Posts Tagged ‘The Streets’

Melt! Festival 2011

20:24

Wie bereits im Jahr 2009 und 2010 haben wir euch auch in diesem Jahr wieder mit den wichtigsten und aktuellsten Infos direkt vom Melt!-Festival versorgt. Im gegensatz zu den Jahren zuvor orientierte sich das Festival wieder stärker an seinen elektronischen Wurzeln, doch dies tat seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Und so war das melt! auch in diesem wieder Jahr komplett ausverkauft. Trotz der elektronischen Renaissance mit Paul Kalkbrenner, The Koletzkis, DJ Kotze, Boys Noize und vielen mehr waren die Headliner altbekannte Indie-Recken: Pulp.  Eine kleine Rundreise über sämtliche Bühnen des Festivals bietet euch die Galerie zum Melt!.

[nggallery id=87]

Fotos: Christoph Paul

The Streets : Trust Me

10:51

Mike Skinner wird wieder umtriebig: Mit Computers and Blues soll voraussichtlich im nächsten Jahr das allerletzte Album von The Streets erscheinen, nun gibt es ein Video zu seinem bereits 2009 via seines Twitteraccounts @skinnermike veröffentlichten und deshalb “Twittersong” genannten “Trust Me“. In der Hauptrolle: Skinner selbst, vor allerhand verschiedenen – zumeist betont ernst und nachdenklich. Mögliche Maxime: Keine Ernsthaftigkeit, kein Vertrauen.

Gegen Anfang und Ende knarzt das Stück á la Justice und passt somit bestens in das angestrebte, mit Berlin verglichene Klangkonzept von Computers and Blues, das Skinner im vorletzten Februar so im umriss:

Anyway, the album doesn’t sound like Lou Reed’s Berlin because I never said Lou Reed, I only said ‘Berlin’. Incorporating some kind of post modernist art house bauhaus row with foul mouths. But it’s not that at all. It now sounds ravey. It is a ravey album album that bludgeons you over the head with its stick of 1988 Romford, Blackpool and Philadelphia rock. It is an insane album. Mayhem is an insane man.

Zuvor war sein Verweis auf die deutsche Hauptstadt fälschlicherweise mit Lou Reed (und nicht 60-stündigen non-stop Elektorgenüssen) in Verbindung gebracht worden.

Blick zurück aufs Splash! Festival

11:12

Splash09_217D1441_20x30

Startet man eine Reflexion zum diesjährigen Splash! Festival, schießen einem einige Gedanken durch den Kopf: Wieso wurde es noch mal nach Ferropolis verlegt? Wieso hat Talib Kweli schon um 21.00 Uhr gespielt? (Wtf!) Und was war eigentlich mit diesen Security-Leuten los?

Das Line-Up war vielversprechend. Deichkind, K.I.Z. und Talib Kweli sowie Methodman & Redman wurden als große Highlights schon im Vorhinein gefeiert. Die Deichkinder lieferten dann auch eine mega krasse Show ab, die in diesem Sinne weniger mit Musik zu tun hatte, eher mit der künstlerischen Bühnenshow, der großen Crew und Krawalllaune.

sian alice group 59.59 cover

Die drei Berliner von K.I.Z. (im Bild oben: Maxim) ließen ebenfalls eine Menge Endorphine bei der Audienz entstehen. Das Publikum brüllte „Hurensohn“ und „Da wird der Hund ja in der Pfanne verrückt“, während K.I.Z. Geldscheine mit ihren Gesichtern in die Luft warfen – ein großes Fest.

Hingegen schnitten Talib Kweli und Method Man (s. unten) & Redman eher schlecht ab. Der eine ersetzte zwar am Freitag kurzfristig Mos Def, musste/wollte dafür aber schon um 21.00 Uhr nach Santigold spielen – und hatte somit einen schweren Stand -, die anderen zwei machten lieber mehr Promotion für ihr Album und ihren Film anstatt zu performen. Besser machten es Mike Skinner alias The Streets. Der namensgebende Titel “Everything is borrowed” vom aktuellen Album erwies sich live als Knaller.

Splash09_217D1713_20x30

Samstag dann wieder ein Wermutstropfen: Q-Tip hatte laut Pressemitteilungen Rückenschmerzen und musste nach Leipzig ins Krankenhaus statt auf die Ferropolis. Dafür können die Splash-Veranstalter natürlich nichts, schade war es trotzdem.

Gespaltene Meinungen gab es auch zum Thema „Elektro auf einem (auf DEM) HipHop-Event?“. Nicht nur im Line-up hat er sich fest etabliert, während der Umbauarbeiten lief ebenfalls elektronische Musik, im Skatepark größtenteils auch. Auf der Bühne fand man sie dann bei Peaches wieder: Sie legte eine geniale Performance hin; im Nudesuit und mit den blonden Mähnenperrücken, die wir aus dem „Talk To Me“ Video kennen. Und beim Boys Noize DJ-Set waren ja auch viele Hopper und Nicht-HipHopper anwesend und schwangen die Hände. Das Splash zeigte sich also konsequent: Man möchte nun wirklich neben den Xrabit-Hörern auch Peaches-Hörer ansprechen, was, wie gesehen, durchaus funktionierte.

Fakt bei den ganzen Pro und Cons ist natürlich, dass kein Festival perfekt läuft – das ist nahezu ausgeschlossen und unmöglich. Die Frage beim Splash! bleibt jedoch offen, wie es sich entwickeln wird. Wird es sich aufrecht erhalten können, denn die Besucherzahl dieses Jahr schien Umzug nicht gerade profitiert zu haben? Wird sich das Publikum halten oder muss der Splashfreund Angst haben, dass mehr Elektro dazukommt dafür weniger Raggae und HipHop und deren Fans? Findet man professionellere Security-Firmen?

Wünschen kann man nur, dass es das größte und beste HipHop-Festival Europas bleibt!

*Nachtrag: Wie aufgemischt! von Seiten der Melt! Festival Veranstalter erfahren haben, werden beide Festivals im nächsten Jahr noch enger zusammenarbeiten (der Umzug auf die Ferropolis in diesem Jahr war ja bereits gemeinsam koordiniert). Das heißt, dass auch die Line-ups teilweise aufeinander abgestimmt werden sollen. Da könnte es durchaus passieren, dass der Elektro vom Splash! schneller wieder verschwindet als gedacht oder sich eben erst richtig festsetzt. Wir sind gespannt.

FOTOS: BILDHAUERPHOTOS.COM

Neuigkeiten vom 11./12.7.09

16:00

Zoot Woman Remix Contest. Blinde Passagiere im The Streets Tourbus und Splash! Festival. Neue Electricity In Our Homes Songs. Kid Cudi fühlt sich allein.zoot_woman_pressefoto_3_klein Zoot Woman veranstalten einen Remix Contest für ihre Single “We Won’t Break”. Dazu haben sie den Song in alle einzelnen Spuren zerlegt und diese auf TracksAndFields zur Verfügung gestellt. Bis zum 23. August kann daraus jeder seinen eigenen Remix machen und ihn einreichen. Der Gewinner-Remix wird für die Pressekampagne rund um das neue Album “The Things Are What They Used To Be”, das bereits am 21. August auf Snowhite erscheint, verwendet werden. Eventuell wird der Remix auch mitveröffentlicht. Neu dazugestoßen ist auch ein weiteres Deutschland-Konzert und zwar am 29. August bei der Nokia Loft Party in Frankfurt a.M..

Eine Überraschung der etwas anderen Art erlebte Mike “The Streets” Skinner gestern beim Splash! Festival. Beim Öffnen seines Tourtrailers erblickte die Crew drei illegale Immigranten. Die Männer sollen in Calais, Frankreich, in den Equipmentwagen gestiegen sein, in der Hoffnung, nach Großbritannien überzusetzen. Mr Skinner hat heute ein Beweisfoto veröffentlicht.

Sein Konzert gestern beim Splash! Festival gefiel unserer Autorin vor Ort, Franziska, übrigens sehr gut. Hier ein Foto vom ebenfalls tollen Peaches-Auftritt:

peaches splash

UPDATE: Und auch der von K.I.Z. :

kiz splash

Electricity In Our Homes haben auf ihrem Myspace zwei neue Songs hochgeladen. Die Songs “Hooves” und “Don’t You Want To?” sollen mit vier weiteren Songs auf die am 27. Juli erscheinenden Vinyl-EP gepresst sein.

Ausgebrannt fühlt sich dagegen Kid Cudi, der Mann hinter “Day’n’Nite”. Nach eigenen Angaben (via Twitter) wollte er aus Spaß von einer Brücke springen, belüge seine besorgte Mutter und müsse an seinen früh verstorbenen Vater denken. Seine aktulle Situation schildert er so:

u never kno wuts wut or whos who. fuck this glamour shit, fuck this celebrity shit, im human like u guys. fuck with me cuz u like me

i hate it, but i jus wanna get my music out 2more people. 2 help more people so they dont feel alone, like i did. no one should feel alone

Und Cudi war tatsächlich mit MGTM im Studio. Der gemeinsame Song heißt “Pursuit of Happiness” und wurde von Ratatat produizert. Wir sind gespannt.

Neuigkeiten vom 27./28.6.09

19:40

Professor Green veröffentlicht “Upper Clapton Dance” Video. Brondiski kündigt seinen “A Bugged Out! Mix” an.

professor green

Professor Green, der weiße MC aus dem Hause The Beats (Mike “The Streets” Skinner und Ted Mayhem), hat heute das Video zu seiner neuen Single “Upper Clapton Dance” vorgestellt. Der Song zu dieser Milieustudie in Form einer Ego-Cam-Fahrt durch eine britische Vorstadt erscheint am 10. Juli.

______________

Brodinski, seines Zeichens französisches Disco-Talent und der Mann hinter grandiosen Buraka-Som-Sistema- oder Radioclit-Remixen, veröffentlicht am 3. Juli seinen ersten Mix für die Reihe “A Bugged Out! Mix”. Damit reiht er sich in die selbe Liste ein wie vorher schon Hot Chip, Felix Da Housecat oder Klaxons. Dazu wird es am Releasetag eine Party mit Brodinski selbst und Dusty Kid, JoJo De Freq, Matt Walsh im Fabric, London, geben. Bugged Out! werden übrigens auch eine eigene Bühne beim Field Day Festival haben. Mit dabei: Little Boots, Erol Akan, Delphic u.w.