Archive for the ‘bilder’ Category

Melt! Festival 2011

20:24

Wie bereits im Jahr 2009 und 2010 haben wir euch auch in diesem Jahr wieder mit den wichtigsten und aktuellsten Infos direkt vom Melt!-Festival versorgt. Im gegensatz zu den Jahren zuvor orientierte sich das Festival wieder stärker an seinen elektronischen Wurzeln, doch dies tat seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Und so war das melt! auch in diesem wieder Jahr komplett ausverkauft. Trotz der elektronischen Renaissance mit Paul Kalkbrenner, The Koletzkis, DJ Kotze, Boys Noize und vielen mehr waren die Headliner altbekannte Indie-Recken: Pulp.  Eine kleine Rundreise über sämtliche Bühnen des Festivals bietet euch die Galerie zum Melt!.

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Fotos: Christoph Paul

München : on3 Festival : Photos

08:00

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Die Szene zu Gast bei (bayrischen) Freunden: Vor zwei Wochen gastierte eine illustere (wenn auch diesmal verkleinerte) Schar nationaler wie internationaler KünstlerInnen für das Festival der bayrischen Jugendwelle on3 in München und sorgte für einen stimmungsvollen Tag und Abend. Die Photographin Fay Nolan war vor Ort und hat ebenso stimmige Aufnahmen der Konzerte von Born Ruffians, Roman Fischer, Kele und den Crystal Fighters eingefangen – siehe unten.

Dazu passende, ausformulierte wie ausführliche Kritiken finden sich bei Rote Raupe und dem Klienicum, ein Interview mit der verantwortlichen Programmchefin Ulrike Ebenbeck und Musikredakteur Andreas Barsekow hat die SZ geführt und on3 selbst bietet je ein Livevideo(!) zu jedem Auftritt auf seiner Seite an.

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Flashguns x Red Drapes in Berlin

17:00

Trotz ihrer jungen Jahre wirken die drei Jungs von den Flashguns schon extrem erwachsen. Ihre Musik ist ausgefeilt, spielerisch wechselnd zwischen pompös und energiegeladen und ihr Auftreten ist selbstsicher.  So präsentierten sie sich auch am Samstag im Lido dem Berliner Publikum. Sicherlich hat auch Luke Smith, der bereits mit Depeche Mode und den Foals arbeitete und ihre EP Matching Heart, Similar Parts produzierte, Anteil an ihrem Erfolg doch sollte man ihre musikalischen Fähigkeiten nicht außer Acht lassen.  Als Support hatten sie die ebenfalls aufstrebenden Labelkollegen Red Drapes mit in Berlin, welche allerdings doch im Schatten der energievollen Show der Flashguns blieben. Wir erhoffen uns mehr Gitarrenbands dieser Klasse aus dem UK.

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Foto: Christoph Paul

Is Tropical x Tweak Bird x Berlin

19:25

Viel war über die drei Jungs von Is Tropical noch nicht bekannt, als sie sich am Freitag, dem 15., im Berliner Comet Club einfanden. Bisher veröffentlichten sie erst eine kleinere Single und auch ihre Gesichter versteckten die Briten mit Tüchern. Dafür erregte zuletzt die Ankündigung einer neuen Kitsuné-Single Aufmerksamkeit.

Doch den Abend einläuten durften I’m not a Band aus Berlin. Mit ihrem Electro-Pop beigeisterte das Duo die Wenigen, die den Weg in den Comet gefunden hatten. Ebenfalls noch ohne Albumveröffentlichung spielten I’m not a Band ihr Set souverän, aber nicht gelangweilt durch, ließen sich auch nicht durch die lange Verspätung von Is Tropical aus dem Konzept bringen. So gaben sie Zugabe um Zugabe und sammelten damit  Pluspunkte beim Publikum.

Der eigentliche Headliner des Abends schaffte es mit einiger Verspätung letztendlich doch noch auf die Bühne. Ohne ein Wort der Erklärung, aber mit den bekannten, verhüllenden Tüchern begannen sie ihren Auftritt. Wer beim Soundcheck nicht aufgepasst hatte, konnte aber spätestens nach 30 Sekunden einen Blick auf das Gesicht des Drummers werfen, dessen Tuch sich ebenso schnell verabschiedete wie der Enthusiasmus der Drei. Ohne große Regungen brachten sie ihr Set über die Runden.

Eine Stunde später und in einer anderen Location versprachen Tweak Bird mehr Begeisterung. Im restlos gefüllten West Germany war gut beraten, wer seine Ohrenschützer dabei hatte. Ein treibendes Schlagzeug und der Hardcore-Gitarrensound brachte so manche lang gewachsene Mähne zum Schwingen. Der gute Auftritt verlor zum Ende allerdings etwas an Substanz, als es den Gebrüdern Bird wohl etwas an Kreativität mangelte und sie ein und dieselben vier Akkorde für einige ihr Songs traktierten.

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Berlin Festival 2010

19:16

Stadt, Location und natürlich nicht zu vergessen: das LineUp. Alles Argumente, die für das Berlin Festival 2010 sprachen und die meisten der großen Erwartungen wurden auch erfüllt.

LCD Soundsystem, EDITORS, Robyn, Gang of Four und Zola Jesus waren nur einige der vielen Acts, die den Weg nach Berlin gefunden hatten. Adam Green holte sich für seinen Auftritt sogar einen besonderen Gast mit auf die Bühne: Macaulay Culkin performte mit ihm auf der Mainstage. Weniger herausragend war die Organisation der Bühnenzugänge. Mit den aktuellen Ereignissen der Loveparade im Hinterkopf unterbrachen die Veranstalter das Festival am Freitag, da der Zugang zu Hangar 4 dem großen Ansturm nicht stand hielt. Trotz der Folgen für das LineUp (der Auftritt von Fatboy Slim und den 2manydjs viel aus) und die Stimmung bot das Berlin Festival musikalisch alles was man sich wünschen konnte.

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Foto: Christoph Paul

Melt! Festival 2010

02:26

Wie bereits im Jahr 2009, haben wir euch auch in diesem Jahr wieder mit dem wichtigsten und aktuellsten Infos direkt vom Melt!-Festival versorgt. Auch 2010 versprach das Line Up eine Menge und erfüllte jegliche Erwartungen. Von punkigen Sounds mit Fucked Up oder The Big Pink bis hin zur elektronischen Musik à la Hercules and Love Affair und DJ Shadow war das Wochenende reich an musikalischen Highlights. Eine kleine Rundreise über sämtliche Bühnen des Festivals bietet euch die Galerie zum Melt!.

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Foto: Christoph Paul

Review: Lykke Li @ subject60 Tour

02:46

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Diese Elektrizität; diese Spannung in der Luft; die Funken, die auf eine(n) einprasseln; nicht der eine, einzige, der überspringt – das ist Lykke Lis große Stärke, den Raum einfach ganz mit Emotionen aufzuladen. Nur was tun, wenn der Raum eine alte Fabrikhalle ist? Zwischen dem neuen Volvo S60 und allerhand Soapsternchen, JournalistenInnen, BloggerInnen und anderen geladenen Gästen eröffnete die Schwedin, als Gastgeberin angekündigt, letzte Woche die subject60-Tour im Schatten des Berliner Gleisdreieckes. An ihrer Seite: Ein Gitarrist samt Akkustikgitarre und ein Perkussionist mit Tom-Tom-Trommel und Becken; mehr nicht.

Mit einem derartig minimalistischen Unterbau bekamen Stücke wie “Little Bit” fast schon einen neuen, spröden Charme, während die Sängerin mal mit dem zunächst nicht ganz aufmerksamen Publikum kokettierte, mal das lange, blonde Haar schüttelnd auf das Becken einschlug. Da war sie auf einmal, die Spannung, allerdings mit einer leichten, aggresiven Note, obwohl Lykke zugleich immer freundlich blieb.

Dass letztendlich doch die Musik (und nicht die Gratisspirituosen) einer/m das Herz erwärmten, lag an den Songs. Aufgeteilt in zwei Minisets á fünf Stücken gab es neben den altbewährten (Semi)Hits auch das neue Stück “Possibility” und das gar noch neuere, da bisher unbekannte, “French Lover” – ein Lied über eine Pariser Liaison – beide wussten zu überzeugen. So wurden Fashionblogger und Mitgastgeber Yvan Rodic und den anderen Gäste nicht nur optisch (frau trug schwarze Acne zu gewagtem Schuhwerk), sondern auch musikalisch allerhand geboten. Das neue Album soll es im Februar geben. Alles gut im Lykke-Land also.

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Der nächste Tourstop ist heute in der alten Sortierzentrale der britischen Post in der New Oxford Street, London.

subject60 Tour:
02.06. London, UK
10.06. Mailand, Italien
16.06. Paris, Frankreich
24.06. Madrid, Spanien

ALL PHOTOS BY KATRIN HUTH

Ulterior & UK Decay

11:37

Wirft man eines der aktuell einzigen Rock’n’Roll-Monster und ein paar Heroen des Goth und Postpunk zusammen in einen Raum, kann man sich der Anziehungskraft, die daraufhin um diesen Ort herrschen wird, sicher sein. Fällt dies noch mit dem allerersten Berlin-Konzert der Jüngeren und dem ersten seit fast 30 Jahren der Älteren zusammen, dreht sich die Welt – zumindest die des Rock’n’Roll – an diesem Tag beinahe einzig und allein um jenen besagten Ort inmitten Berlins.

So geschehen am letzten Samstag im Slaughterhouse, als die Herren von UK Decay auf die Jungspunde von Ulterior trafen. Jene junge Band, die die Rocker-Attitüde fürs sich gepachtet hat. Neben Wodka hinter, Bier vor und Leder auf der Bühne stellte Sänger Paul McGregor eine lebendige Erinnerung an den Axl Rose-Look dar. Zum obligatorischen Bandana gehörte die langen Mähne zum Pflichtprogramm – bisher! Trotz der Verspätung wehte ein Sturm durch Berlin als Ulterior mit nunmehr kurzgeschorenem McGregor (Foto oben) entgegen des Plans als erste Band die Bühne betraten, um ihre Show abzuziehen. Kraftvoll und mit der bekannten Härte präsentierten sie ihre Songs ohne große Überraschungen.

Einige Posen, Biere und dröhnende Gitarrensounds später war der Spuk auch schon wieder vorbei. Kurz aber heftig durchgeschüttelt hatte das Publikum daraufhin etwas Zeit sich zu erholen, denn die folgenden The Wars waren nicht mehr als ein kurzes Intermezzo zwischen zwei großen Bands.

Als UK Decay nach 28 Jahren Abstinenz zum ersten Mal wieder einen Berliner Bühnenboden betraten war, die Spannung fast greifbar. Mit ihrer mehr als großzügigen Umbaupause trugen sie dazu auch noch extra bei. Aber was sind schon 30 Minuten nach fast drei Dekaden? Eben, nichts. Mit einem gekonnten Luftsprung stürmten die vier die Bühne und schmetterten dem Publikum ihre Songs entgegen. Dieses dankte mit Begeisterung und Ehrfurcht, denn ihr 17-Song Programm spielten sie nicht nur souverän, sondern mit vollem Enthusiasmus durch.

Wider aller – wohl unberechtigten – Befürchtungen wussten sich UK Decay also gegen ihre jüngeren Kollegen zu behaupten. Ein perfekter Abend für den Rock’n’Roll.

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Intro Intim mit Hurts

20:11

Große Pophymnen bestimmten am vergangenen Freitag das Klangbild im Magnet Club, als Hurts sich anschickten das Publikum zu verzaubern. Das Duo aus Manchester bestritt beim Intro Intim ihr erstes Konzert in Deutschland und einen ihrer ersten Gigs überhaupt. Doch von Nervosität keine Spur. Mit perfekt sitzender Attitüde und minimalistischer Bühnenshow ließen Hurts ihre Musik für sich sprechen. Den Abend eröffnen durften So So Modern, doch blieb ihnen, angesichts der zur neuen Popsensation avancierenden Hurts, nur eine Nebenrolle.

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Fotos: Christoph Paul

Vampire Weekend: Live in Berlin

13:03

Wollte man am Freitag der winterlichen Kälte mit etwas Bewegung entgegenwirken, so war das Berliner Astra der perfekte Ort dafür. Denn dort hatten Vampire Weekend zum Tanz gebeten und viele Musikjünger folgten dem Aufruf.

Neben dem neuen Album Contra brachten die vier New Yorker auch jede Menge gute Laune mit auf Tour. So trieben sie schon zu Beginn des Abends mit ihren Indiepop und Afrobeat Sounds alle, die in der dicht gedrängten Menschenmenge nicht eh schon schweißgebadet waren, zu sportlichen Höchstleistungen.  Jeder ihrer fein gezeichneten und glasklaren Songs hat Hymnenpotential, doch wird man das Gefühl nicht los, dass sie die Popschablone etwas zu oft angesetzt haben. Auch wenn man neben den schon erwähnten afrikanischen auch Ska-Einflüsse auf die Musik von Vampire Weekend erkennen kann, lehnte das geneigte Publikum die Aufforderung von Sänger Ezra Koenig zum Pogo dann doch dankend ab.  Ein sehr höfliches Publikum, wie er später anmerkte.

FOTOS: Christoph Paul

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