr (Einlass 14:30 Uhr), ebenfalls im Lido. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen sogar frei! Der Vervorkauf hat bereits begonnen.

Für José González’ Konzert mit der Göteborg String Theory im März gibt es allerdings noch Karten.

Sie waren einer der Konzerthöhepunkte des vergangenen Sommers: Egal ob unterhalb eines Saaldaches oder auf einer Freiluftbühne, Junip (Photo: Christoph Paul) ließen die Luft um sie herum wie ein Lagerfeuer knistern und die Zuhörerschaft wohlig schaudern. Wie drei sanftmütige, wiedergeborene Desperados zogen José González, Elias Araya und Tobias Winterkorn durch ihre Sets, die sich aus mit Fields ebenfalls aus einem der besten Alben des Jahres bedienen durften, und bewiesen obendrein abseits der Konzerte auch noch Humor im Video “Always” (ebenfalls eines der best… aber sparen wir uns das – siehe unten).

Auch im kommenden Jahr sollen wir die Band nicht missen und können uns gleich in doppelter Hinsicht freuen: So sind Junip nicht nur im Januar und Februar in ganz Europa unterwegs, sondern auch José González bricht im Anschluss noch einmal für zwei weitere Monate auf, den Kontinent zu bespielen. Dabei wird er allerdings nicht solo unterwegs sein, wird stattdessen von The Göteborg String Theory, also einem kompletten Streicherorchester, begleitet, um seine bereits vor Junip opulente Karriere fortzuführen.

The Göteborg String Theory hat sich aus der Berlin String Theory entwickelte und vereinte kürzlich Musiker und Komponisten (namentlich: Nackt, Ben Lauber and Nils Tegen) beider Städte für ein Album, das im April 2010 in Göteburg gemeinsam mit den ebenfalls mitwirkenden Künstlern Midaircondo, Wildbirds & Peacedrums, Pacific!, Studio, El Perro Del Mar, Ebbot Lundberg (Auswahl) und eben auch José González uraufgeführt wurde – Auszüge der Studioaufnahmen sind nachfolgend zu hören.

González hat nach dem internationalen Erfolg seines zweiten Albums In Our Nature und den Arbeiten mit Junip zuletzt das Lied “Far Away” letzterer (also auch seiner selbst) für den Soundtrack zum Videospiel Red Dead Redemption – passender Weise ein (Zombie-)Western – gecovert:


Jóse Gonzalez : Far Away (Junip Cover) (Stream)


Junip : Far Away (Stream)


The Göteborg String Theory (Stream)


Junip : Always (Video)

Junip live 2011:
13.01. Hamburg, Uebel & Gefährlich
14.01. Gröningen, Eurosonic Festival
01.02. London, Scala
02.02. York, The Duchess
03.02. Belfast, Auntie Annies
04.02. Dublin, Whelans
05.02. Cork, Cyprys Avenue
06.02. Cardiff, Millenium Music Hall 2
07.02. Bournemouth, Old Fire Station
09.02. Bilbao, Azkena
10.02. Madrid, Teatro Lara
11.02. Barcelona, Razzmatazz
12.02. Lyon, Epicerie Moderne
13.02. Mailand, Musica Salumeria della
14.02. Rom, Circolo degli Artisti
15.02. Genf, L’Usine
16.02. Luzern, Südpol
18.02. St Malo, La Route Du Rock Winter Edition
19.02. Warschau, Fabryka Trzciny
20.02. Berlin, Lido – neue Matinée-Show um 15.30
20.02. Berlin, Lido – Abendshow ausverkauft
22.02. Kortrijk, De Kreun
23.02. Antwerpen, Trix
24.02. Nijmegen, Doornroosje
25.02. Amsterdam, Melkweg
26.02. Aarhus, Voxhall

José Gonzalez & The Göteborg String Theory live 2011:
26.03. Kopenhagen, Koncerthuset
27.03. Hamburg, Kampnagel
28.03. Berlin, RBB-Sendesaal
29.03. München, Herkulessaal
30.03. Stuttgart, Theaterhaus
03.04. Barcelona, Palau de la música, Festival Millenni
06.04. Paris,  The Gaite Lyrique, SUPER_MON AMOUR! Festival
07.04. Genf, L’Alhambra
09.04. Rotterdam, Motel Mozaique Festival
11.04. London, Barbican
12.04. Brüssel, AB, Domino Festival
15.04. Uppsala, Konsert & Kongress
17.04. Göteborg, Lorensbergsteatern

Flashguns : Auf Tour mit neuer EP!

11:27

Der Schublade immer einen weiteren Haken schlagend entkommen, Welle um Welle einfach kommentarlos an sich vorbeiziehen lassen. Brauchen wir eine weitere Gitarrenband aus UK? Klar, wenn sie sich so schön Herz und Stimmen zerreißt wie die Flashguns über ihre Musik, dann immer wieder gerne. Zumal uns ihre Lieder doch verraten, dass sie sich um solche Debatten wohl kaum scheren.

Als Trio haben Sam Johnston, Olly Scanlon und Giles Robinson neben einem Gespür für wahrlich knackige, packende Singles à la ‘I Don’t Love You’ (sieh unten) auch ein nicht minder ausgeprägtes für ausufernde, delirierende Oden wie ‘Racing Race’. Nicht selten klingen sie dabei auf betörende Art viel erwachsener und erfahrener als sie es in ihren jungen Jahren eigentlich sein könnten. Da sind die Flashguns dem Vermächtnis des Americana manchmal näher als dem Sound ihrer wohlgescheitelten Landsmänner (und -Frauen).

Morgen erscheint ihre neue Single Come And See The Lights beim deutschen Label Humming Records, das auch bereits die Vorgänger-EP Matching Hearts, Similar Parts im Frühjahr veröffentlicht hatte. Auch ein Debütalbum haben sie bereits fertig aufgenommen in der Hinterhand. Dazu beginnt ebenfalls am Freitag eine acht Auftritte starke Tour durch (beinahe) ganz Deutschland; dreimal im Vorprogramm: Die ebenfalls aufstrebenden Labelkollegen von Red Drapes(*). Londoner Fans können sie am 2. Dezember bei ihrer britischen Singlelaunchparty im Old Blue Last erleben.

Wir co-präsentieren die deutsche Tour nicht nur, sondern verlosen auch zwei*signierte* Ausgaben  der wunderschönen Matching Hearts, Similar Parts, so dass auch diejenigen unter euch, deren Wohnort nicht auf der Tourkarte zu finden ist, nicht ganz leer ausgehen (Konzertbesucherinnen dürfen natürlich auch mitmachen). Zur Teilnahme einfach ein Kommentar bis zum Tourschluss weiter unten oder auf unserer Facebook-Seite hinterlassen. Es entscheidet das Los, viel Erfolg!

19.11. Halle, Klub Drushba*
20.11. Berlin, Lido* (plus Friska Viljor DJ-Set)
22.11. Hamburg, Prinzenbar*
23.11. Köln, Tsunami
24.11. Heidelberg, Zum Teufel
25.11. Frankfurt, Yellowstage
26.11. Chemnitz, Atomino
27.11. Dresden, Groovestation


Flashguns : I Don’t Not Love You Video)


Flashguns : Come and See the Lights (Acoustic set filmed byBlue Flowers TV)

Friday Night Fever

21:10


Vorweggenommene und verdrehte Zeitumstellung

Ein Angebot wie selten: Allein in der mickrigen Wegspanne zwischen Ritter- und Falckensteinstraße von Berlin-Kreuzberg wird heute ein höchst deliziöses Fünf-Gänge-Menü serviert. Alle and Ritterstraße – or Berlin-Kreuzberg as well call it. Die komplette Karte sowie Empfehlungen für den Rest der Stadt, München, Amsterdam und London findet ihr nachfolgend.

Kreuzberg
Das passende Warmup findet sich heute bei unserem Freund Leo Diamond, seinem breitgefächerten House-Mix und ein paar kalten Drinks im 7000 – Bände spricht da der Veranstaltungstitel: (It’s) What You Need. Wer nun bereit für den nächsten Gang ist, verlässt die Bartür entweder nach rechts, gen Osten und Magnet Club, wo mit Londons Seiji (plus Canblaster und Christian Martin) eine deftig-britische Vorspeise bei Get Wavey wartet, oder nach links, gen Westen, für französische (Disco) Cuisine aus den Händen des erfahrenen Chefkoch / -DJs David Ducaruge (Los Massieras, Strangelets, Sex in Dallas), der im international-japanischen Ambiente der Soju Bar (neben Kimchi Princess) aufwartet. Von da aus wäre die nächste Runde mit nur wenigen Schritten (zurück) erreichbar, lockt die Kleine Reise am Spreewaldplatz doch mit Barcelonas Klangmagiker John Talabot. Für die letzten Ohrenfreuden wartet dann ein legendäres Dessert im Nordwesten auf euch: Holy Water hat für die aktuelle Ausgabe niemand Geringeres als Mark Seven in das St. Georg geladen. (Natürlich kann das Menü auch bunt und nach eigenen Vorstellungen durchmischt oder ergänzt werden – Hauptsache, Spaß!)

Berlin, der Rest
Eine Fahrt nach Mitte wird mit u.a  Raz O´Hara im .HBC oder einem mächtigen DJ-Lineup einschließlich Leuten wie  Lexy, Empro und Fabiano bei Shovania meets Fiasko im Brunnen70 belohnt. In der Zwischenzeit tauchen Dials Christian Naujoks und Spex‘ DJ & neuer Mitredaktionsleiter Jan Kevdes für In Love with in das Spiegellicht des urbanen Raumschiffs Tausend am Spreebogen. Wem es allerdings schon nach einer ersten Halloweenparty begehrt, führt ein kurzer Gang um die Ecke zum King Size auf der Friedrichstraße, wo die bereits fünfte Nightmare Party zelebriert wird.

München
Ende jeden Monats ruft das wohl bekannte und respektierte Permanent Vacation zur Labelnacht in die Elli Disco – dieses Mal mit dem Schweizer Houseimport LEXX.

Amsterdam
Und wo wir schon einmal bei Labelnächten sind: Die britischen VorreiterInnen von the Young Turks haben selbige in Amsterdams De Verdieping. Von der Insel eingeflogen wurden dafür extra Bullion, Sampha, Kwes und unsere prominenten Favoriten Jamie XX und SBTRKT – ein Traum von einem Line-up.

London
Es gibt ein neues, beachtenswertes Magazin in der Stadt and it knows how to party: Das L_A_N Magazine hat mit Becoming Real, Brassica, D/R/U/G/S und Seams ein starkes Liveprogramm für seine Party im CAMP zusammengebucht, um das Erscheinen der zweiten Ausgabe zu feiern.  Das dazugehörige DJ-Line-up umfasst neben Teengirl Fantasy u.a. auch TEETH!, deren Sängerin Veronica auch kreativer Kopf hinter L_A_N ist.

White Ring x D/R/U/G/S x DISARO x London

16:03

Das Dark-Trance-Duo White Ring erwies sich erst letzte Woche als Fackelträger der sogenannten Witch House (Drags große Genrestiefschwester) in Großbritannien erwiesen, als sie sich gemeinsam mit dem finsteren Szeneaushängeschild Robert Disaro und Manchesters Emporkömmlingen von D/R/U/G/S auf Tour begaben. Morgen setzt der Tross zum Finale an und zieht in die britische Hauptstadt ein. Ort des Geschehens: Das erst kürzlich aus dem ehemaligen Barden’s Boudoir geformte The Nest. Während dessen Nebelmaschinen also ihre Taufe erleben, sollte der Kontrast zwischen den durchaus sehr unterschiedlich agierenden Künstler derweil das Eis brechen.

So evoziert White Rings Musik gebrochene, unheimliche Klanglandschaften, die an die geschundenen Körper eines David Cronenberg Horrorfilms erinnern. D/R/U/G/S hingegen finden ihre persönliche Vollendung in einer beinahe unterdrückten Euphorie eines Samplefleckenteppiches, der sich als glitzernder Tribut an jene Momente offenbart, in denen Tag und Nacht in herrlichster Weise miteinander zu verwischen scheinen. Als Kostprobe soll ihr (tag)traumhafter Remix von Egyptian Hip Hops “Rad Pitt” euch nachfolgend erleuchten.


Egyptian Hip Hop: Rad Pitt (D/R/U/G/S Remix) [Download]

Fever Rays letztes Konzert

17:51

melt sa fever ray 2

Wenn du anfängst, weißt du nie, ob es zu etwas führt, es könnte auch gar nichts daraus werden.” sagte Karin Dreijer-Andersson noch im Sommer zu uns. Gott sei Dank, ist aus ihrem Soloprojekt Fever Ray etwas geworden. Etwas sehr großartiges sogar, wenn ihr uns fragt; mit tollen Songs, tollen Videos (siehe hier, hier und hier) und ebenso tollen Auftritten (hier und hier).

Während die weibliche Hälfte von The Knife uns damals noch wage wissen ließ, dass sie zwar wisse, wann ihre Touren enden werden, nicht aber was danach aus Fever Ray werden sollte. Seit letztem Dienstag herrscht nun Gewissheit: Die Tour wird auch das Ende für Fever Ray sein.

Vom 29. November bis 5. Dezember geht es noch einmal durch Dänemark, Norwegen, Schweden. In Deutschland wird sie – präsentiert vom Melt! Booking – am 2. Dezember im Hamburger Kampgnagel ihr am 22. Mai entfallenes Konzert nachholen, bevor sie am 5. im Londoner HMV Forum ihre Solokarriere vorerst zu Grabe trägt. Ein besonderer Gastauftritt wird jeweils angekündigt. Tickets sind ab sofort verfügbar.

FOTOS: Christoph Paul/2009.

Secousse – 04.09.09 – London

02:55

secousse 2009 09 04

Sian Alice Group live mit “Trouble”

18:47

sian alice group by carla brookoff

Nachdem The Social Registry unsere Ohren mit Gang Gang Dance und Blood On The Wall verwöhnte, geben sie uns Affen nun neuen, herzzerreißenden Zucker in Form des zweiten Albums “Trouble” der Sian Alice Group. Drei Jahre nach ihrem Debüt “59.59”, dass u.a. auch eine Zusammenarbeit mit Hot Chips Alexis Taylor einbrachte, haben sie nun dreizehn weitere, neue und bewegende Stücke zusammengeführt. Dabei gelang Sian Ahern, Ben Crook und Rupert Clervaux einmal mehr ein unvergleichliches Stück Musik von bestechender Schönheit und Klarheit.

Natürlich muss das Album – zunächst dem heimatlichen Londoner – Publikum live präsentiert werden. Wer heute Abend in Shoreditch ist, sollte unbedingt bei der Rough Trade East Fillaile vorbeischauen, wo Sian Alice Group einen Instore-Konzert spielen werden. Morgen erscheint dann “Trouble” zunächst nur in Großbritannien (Stichwort: Import) und am Donnerstag wird es dann noch einmal im großen Rahmen bei der Launchparty in der Hoxton Bar vorgestellt. Da die Band sich danach gleich in eine große US-Tour stürzen wird, bleibt uns nur die zwei Vorabstücke des Albums anzuhören und im Warten dahinzuschmelzen.

Sian Alice Group “Close To The Ground”

Sian Alice Group “White”

Photo by Carla Brookoff

sian alice group album launch

Sian Ahern, Ben Crook and Rupert Clervaux