Posts Tagged ‘Korallreven’

Korallreven kündigen Debütalbum an und veröffentlichen neues Mixtape

00:36

Lange wurden die Erwartungen geschürt, nun soll am 15. November das leidlich kreativ betitelte Debütalbum An Album By Korallreven von eben jenen bei Acèphale erscheinen. Zur Feier des Tages gibt es auch ein neues Mixtape, A Dream Within A Dream, dessen acht Titel auch auf einer eigenen Microsite heruntergeladen werden können (und das Album vorbestellt werden kann). Neben bereits bekannten Remixen -wie dem von Britney Spears’ “Till The World Ends” oder This Is Head’s “0007“- findet sich etwa auch eine Interpretation des Velvet Underground Klassikers “Pale Blue Eyes” und schließlich am Ende unser neuer Favorit: “OAR003-B” von Oni Ayhun (alias The Knife’s Olof Dreiher und im November wieder in Berlin) in der Korallreven Version. Letztere gibt es nachfolgend als Download sowie den gesamten Mix im Stream.


Korallreven A Dream Within A Dream


Oni Ayhun “OAR003-B” (Download)

Foto: Martina Hoogland Ivanow

Korallreven x Britney

18:41

Der (digitale) Untergrund und die großen Billboard-Popstars, so richtig können sich beide Seite einander nicht entziehen. ceo coverte etwa Beyoncé, Lapalux remixteGwen Stefani, jetzt versuchten sich die Schweden von Korallreven an Britney Spears. Dabei gelingt Marcus Joons und Daniel Tjäder, was die ehemalige Schulmädchenikone vollmundig verspricht: der Sprung auf das next level. So wird auch wieder klarer, wofür diese Dame eigentlich verehrt wurde bzw. immer noch wird (ihre hervorragenden Gesangsqualitäten). Das angeschnittene Weltende rückt akustisch in greifbare Nähe, hinter dem Abgrund und Horizont warten je kommendes neues Mixtape und Album des Duos.


Britney Spears : Till The World Ends (Korallreven Version)

Foto: Randee St. Nicholas

This Is Head : 0007 (Korallreven Remix)

20:24

Im Anschluss an das dienstägliche “Unspoken” von Pacific! und El Perro Del Mar, hier das nächste schwedisch-schwedische Zusammentreffen: Gut ein Jahr nach dem Erscheinen seines Videos haben Korallreven einen Remix von This Is Heads hervorragendem “0007” vorgelegt. Sorgfältig rund um die pessimistische Refrainzeile, “What we care for isn’t gonna save ourselves”, herum gebaut, gelingt es dem Duo mit den Rohdiamanten mit Gezeitenruhe den Rohdiamanten glänzend zu schneiden. Ein guter Beginn für ihren allerersten Remix überhaupt.

Korallrevens letzte Veröffentlichung war die Single “Honey Mine”, gemeinsam mit Sängerin Victoria Bergsman, auf Acéphale.


This Is Head : 0007 (A REMIX BY KORALLREVEN)


Korallreven : Honey Mine

-Zugabe-


This Is Head : 0011 (Kasper Bjorke Version)

Korallreven : The Truest Faith (Sail a Whale Remix)

22:37


Sail A Whale : The Truest Whale (Remix of “The Truest Faith” by Korallreven)
(Video directed by Sebastian Rozenberg)

Weil du so schön ‘ast geprickelt geblubbert in mein’ BauchnabelWir legen gleich noch einen Song nach. Sail A Whale, das Stockholmer Grafik-/Videokünstler-, Musikerkollektiv bestehend aus Sebastien Rozenberg und David Kyhlberg, hat sich vor kurzem Korallrevens ‘The Truest Faith’ zur Brust genommen, zudem Rozenberg ja auch bereits das Video gedreht hatte. Nun hat er selbiges für die ‘The Truest Whale’ getaufte Überarbeitung getan und sich mal locker selbst übertroffen. Und da Sail A Whale selber auch hervorragende, kopfverklärende Musik produzieren (siehe unten), veröffentlichen Sincerely Yours und Acéphale am 17. November zurecht die sechs Lieder starke und mit einem 40-seitigen Booklet garnierte 12″ Sail A Whale – A Documentation. Zu dieser gehört auch die nachfolgende Deklaration:

YOURS0149

the truest whale, the truest rounded mandorla, the shape of sunshine and piercing thought; firm but soft, moving with certainty through the oceans. Incarnated here, tiresias foretells of all we are too dull and unwatchful to see, the blind seer; the impious interrupter of natural rites, a holy man of double gender; through the eyes of woman, once man, four sets of eyes, all blinded but sharpened, through him we have taken all the risks of interruption. foretell how all versions repeat after one another. all suspended, all former intermediaries in flight, we simply ask – what transcendence?

your voice clear on the phone, we would hallucinate that you were waiting for us, we would run toward you on the platform, we would have done everything so as not to fall.

– slwhl


Sail A Whale : love(the-dream)king
(Video by Sebastian Rozenberg)

Klarwerden / klar werden

11:24

Es regnet. So wie gestern Nacht als wir vom Tanz nachhause kamen und so wie gestern morgen, als wir das Haus verließen. Und überhaupt so wie scheinbar alle anderen Tage davor. Dabei ist doch Wochenende. Der kopfeigene Nebel muss gelichtet werden. Guten Morgen!


Yuck : Rubber (Mogwai Remix) [Download]


Fixers : Amsterdam [Download]


Ariel Pink : Round and Round (Little Loud Remix) [Download]


Korallreven ft. Victoria Bergsman : Honey Mine [Download]


Joe Worricker : Bobby Blue (Lissvik Remix) [Download]

Rubber ist die bereits dritte Single von Yuck und Mr Stuart Braithwaites Remix ein kleine Zugabe. Ein Debütalbum soll im Januar 2011 bei Fat Possum folgen. Fixers liegen da ein paar Schritte zurück: Das Oxforder Quintett verkauft Amsterdam bisher nur als Tourkassette (oder bietet es mit Remixen für lau zum Download an). Mehr sollte aber ebenfalls bald folgen, das Video zur Single gibt es schon mal hier. Ariel Pink waren zuletzt in Europa auf Tour, der Remix des britischen Produzenten Little Lould dient bereits schon wieder als Wegzehrung für die kommende US-Tour. Korallrevens neue Single Honey Mine kann jetzt samt eines Remixes von Dan Lissvik bei Acéphale vorbestellt werden; der Studio-Mann mixt derweil noch schnell den Milchbubicharme aus Joe Worricker.

PHOTO: “Fog over Miami” by miami_jj (CC:by-nc-nd)

Sonntagsmusik (3)

20:09

Eine gute, ganze Weile ist unsere letzte Sonntagsmusik bereits her. Eine Wiederauferstehung war (auch angesichts des hiesigen Wetters) also dringend nötig. Die Regeln bleiben dabei natürlich die gleichen: Kein überanstrengender Dronemetal (obwohl der manchmal auch ganz gut sein kann), keine langweilige Kaffeehausmusik. Stattdessen einfach nur genau zehn kleine Schätze vereint auf einer einzigen, komfortablen Seite.

Die sieben herunterladbaren Stücke aus dieser Liste (zwei weitere sind Streams, das letzte ein Video) könnt ihr euch sogar am Stück bzw. auf einen Klick nachfolgend anhören oder eben Lied für Lied mit jeweils ein paar beschreibenden Worten:

aufgemischt! : Sonntagsmusik (3) (nur die herunterladbaren Stücke)

Das erste Lied kommt von Korallreven und ist ihre Life’s a Bitch Version von “No Letting Go” aus den HändenVictoria Bergmans Bühnenalias’ Taken By Trees. Wie bereits zuvor die gemeinsame Kollaboration “Honey Mine” der drei Künstler, entstammt das Stück ursprünglich Korallrevens aktuellem Mixtape. Obwohl der Titel des Remixes vielleicht etwas irreführend ist, schließlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass hier lebenserhellende Kräfte sich ihren Wegen durch die Schallwellen bahnen. Oder handelt es sich hier gar um versteckte Nachricht an Studio?


Taken By Trees : No Letting Go (Korallreven’s Life’s a Bitch Version) [Download]

Magic Kids, Girls, Lemonade, Delorean, Cloud Nothing … ohne das New Yorker True Panther Label wären das Leben zuletzt ein Stück ärmer gewesen. Zur Speespitze des vielleicht besten Labels der Saison gehört auch Cameron Mesirow, die sich hinter den fantastischen Glasser verbirgt. “Mirrorage” ist ein weitere Klangzauberei und ein weiterer, herausragende Vertreter des hochqualitativen Albums Ring, das dieser Tage live in Europa zu hören sein wird (Termine folgen).


Glasser : Mirrorage [Download]

Und wir bleiben bei den “Girls”. Das Stück von Nick Ericksens Alter Ego Taragana Pyjarama ist der sonnige Energiser dieser Liste und sicherlich ein Lied, mit dem wir schon mal einen ganzen Tag allein verbringen könnten. Vielleicht träumte der dänische Produzent bei der Umsetzung gerade an die Karibik, es ist jedenfalls ein Prachtstück geworden.


Taragana Pyjarama : Girls [Download]

Die lebende House-Legende Robert Owens hat ein neues Soloalbum names Art veröffentlicht, auf dem sich auch dieses schöne, von Atjazz produzierte Slow-Disco-House Stück “Hearts and Soul” findet. Sehr klassisch.


Robert Owens : Hearts and Soul [via Spex]

Zeit für etwas Psychedelia: Das Brooklyner Kollektiv Second Life ist dem Vibes Management Zirkel entsprungen, um blubbernd puckernde Traumelectronica wie eben “White Outside” in die Welt zu entsenden. Wir hoffen allerdings nicht, dass sie mit diesem Titel schon jetzt einen langen, kalten Winter einläuten wollen.


Second Life : White Outside [Download]

Wir habeben “Hearts” von oOoOO bereits schon einmal gepostet, aber es ist zu gut, um es angesichts der kürzlichen Veröffentlichung seiner Debüt-EP nicht noch einmal zu erwähnen. Außerdem leitet es den eher gitarrenlastigen zweiten Teil dieser Liste ein.

oOoOO : Hearts

“Leaflings” ist ein weiterer Song von den Glass Animals aus Oxford, die sich anscheinend noch immer fragen, was wohl die Feen auf dunklen Seite des Mondes gerne für Dubstep hören wollen würden. Ziemlich leise und somnambulistisch wie gewohnt, aber auch ebenso hervorragend.


Glass Animals : Leaflings [Download]

Wie es aussieht, ist The Concretes mit ihrem Comebackalbum WYWH auf Something in Construction eines der besten Werke des Herbsts gelungen. Digital bereits komplett erhältlich (CD-VÖ am 25. Oktober), erscheint morgen zunächst die Vorabsingle “All Day”. Die Band hat sich aus diesem Anlass auf ein wackliges, kleines Boot gesetzt und im Abendrot das Stück noch einmal komplett akustisch eingesungen. Sehr schön-


The Concretes : All Day [Video , Island in the Sun Unplugged)]

Gute Coverversionen haben den Vorteil, dass wir uns längst überspielte Lieblinge ganz ungenervt wieder anhören können. Interpols “Slow Hands” gehört zur letzteren Sorte und deshalb danken wir der Rapper- und Sängerin Azealia Banks dafür, ihm wieder etwas neues Leben (und Soul) eingehaucht zu haben. Ein Blick auf ihren Myspace für Eigenkreationen lohnt in jedem Fall.


Azealia Banks : Slow Hands (Interpol cover) [Download]

Das letzte Stück ist ein Versprechen. Der Jazz- und Electronicamusiker Evan Voytas aus Los Angeles entstammt dem Umfeld von Flying Lotus und Gonjasufi, und gehört zu den ersten Künstlern beim neuen Sublabel von Service, Cascine. Seine Debüt-EP erscheint am 18. Oktober und hört auf den Namen Tomorrow night we’ll go anywhere. Wir wünschen einen schönen Sonntag!


Evan Voytas : Tomorrow Night We’ll Go Anywhere [Download]

PHOTO: YoungToymaker

Fundstück : Korallreven Interview

14:11

Sandra Croft von TLOBF hatte die Möglichkeit Marcus Joons ein Paar Fragen für das allererste Korallreven-Interview überhaupt zu stellen. Joons beschreibt hier nicht nur wie Daniel Tjäder von The Radio Dept. traf und mit ihm die Band gründete, sondern bespricht auch die neue Single „Honey Mine“ mit Victoria Bergsman („She looks like a koala bear and behaves like a fox“). Das Debütalbum soll im Frühjahr 2011 folgen.


Korallreven ft. Victoria Bergsman “Honey Mine [Stream]

Korallreven “The Truest Faith” (Video)

08:02

Die skurrile Schönheit der  entfesselten Naturgewalten einer Atombombe, eines Tsunamis im Angesicht der natürlichen Anmut eines Schmetterlings, eines weißen Pferdes – ist nicht das allein schon die vervollkommene Vorführung der Absurdität und Perversität menschlichen Seins in viereinhalb, durch die vermeintlich rosarote Brille des schwedischen Videokünstlers Sebastian Rozenberg gesehene, Minuten?

In jedem Fall läuft im Hintergrund dieses offiziellen Musikvideos Korallrevens “The Truest Faith”, einer unserer bisherigen Jahresfavoriten. Den hatten wir hier bereits als Download und mittlerweile ist auch die dazugehörige Single bei Acéphale erschienen. Das Debütalbum gleichen Titels folgt demnächst.

Korallreven “The Truest Faith”

13:18

Eine Melodie zum Mitsummen, beinahe ozeanische Harmonien und eine sonnige Klangästhetik, die man auch mit dem Genre Balearic noch recht galant umschreiben kann – wie Korallreven jetzt in einem Blogpost verraten haben, klingt das Titelstück ihres kommenden Debütalbums The Truest Faith, gleichzeitig die A-Seite ihrer neuen Single auf Acéphale, nicht umsonst noch einem Urlaub im Pazifik:

It all started on the South Pacific island Samoa three years ago. Marcus (Joons) had been travelling around the islands there for some time and one day while chillin’ under a coconut tree, he serendipitously got a feeling of how he wanted his dream pop music to be like. Spiritual like the local Samoan Catholic church choirs, hypnotic like the breathtaking tropical nature and above all a feeling of finally reaching ”the other side”.
So, since last summer Marcus and dear friend Daniel – who aside of Korallreven plays keyboard in The Radio Dept. – have suffered some blood, sweat and even tears to turn this South Pacific dream into reality.

Ja, wie ihr richtig gelesen habt, ist nicht The Radio Dept.‘s Johan Duncanson Marcus’ Partner bei Korallreven (wie auch wir fälschlicherweise behauptet hatten), sondern der Keyboarder der Band, Daniel Tjäder, der somit mitverantwortlich ist für einen der ersten großen Songs des anbrechenden Sommers.

Korallreven “The Truest Faith” [Download]

Auf den Geschmack gekommen? Wir haben auch noch einen Nhessingtons Remix von Korallrevens “Loved-up” hier.

Korallreven: New ‘The Truest Faith’ Acéphale 7″

18:31

Neuigkeiten von den schwedischen Tropical-Shoegazern Korallreven: Das Duo hat endlich die Veröffentlichung ihrer vor geraumer Zeit angekündigten Single The Truest Faith samt B-Seite “Loved-Up” beim musikalisch weit voranschreitenden, 7″-Label Acéphale aus Vancouver, das zuvor schon Singles und EPs Kingdom, Memory Tapes, Air France, Salem, CFCF, Pure Ecstasy und den Midnight Juggernauts (ihr seht, ausschließlich Volltreffer!) herausbrachte, für Ende des Monats bekanntgegeben. Die Single wird in einer einmaligen Auflage von 500 Stück, davon die ersten 150 als kastanienbraun-weiße, farbige Vinyls, erhältlich sein.

Die Band hatte zuvor bereits einige Zeit von der Single gesprochen, ebenso von einem immer wieder verschobenen Debütalbum, aber anscheinend wird Johan Duncanson, der hier zusammen mit dem Musikjournalisten Marcus Joons kollaboriert, von seiner ebenfalls gerade umtriebigen Hauptband The Radio Dept. vom Einhalten selbstgesetzter KR-Termine abgehalten. Deshalb gedulden wir uns einfach still bis zum finalen Release ihres Debütalbums irgendwann diesen Frühling oder kommenden Sommer, Herbst, Winter – egal ob es dann so heißt wie die aktuelle Single oder eben nicht.

Beide Singlestücke könnt ihr euch auf Korallrevens Myspace anhören oder (letzteren) nachfolgend im Stream. Im aktuellen Vice-Mixtape der Band ist der neue Song “Sa-Sa-Samoa” zu hören und unserem ersten “Loved-Up” Artikel hatten wir zudem einen noch verträumteren Nhessingtons Remix des Lieds beigefügt.


Stream | Korallreven “Loved-Up

Für noch transzendentalere Musik und Downloads empfehlen wir unsere kürzliche Neuentdeckung Bathcrones aus Atlanta, USA.