CSS auf Tour : Karten für Hamburg zu gewinnen!

09:58

Ihre Befreiung, La Liberación, zelebrierte die brasilianische Band CSS (Cansei de Ser Sexy) vor kurzem auf ihrem gleichnamigen neuen und dritten Album (in Deutschland bei Cooperative Music erschienen). Der Abschied von Sub Pop als Label wird damit wohl nicht gemeint sein, vielmehr die Heimkehr in das heimatliche São Paulo, die kreative Ideen nicht nur bei der energetischen Sängerin Lovefoxxx freisetzte. Allen voran die Auskoppelung “Hit Me Like A Rock” demonstriert die wiedergewonnene Spielfreude, wenn auch auf reduzierterem, entspanntem Tempo. Bobby Gillespie von Primal Scream ließ sich jedenfalls zu einem Duett hinreißen. Auch Ratatat sind auf La Liberación zu hören. Mittlerweile sind CSS aber längst wieder in der Welt unterwegs und spielen dieser Tage vier Konzerte in Deutschland, einschließlich eines Auftritts beim Berlin Festival.

Wir verlosen 2×2 Karten für das morgige Konzert im Knust, Hamburg, unter allen Kommentaren auf Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com).

CSS live:
04.09. Hamburg, Knust
07.09. Köln, Gebäude 9
09.09. Berlin Festival
10.09. München, 59:!

aufgemischt! präsentiert : Nordic By Nature Night

20:30

Berlin steht die nächste Woche über ganz im Zeichen der Berlin Music Week. Berlin Festival, Popkomm und zahlreiche andere Veranstaltungen werden die Hauptstadt für ein paar Tage rastlos machen. Ein ganz besonderer Abend findet direkt am Mittwoch im Magnet Club statt, wenn die Damen von Nordic by Nature insgesamt elf(!) unterschiedliche Bands und DJs aus Skandinavien zusammenbringen, um die Vielfalt des Nordens voll zur Geltung kommen lassen. Soviel Diversität, Geschmack (und auch Mut) an einem Abend war zuletzt selten zu erleben!

Wir verlosen 2×2 Karten unter allen Kommentaren auf Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com) und stellen nachfolgend die wichtigsten Künstler kurz vor.

IKONS sind die vielleicht beste skandinavische Rockband und Dauergast auf dieser Seite. Optisch können die sieben Schweden -wie oben zu sehen- Brusthaar in allen Dichtestufen plus wahrlich galaktischer Visualisierungen bieten, musikalisch sind sie das wummernde Echo fremder Galaxien; ein wärmendes Rauschen im Raum-Zeit-Kontinuum, ein Feuerstrahl, der sich durch die Welten bricht. Es sei zum besseren Verständnis an ihre Videos “Africa” und “Slow Light” erinnert.

Marcus Price ist ein hervorragender Botschafter des Schwedischen und gehört sicherlich zur Crème de la Crème der hiesigen Hip-Hop-Szene. Mit seinem Jugendprojekt Fattaru heimste er noch als Minderjähriger gleich zwei schwedische Grammies, mittlerweile beherrscht er die komplette Clubklaviatur, beweist Humor (siehe das Video “Bubblegum“) oder schürft tief im Bassgrund (man höre “Mat Bira Kvinnor Weed“). Seine Beats sind in jedem Fall hoch infiziös. U.a. zählt er Diplo zu seinen Fans.

Sleep Party People: Hallo Donnie Darko! Brian Batz und seine fünf Mitstreiter kommen sehenswerter Weise in Hasenkostümen auf die Bühne und präsentieren hörenswerter Weise bisweilen tieftrauigen Weirdopop in Slow Motion, der vor allem reichlich Gefühlschaos evoziert. Made in Denmark.

Die Neue Mythologen (DJ) sind eigentlich ein Nebenprodukt der Pistol Disco, in Wahrheit aber ein entfesseltes Naturgewalt. Ihre Remixe, egal ob von R’n’B- und Hip-Hop-Größen wie Soulja BoyMissy Elliot und R. Kelly oder von Service-Labelkollegen wie Ikons und Embassy, pflügen direkt durch die menschlichen Glieder. Man höre “Deutsch-Afrikanische Freundschaft“.

Außerdem mit dabei – live: die schwedische Piano-Pop-Nachwuchshoffnung Edda Magnason, Zebra and Snake aus Finnland, die Norweger von Tôg, Dänemarks Chimes and Bells, sowie als DJs: die umtriebigen This Is Head, die Techno-House-Connaisseure von Am Track, die Lokalmatadore von Get Wavey, der Karrera Klub und natürlich Nordic by Nature persönlich, deren neuestes Mixtape nachfolgend zu hören ist.

Nordic by Nature – Berlin, Alles Ist Möglich (Sept mix) by Nordicbynature on Mixcloud

Korallreven kündigen Debütalbum an und veröffentlichen neues Mixtape

00:36

Lange wurden die Erwartungen geschürt, nun soll am 15. November das leidlich kreativ betitelte Debütalbum An Album By Korallreven von eben jenen bei Acèphale erscheinen. Zur Feier des Tages gibt es auch ein neues Mixtape, A Dream Within A Dream, dessen acht Titel auch auf einer eigenen Microsite heruntergeladen werden können (und das Album vorbestellt werden kann). Neben bereits bekannten Remixen -wie dem von Britney Spears’ “Till The World Ends” oder This Is Head’s “0007“- findet sich etwa auch eine Interpretation des Velvet Underground Klassikers “Pale Blue Eyes” und schließlich am Ende unser neuer Favorit: “OAR003-B” von Oni Ayhun (alias The Knife’s Olof Dreiher und im November wieder in Berlin) in der Korallreven Version. Letztere gibt es nachfolgend als Download sowie den gesamten Mix im Stream.


Korallreven A Dream Within A Dream


Oni Ayhun “OAR003-B” (Download)

Foto: Martina Hoogland Ivanow

Scuba veröffentlicht seine DJ-Kicks

00:09

Im Oktober legt Scuba seine DJ-Kicks vor und hat auch ansonsten allerhand zu tun.

Paul Rose hat gleich in dreifacher Hinsicht in letzter Zeit die basslastigen Klangräume Berlins und der Welt maßgeblich mitgeprägt; als Chef des Plattenlabels Hotflush (u.a. Mount Kimbie, Joy O), als Koordinator der Veranstaltungsreihe Sub:stance und vor allem als Produzent unter dem Decknamen Scuba (“Before“). In Funktion des Letzteren veröffentlicht er nun am 25. Oktober seine DJ-Kicks. Roses Mix für !K7‘s renommierte Reihe erstreckt sich dabei über epische 32 Tracks, darunter gleich sechs bislang unveröffentlichte und somit exklusive Stücke: Addison Groove mit “An We Drop”, Beaumont mit “CPX11″, Sigha mit “Let Me In”, John Convex’ “Streetwalk”, “Acid Battery” von Boddika und die Eigenkreation “M.A.R.S.”. Zu den weiteren essentiellen Stücken gehört, laut dem Kompilateur, auch “The Breakup” (unten im Ausschnitt ab 2:00 zu hören), das auf am 12. September erscheinenden A Meaning EP des New Yorkers Braille erscheinen wird. Ein schöner Synergieeffekt, handelt es sich beim veröffentlichenden Label doch eben um Roses Hotflush. Ein weiterer, eigener Scuba-Track, “Adrenalin”, gibt es nachfolgend komplett im Stream.

 

Die nächste Ausgabe von Sub:stance im Berghain steht unterdessen am 7. Oktober an. Diesmal gesellen sich zu Rose u.a. Adrian Sherwood, Martyn und Untold.


Scuba : Adrenalin


Braille A Meaning EP (Auszüge)

Scuba DJ-Kicks
01) Sigha – HF029B2
02) Surgeon – The Power of Doubt
03) DBridge – For Tonight
04) Badawi – Lost Highway (Incyde remix)
05) Peverelist – Sun Dance
06) Until Silence – The Affair
07) Addison Groove – An We Drop [EXCLUSIVE]
08) Roska – Leapfrog
09) Trevino – Shorty
10) Beaumont – CPX11 [EXCLUSIVE]
11) Function – Two Ninety One
12) Braille – Breakup
13) Quest – Everybody in the Place
14) Sigha – Let Me In [EXCLUSIVE]
15) George FitzGerald – Shackled
16) Jon Convex – Streetwalk [EXCLUSIVE]
17) Mr Beatnick – Don’t Walk Away From My Love
18) Boddika – Acid Battery [EXCLUSIVE]
19) Marcel Dettmann – Captivate
20) Arkist – Rendez-Vous (SCB edit)
21) Locked Groove – Drowning
22) Recloose – Tecumseh
23) Sigha – Where I Come To Forget
24) Sex Worker – Rhythm of the Night
25) Scuba – M.A.R.S. [EXCLUSIVE]
26) Jichael Mackson – Gedons
27) Rivet – Running S
28) Recondite – Backbone
29) Ludovic Vendi – Mental Bright
30) Rivet – Slant
31) Scuba – Adrenalin
32) Sepalcure – Inside

Verlosung : Apparat & Dancing Pigeons in Berlin

16:31

Am Freitag beginnt in Berlin die IFA, die Messe für Unterhaltungselektronik und dergleichen. Für die kulturelle Unterfütterung sorgt dabei u.a. das Konzertvideodokumentationsportal Noisey. Von uns bereits mehrfach vorgestellt und eine der ersten Anlaufstellen im Netz, wenn man von jungen neuen Bands aus aller Welt gleich alles erfahren, hören und sehen möchte, verknüpft die Seite doch überwiegend hochwertige Konzertmitschnitte mit umfangreichen Hintergrundberichten.

Für das Konzert am Samstag an (vorerst) geheimer Stelle wurden mit Apparat durchaus ungewöhnliche Gäste gewonnen, versucht sich Sascha Ring samt neu gewonnen Kollegen doch auf dem neuen Album The Devil’s Walk (Veröffentlichung am 23. September bei Mute) an der Entfernung vom Laptopsound und der Auflösung klassisch elektronischer Strukturen im vollen Bandgewand. Wie sich das anhört und wie Liberty Wilson sich die dazu passende Visualisierung vorstellt, demonstriert das Video zu “Black Water” (unten zu sehen). Ausgewählte DJs und die Kathedralelektropopper Dancing Pigeons, erst vor kurzem famose Überraschungsgäste beim Berliner Konzert von Crocodiles und Comanechi, komplettieren das Programm.

Wir werden in den nächsten Tagen noch einiges zu Apparat bieten können (ein Interview und exklusive Streams), für heute bzw. Samstag haben wir aber erstmal 2×2 Karten für das Konzert. Hinterlasst uns einfach einen Kommentar auf Facebook (Alternative eine E-mail mit Betreff “Apparat” an verlosung@aufgemischt.com) und hofft auf euer Losglück (welches wir euch natürlich von Herzen wünschen)!

[vimeo 27726160 nolink]

La Stampa : Une Fille D’Officier (Download)

18:21

Von Kritikern für KritikerInnen: La Stampa veröffentlichen im September eine neue 12″-Single, spielen in der Berghain Kantine, Berlin, und kollaborieren mit Monica Bonvincini und Jens Friebe.

Manchmal kann Wikipedia ganz unterhaltsam sein. Etwa wenn beim Lesen der dortige Biografie von La Stampa (Foto: Stefan Korte). Scheinbar eifrig vom eigenen Label zusammengetragen, überbieten sich hier Musikkritiker gegenseitig um möglichst neue Pop-Definitionen für das, was ihre Kunstkollegen Jan Verwoert und Jörg Heiser zusammen mit den Mitmusikern Günter Reznicek, Thomas Hug und Jons Vukorep virtuos auf dem Debütalbum Pictures Never End zusammengefügt hatten. Nun veröffentlicht das Quintett anderthalb Jahre später, am 28. September, die Vinyl-Dopple-A-Single “Une Fille D’Officier/Un Bel Innocent” bei Staatsakt und Hanseplatte.

Inhaltliche Triebfeder beim ersten Stück (unten zu hören und zu downloaden) war in diesem Fall der bosnische Schlagzeuger Vukorep. Von ihm stammen die Alltagsaufnahmen aus dem Leben irgendwo zwischen dem nördlichen Ende Nahorevo um 1983; eine sozialistische Halbidylle, in der schicke Offizierstöchter täglich auf dreckige Landkinder treffen. Statt auf Deutsch oder Englisch, singen die Berlin-Hamburger Internationalisten diesmal auf Französisch und Bosnisch.

Die weibliche Stimme, die sich unter den Kanon mischt, gehört dabei (wohl) der Fetischbildhauerin Monica Bonvincini, eine in Berlin lebende Italienerin, deren aufwühlende Werke (natürlich zwei an der Zahl und oben zu sehen) nun die beiden Seiten (das zweite, englisch-französische Stück “Un Bel Innocent” widmet sich modernen Schaustellern bzw. Verwirrungskünstlern wie Andreas “The Piano Man” Grassl)  zieren und den Stückpreis der auf 200 Exemplare reduzierten Platte entsprechend heben. Am besten zum Veröffentlichungstermin am 28. September direkt beim Konzert in der Berghain Kantine erwerben.

Demnächst und noch in 20011 soll ein weiteres Lied offeriert, gemeinsam mit Jens Friebe, und wie die zwei Single-Tracks bei den Aufnahmen im Frühjahr 2011 mit Norman Nitzsche und Ramin Bijan entstanden. Und für diesen beschwingenden Pop-zum-Quadrat haben La Stampa auch längst eine eigene, trefflich passende Umschreibung gefunden: Romantic Soundtrack Disco.


La Stampa : Une Fille D’Officier (Download)

Damals


La Stampa : Für den Moment (aus dem Album Picures Never Stop)

Berlin Festival 2011 : Jetzt noch Tickets gewinnen

10:36

Nach Sicherheitsproblemen und daraus resultierenden Programmverkürzungen fiel das Fazit zum Berlin Festival im letzten Jahr -trotz zahlreicher guter Auftritte- durchmischt aus, eine Zugabeveranstaltung musste die Gemüter besänftigen. Nun steht für den 9. und 10. September das Berlin Festival 2011 -wie immer- auf dem wundervollen Flughafen Tempelhof an und Punkt-für-Punkt erarbeiten wir, warum sich ein Besuch lohnt und verlosen auch noch kurzfristig zwei Karten.

  • Dicker Fisch: Die Beginner (Foto oben) spielen ihren ersten regulären Auftritt seit 2004(!)* nicht etwa bei der Hip-Hop-Bastion Splash! Festival oder ähnlichen Aushängeschildern, sondern in Berlin. Dafür gibt es natürlich einen Headlinerslot. Mit Public Enemy einerseits und Kraftklub und Casper andererseits, gibt es darüberhinaus namenhafte Genreunterstützung von Spitze und Basis der Alterspyramide (und Geschmacksskala). Die zunächst noch angekündigte Odd Future Wolf Gang bleibt leider doch daheim.
  • Zeitreise: Primal Scream kommen nach Berlin, um ihr tatsächlich epochales Album Scremadelica in voller Länge und Lautstärke aufzuführen. Suede hingegen suchen ohne Bernard Butler das “Animal Nitrate” vergangener Tage. HEALTH, Waters und The Black Angels schürfen wiederum nach der musikalischen Urgewalt des Rock, alle auf ihre Weise, alle unglaublich gut dabei.
  • Konstanz: Auf Gang of Four anno 2010 folgen die nicht minder anspruchsvollen und noch immer hochdynamischen Wire, auf Robyn Santigold und auf Fatboy Slim LFO. Das hohe Gut der Diversität bleibt in allen Nuancen erhalten.
  • DJ Hell, Diplo (mit dem wir bei der neulichen Mercedes Benz FW noch stundenlang im Berliner Sommerregen feierten), Mount Kimbie, Boys Noize, Hercules and Love Affair (sowie Andy Butler solo), Kruder & Dorfmeister, Bag Raiders Jimmy Edgar, Pantha Du Prince… Elektronisch ist so ziemlich jede Richtung vertreten, Bands wie Battles und The Rapture sollten einem ebenfalls in die Glieder fahren. Mit James Blake beginnt das Festival am Freitagnachmittag um 14 Uhr obendrein zünftig.
  • Einmal um die Welt: CSS und vor allem Buraka Som Sistema bieten musikalische Einblicke und Anreize außerhalb des westlichen Duktuses. Zach Condon’s Beirut tragen gleich die ganze Erdkugel in ihren Instrumentenkasten.
  • Das Sicherheits- und Bühnenkonzept wurde überarbeitet, statt um die Ecke in die begrenzte Hangarhalle gedrängt, kann sich das Publikum nun frei auf die Flughafenfläche verteilen und bleibt durch das große Dach fast komplett trocken (und wir hoffen, dass an den Dachkanten entsprechend vorgesorgt wird). Der Eingang erfolgt zudem über den U-Bahnhof Paradestraße.
  • Statt über einen Zeltplatz kann man in diesem Jahr des Nächtens gen Kreuzberg streifen, auf dem Arena-Gelände geht die Party mit den vier Lokalitäten des Club XBerg‘s weiter. Das Berlin Festival orientiert sich somit an anderen großen europäischen (Innen-) Stadtfestivals. (Achtung, für das Festival Programm und den Club gibt es sowohl Kombi- als auch Einzelkarten!)

 

Das gesamte Line-up (mit allen unseren Empfehlungen als fette Hervorhebung) findet ihr unten (Bitte beachtet, dass alle kursiv hervorgehobenen Acts nur im Club XBerg spielen!), ebenso den Festival-Trailer. Eine Playlist mit 30 KünstlerInnen gibt es bei simfy, weitere Informationen auf berlinfestival.de. Blieben noch die 1×2 zu verlosenden Gästelistenplätze! Wir bitten dafür um einen Kommentar bei Facebook (Alternative: E-mail an verlosung@aufgemischt.com), am Ende entscheidet das Los – viel Glück! Die Plätze sind leider, leider schon weg! In den Kommentaren finden sich Links zu unseren weiteren aktuellen Verlosungen.

[vimeo 27253702 nolink]

Line-up:
A-Trak, Alex Winston, Aloe Blacc, Apparat Band, Austra, Bag RaidersBattles, Beginner, Beirut, Berlin BatteryThe Black Angels, The Bloody Beetroots Death Crew 77, Boy George & Marc Vedo DJ-Set, Boys Noize, Boysnoize Records Special, Brodinski, Andy Butler DJ-Set, Buraka Som Sistema, Casper, Clap Your Hands Say Yeah, CSS, Daniel WangdEUS, Diplo, Discodromo, The Drums, Dry the River, FeadzFirefox AKFlorrie, Gesaffelstein (live), G.I. Disco, Greco-Roman Special, Headman pres. Relish Special, HEALTH, DJ Hell, Hercules And Love Affair, Housse de Racket, James Blake, Jimmy Edgar, Kraftklub, Kruder & Dorfmeister, Last Days of 1984, LFO, Mogwai, Mount Kimbie, Mr. Oizo, The Naked And Famous , Oh Land, Pantha Du Prince, Public EnemyPrimal Scream present Screamadelica, Rainbow Arabia, The Rapture, Relish Recordings Special, Remmidemmi, Retro Stefson, Santigold, Skrillex, Suede, Tune-Yards, WatersWire, Yelle, Yuksek

*Dazwischen gab es in sieben Jahren nur vier Konzerte zu besonderen (karitativen) Anlässen.

Verlosung : The Hidden Cameras in Berlin

20:49

Mit einem großen Konzert im Berliner Heimathafen Neukölln feiern The Hidden Cameras am Samstag, den 3. September, ihr zehnjähriges Bestehen. Wir empfehlen zu erscheinen und verlosen passender Weise Plätze.

Am Anfang war das Debüt Ecco Homo, am Ende ein Remix von den Pet Shop Boys und irgendwo dazwischen der Auftritt vor Münchener Fußballkulisse beim Abschiedsspiel von Mehmet Scholl. Seit einer Dekade bringen Joel Gibb und seine The Hidden Cameras nun queeren Spaß und Sex sowie allerlei Zwischentöne an die denkbarsten und undenkbarsten Orte für selbige. Nun beschließen sie in Gibbs Teilzeitheimat Berlin die Tour zu ihrem fünften und aktuellem Album Origin:Orphan. Das Ende ist dabei keinesfalls in Sicht und mit dem Remixadelung von “Colour of a Man” durch die Pet Shop Boys (unten zu hören, via Electronic Beats) ist längst noch nicht alles gesagt, es erwarten die Gäste zahlreiche Überraschungen, neues Material und ein Joel Gibb, der mit jedem Jahr besser aussieht, mag er im aktuellen Video zu “Do I Belong?” (Videostill oben, unten zu sehen) auch noch so oft herumgeschubst werden.

Empfehlenswert ist zudem das Vorabprogramm: Michelle Gurevich, Tochter russischer Exilanten aus dem kanadischen Toronto, neuerdings Wahlberlinerin, und zu jeder Zeit Kopf von Chinawoman. Während sich vor dem geistigen Auge ein Weltkarte entfaltet, dringt diese Stimme in das Ohr; desillusioniert und gereizt wie keine zweite, verloren im Nichts klassisch-dualistischer Geschlechtszuordnungen und sicherlich Michelles größte Stärke. Fast erdrückt sie die kaum weniger eindringlichen Kompositionen der eigenständig veröffentlichten Alben, die wie Konzentrat den Blues alter Meister zwischen Cohan und Doors in das 21. Jahrhundert herüberretten. Laut Tourbeschreibung handelt es sich bei Michelle wiederum um eine Seeking Russian Bride, die Stil in Berlin zum Interview getroffen hat.

Moutique lädt also zum Konzert von The Hidden Cameras und Chinawoman – wir verlosen noch (per Los) 2×2 Gästelistenplätzen unter allen Kommentaren. Kurz getippt und viel Glück!

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[youtube 68u9VwKnl8Q nolink]


The Hidden Cameras : Colour of a Man (Pet Shop Boys organic mix)

patten

16:50

[vimeo 27587374 nolink]

Die britische IDM-Hoffnung patten (vollständig in Minuskeln geschrieben) will am 26. September sein Debütalbum GLAQJO XAACSSO (vollständig in Kapitalen) vorlegen. Nachdem zuvor Werk Discs als potentielle Labelheimat des Londoners galt, erscheint der Langspieler nun bei den hiesigen Obskuritätenspezialisten von No Pain in Pop. Begleitet wird die frohe Kunde von einem neuen Video zu “Blush Mosaic” (siehe oben) und einem Remix.

patten, als Produzent noch gesichtslos, setzt dabei gerne auf die Überforderung und lässt etwa in “Blush Mosaic” Blue-Monday-eske Erweckungserlebnisse sich aus beinah überfrachteten Verschachtelungen von Glitch, House, Synthpop, chopped beats und Vokalfetzen direkt in das hörende Unterbewusstsein schälen. Das kristalline Video dazu drehte Jane Eastlight, die auch schon für Alak gearbeitet hatte. Als Remixer von “my love is the best” der Letzteren (ein Projekt der Kalifornierin Jocelyn Jade Noir) löst patten hingegen nur behutsam die hymnische Monotonie des Einstiegsloops, hebt sich körnige Claps und den nahezu banalen Gong fast bis zum endgültig entrückenden Schluss auf.

Es ist ein nicht enden wollendes Dickicht in das man sich hier voller Vorfreude auf detailverliebte Überraschungen stürzen. Auch seine Webseite ist in etwa so übersichtlich wie die Kritzelei-Flyer-Collagen Berliner Clubklotüren. Über die bloße Collagieren setzt er sich dabei aber spielerisch hinweg und so ist der gewählte Künstlername durchaus als sinnstiftende Metapher zu sehen: Als patten werden in der englischen Sprache nämlich jene Holzplateausohlen bezeichnet, die im Mittelalter die Füße der Bürger vor den Ansammlungen von Pferdedung, Müll und menschlichen Ausscheidungen auf den Straßen schützte, sie quasi darüber erhob.


ALAK : my love is the best (patten Remix) (Download)


patten : This sharpened mist (slow turn version) (Download)

patten GLAQJO XAACSSO
1. Ice
2. Crown 8vo
3. Words collided
4. a.m./soft focus
5. Blush mosaic
6. & our wild paths intersect
7. Fire Dream
8. Peachy swan
9. Out the coast
10. Ndi bem
11. Plurals
12. Rubylith film

Das oben verwendete Foto hat die Fotografin Mi Nguyen im Hafen von Amsterdam geschossen, wo sicherlich auch einige niederländische Klompen tagtäglich verschifft werden. Alle Rechte vorbehalten.

Boiler Room : Heute live aus Berlin mit Jimmy Edgar, Redshape u.a.

15:36

Im Juni vor einem Jahr nahm alles mit einer wöchentlichen und live ins Netz übertragen Warehouseparty seinen Anfang, heute nun debütiert der mittlerweile zur Top-(Web-)Adresse für Dubstep und Garage angewachsene Boiler Room in Berlin. Die Galerie von bisherigen Gästen von Vorzeigelabeln wie Young Turks, Hotflush oder R&S, darunter entsprechende aufgemischt!-Favoriten wie Jamie xx, Deadboy oder Sampha, setzen heute in den sehenswerten Örtlichkeiten des Stadtbad Weddings gleich vier Künstler fort:  der Detroiter Jimmy Edgar (als DJ) vom Berliner Label k!7 sowie die hier beheimateten Redshape, Kassem Mosse (beide live) und das White-Label-Projekt Objekt (hier als DJ), hinter dem sich TJ Hertz versteckt.

Der Einlass wird leider nur mit Einladung gewährt, aber wie üblich wird die gesamte Nacht live auf boilerroom.tv ab 20:00 Uhr Berliner Zeit übertragen. Nachfolgend kann in den Boiler Room mit Mount Kimbie und SBTRKT reingehört werden. Bei Dummy findet sich zudem eine Abstimmung über die besten vorangegangenen Ausgaben. Und hier noch die Zeiten:

23 – 00: Redshape (live / Delsin / Present)
22 – 23: Jimmy Edgar (dj / Warp Records / !K7)
21 – 22: Kassem Mosse (live / Mikrodisco / Workshop / Laid)
20 – 21: Objekt (dj / Objekt)